10turnerheimBad Wurzach - Nach gut einem Jahr Bauzeit war es soweit. Die Turnabteilung der TSG Bad Wurzach feierte die Einweihung ihres grundsanierten Turnerheims, in das die Mitglieder und Gönner viel Zeit und auch Geld investiert haben. Bild: Vorstand Thomas Grandl (links) und Bauleiter Reinhard Vincon (rechts) bei den Fürbitten


Los ging das Fest am Nachmittag mit Kaffee und Kuchen. Dabei hatten die Besucher, darunter auch Frank Högerle von der Stadtverwaltung sowie einige Gemeinderäte, Gelegenheit, das runderneuerte Gebäude zu besichtigen. Das Holzhaus hatte als Aufseherbaracke im Schlosspark gedient, als im Wurzacher Schloss die Internierten von der Kanalinsel Jersey lebten. Das Gebäude, das nunmehr seit vielen Jahrzehnten in der Grube beim Schützenhaus steht, war also eine der ersten „Gebäudetranslocierungen“ in Bad Wurzach.


Zumal der jetztige Platz beim Maxhof bereits der dritte Standort des Holzhauses ist, denn zwischenzeitlich diente es als Schießstand der Schützenabteilung, zunächst in unmittelbarer Nähe zum Gasthof Neubau (der jetzigen Pizzeria da Roberto), später dann, als die Schützenabteilung das heutige Schützenhaus baute, bereits am jetzigen Standort als Schießstand. Seit 1975, nachdem das Schützenhaus nach langer Bauzeit eingeweiht wurde, ist das Gebäude in der Hand der Turner. Diese hatten das Haus bereits in den Jahren 1991-1994 schon einmal grundsaniert.


Thomas Grandl, TSG Vorstand und auch Abteilungsleiter der Turnabteilung freut sich über die gelungene Sanierung, vor allem aber darüber, dass trotz einiger unvorhergesehener Kosten der Budgetrahmen eingehalten wurde. Möglich wurde dies, weil alle ehrenamtlich mit angepackt haben und viele ortsansässige Firmen an den Wochenenden Spezialwerkzeuge zur Verfügung stellten. Wofür sich die drei Bauleiter Hardy Vincon, Florian Tobisch und Christoph Lacher besonders dankbar zeigten. Und weil aus der normalen Renovierung eine Grundsanierung wurde – die drei aus Holz bestehenden Außenwände mussten komplett erneuert werden und machen das Gebäude jetzt zu einem Niedrigenergiehaus – packten die Turner die Gelegenheit beim Schopf und bauten eine Gasheizung zusätzlich zu dem bereits vorhandenen Kachelofen ein.


Dadurch ist das Gebäude ganzjährig nutzbar, denn früher mussten die Wasserleitungen vor dem Winter immer komplett geleert und entlüftet werden, um Frostschäden zu verhindern. Und wenn sie sich im Winter im Heim treffen wollten, musste immer vorher der Kachelofen kräftig vorgeheizt werden. Diesen neuen Komfort wollen die Turner nun auch verstärkt nutzen: statt immer nur am ersten Dienstag eines jeden Monates wollen sie sich zukünftig auch am letzten Dienstag im Turnerheim zu einer Hockete treffen.


56 Schaffer und Handlanger leisteten in der 14 monatigen Bauzeit an 85 Arbeitstagen (meistens Freitag und Samstag) rund 2.700 ehrenamtliche Arbeitsstunden. Dabei reichte das Altersspektrum vom 14jährigen Nachwuchsturner bis zum Rentner. Von ihnen wurden Dach, Wände und Boden (mit biologischem Dämmmaterial) gedämmt, Elektroinstallation und Wasserleitungen komplett erneuert. Auch die Theke im „Gastraum“ und die Küche wurden den neuen Erfordernissen angepasst.
Bemerkenswert findet Hardy Vincon, der sich wie viele seiner Mitstreiter bei der Sanierung wieder auf ihrem früher erlernten, beruflichen Terrain bewegten, dass sich die drei Bauleiter, drei sehr unterschiedliche Charaktere so hervorragend ergänzt hatten.


Stadtpfarrer Stefan Maier hatte für die kleine Andacht aus dem Evangelium nach Matthäus das Gleichnis vom auf Fels gebauten Haus ausgewählt. In seiner Ansprache verwies er auf ein Gemälde im Maria Rosengarten aus dem Jahre 1763, auf dem es in einem Spruchband heißt, dass das Haus fast neu erbaut statt erneuert wurde. Er wünschte den Turner mit dem neuen Gebäude viel Spaß und viel Freude. In den Fürbitten bedankten sich die Turner bei Gott, dass der Bau unfallfrei geblieben war. Sie erbaten für die Menschen, die im Verein ehrenamtlich Verantwortung übernehmen und damit der Gesellschaft Gutes tun, dass sie bei ihren Entscheidungen immer ein gutes Auge haben mögen.


Wer an diesem Abend aus irgendeinem Grund auf dem Weg zum Maxhof unterwegs war, musste auf der Hut sein: Zu Fuß, mit dem Fahrrad oder Mofa und natürlich mit dem Auto pilgerten viele Wurzacher hinauf zum Schützenhaus und Turnerheim, um mit den Turnern auf ihre gelungene Sanierung anzustoßen und gemeinsam mit ihnen zu feiern.


Am frühen Abend gab es dann mit „Marshy soil“ nach weltlichen Genüssen und göttlichem Segen für die Besucher noch ordentlich Gelegenheit sich auch körperlich zu betätigen,



Text und Bilder von Uli Gresser
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