13schueleraustauschBad Wurzach - Am vergangenen Montag waren 31 Schülerinnen und Schüler der Wallingford School aus den Klassenstufen 8 und 9, begleitet von 3 Lehrerinnen und Lehrern mit British Airways in München gelandet. Bis Sonntag werden sie als Austauschschüler ein wenig deutsche Schulluft am Salvatorkolleg schnuppern. Bild: Gruppenbild mit Karl-Heinz Buschle (zweite Reihe ganz links) und Christine König (1. Reihe ganz rechts)



Am Mittwochvormittag wurde die Gruppe vom ehrenamtlichen Bürgermeisterstellvertreter Karl-Heinz Buschle als Vertreter im neuen Sitzungssaal in Maria Rosengarten begrüßt. Die Organisation auf Seiten der Wallingford School hatte William Harpin inne, während Christine König die Austausche am Salvatorkolleg organisiert.     


Harpin wird begleitet von Frau Liz Murison und Frau Miléna Pennec. Frau Pennec ist Französin, arbeitet zur Zeit aber in Wallingford an der Schule. Herr Harpin und Frau Murison waren beide schon mehrfach in Bad Wurzach, kennen sich also aus. Die Schüler sind wie üblich bei ihren deutschen Partnern untergebracht. Die Lehrer bzw. Frau Pennec  bei Lehrern des Salvatorkollegs.


Beide Kinder von Karl-Heinz Buschle seien bereits als Austauschschüler in Wallingford gewesen, erklärte Buschle zu Beginn seines Vortrages. „Sie meinten, ich solle mich kurz fassen, weil so ein Vortrag für die Schüler nicht so interessant sei.“ An diese Direktive hielt er sich auch: Neben einigen Eckdaten über Bad Wurzach – 15.000 Einwohner, neben der Kernstadt noch neun Ortschaften, zweitgrößte Flächengemeinde Baden-Württembergs – gab er den Schülern auch noch eine geographische Zuordnung, jeweils 150 Km nach München und Stuttgart, rund 50 Km zum Bodensee.


Über zweihundert Vereine zähle die Stadt, die Stadtverwaltung mit seinen 440 Mitarbeitern (inklusive Kurbetrieb) zähle den größten Arbeitgebern. „Wer hat heute zum Frühstück schon Nutella gegessen,“ fragte Buschle in die Runde und erklärte, als einige Hände nach oben gingen, dass das Glas für den berühmten Brotaufstrich in der Glasfabrik in Bad Wurzach hergestellt wird. Ähnlich wie die Wallingford-School habe auch das Salvatorkolleg ein großes Einzugsgebiet über die Stadtgrenzen hinaus, erklärte Buschle, nachdem eine Schülerin gefragt habe ob Kisslegg, wo sie untergebracht sei, zu Bad Wurzach gehöre.


Auf die Frage nach der Ausbildung des Bürgermeisters, erklärte Buschle, dass dieser von den Bürgern gewählt werde. In Bad Wurzach sei vor gerade einigen Wochen das neue Stadtoberhaupt gewählt worden. Erstmals hatten die Bürger für die nächsten 8 Jahre dabei eine Frau an die Spitze der Verwaltung gewählt, im Unterschied zum englischen System , wo der Bürgermeister nur für zwei Jahre gewählt werde.
 

Am Dienstag hatten die Schüler Friedrichshafen mit dem Zeppelinmuseum. Nach 4 Stunden Unterricht mit den deutschen Partnerschülern und der Begrüßung durch Karl-Heinz Buschle Mittwoch bekam die Gruppe bei einer kurzen Stadtführung die Stadt und ihre Geschichte nahegebracht. Am Donnerstag besuchen die Englischen Schüler Schloss Neuschwanstein, am Freitag steht München mit einer Führung durch die Allianz-Arena auf dem Besuchsprogramm, immer auf ausdrücklichen Wunsch der Schüler.
 

„Da die Lehrer an der Schule in Wallingford in der Regel nicht in Wallingford selbst wohnen (die Mieten sind zu hoch) und auch viele Schüler aus der weiteren Umgebung von Wallingford kommen, besteht von dieser Seite aus wenig Interesse an der Städtepartnerschaft, erklärt Christine König die Umstände für das Einschlafen auch der letzten Kontakte mit der englischen Städtepartnerstadt. „Wir hoffen, dass wir es dieses Jahr wieder schaffen, bei unserem Besuch in Wallingford den Bürgermeister bzw. die Bürgermeisterin zu treffen,“ erzählt Christine König ein wenig traurig.
 

Der Gegenbesuch in Wallingford wird vom 8. Juli - 16. Juli stattfinden. Weil die Schüler vom Salvatorkolleg mit dem Busreisen werden, scheint der  Besuch wegen der beiden Reisetage länger zu dauern.



Bericht und Bild Ulrich Gresser

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