Bad Wurzach – Großer Andrang am Freitagabend zur Ausstellungseröffnung „Faszination des Alltäglichen“ in der Galerie im Amtshaus, auch die neue Bürgermeisterin Alexandra Scherer ließ sich die erste Ausstellungseröffnung in ihrer neuen Amtszeit nicht entgehen und hielt eine Ansprache. Der Bad Wurzacher Fotokünstler Ulrich Gresser zeigt dort seine Bilder der Glasfabrik Verallia.

 

Ulrich Gresser, geboren 1958, studierte an der Hochschule für Gestaltung in Offenbach und an der FH Dortmund Visuelle Kommunikation mit Schwerpunkt Fotografie, seit 1993 ist er freier Bildjournalist. Erste Ausstellungserfahrungen sammelte er 1980 mit dem Fotokunstkreis Bad Wurzach und 1989 hatte er seine erste Einzelausstellung.

 

Aus dem Fotojournalismus ergeben sich für Gresser vielfach die Themen für seine Fotokunst. Für diese Serie hat er aber bei einem Riedspaziergang im April dieses Jahres das erste Bild gemacht, dann kam die Idee eine Bilder-Serie vom Verallia-Gelände zu machen.

 

In seiner Einführung wies der Bad Waldseer Fotokünstler Oliver Hofmann auf den französischen Schriftsteller Stéphane Mallarmé hin, der schon im 19. Jahrhundert sagte, „dass alles in der Welt dazu da sei, in einem Buch zu landen“. In ihrem Essay „Über Fotografie“ sagte die amerikanische Schriftstellerin und Kritikerin Susan Sontag dann 1978, „dass heute alles dazu da ist, auf einem Foto zu landen“.

 

Mit den heutzutage millionenfach geschossenen Handyfotos braucht man gar nicht mehr hinzusehen, man kann ja alles ganz sicher auf der Cloud gespeichert mit nach Hause nehmen. „Alles das ist reproduzierende Fotografie, dies soll aber keinesfalls abwertend sein, diese Fotografien haben einen hohen Stellenwert im journalistischen, dokumentarischen und wissenschaftlichen Bereich“ so Hofmann.

 

Die Perspektive außerhalb des Geländes der Verallia kann eigentlich jeder einnehmen. „Erst Ulrich Gressers exzellentes grafisches Sehen, erst sein Hang mit Licht zu zeichnen, erst sein Blick durch den Sucher, die richtige Perspektive und der richtige Augenblick mit dem richtigen Objektiv und der richtigen Zeit- und Blendeneinstellung machen aus dem sonst so Alltäglichen Kunst“, erläutert Hofmann.

 

Die Ausstellung läuft noch bis 2. November 2018 in der Galerie im Amtshaus.

 

Öffnungszeiten: Montag bis Donnerstag 8 bis 12 und 13 bis 17 Uhr, Freitag von 8 bis 12 Uhr. Ulrich Gresser bietet Führungen am Sonntag 23. September, 7. Oktober und 21. Oktober jeweils von 14 bis 16 Uhr an. Der Eintritt ist frei.

 

Text der WALDSEEer Oliver Hofmann, Bilder von Wolfgang Weiß

 

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