21blutreiterBad Wurzach - Bei der traditionell am Pfingstmontag stattfindenden Blutreitergruppenführerversammlung ehrt der Wallfahrtsausschuss Heiligblutfest in Bad Wurzach verantwortliche langjährige Blutreiter, der Gruppe aus Kisslegg konnte Bürkle und der Wallfahrtsausschuss sogar zur 70. Teilnahme am Heiligblutfest gratulieren. Bild: Die Blutreiter, die für 40 und 50malige Teilnahme geehrt wurden


Bürgermeister Roland Bürkle dankte, in Anwesenheit von Alexandra Scherer, die als dessen Nachfolgerin die Gelegenheit nutzte, um in ihre zukünftige Aufgabe als Vorsitzende der Wallfahrtskommission ein wenig hinein zu schnuppern, in seiner Rede allen teilnehmenden Blutreitergruppen, von denen bis auf drei an diesem Pfingstmontag im Kursaal vertreten waren, für ihr Kommen. Durch ihr zahlreiches Erscheinen brachten die Gruppenführer wie beim Heiligblutfest im Juli die Reiter selbst deutlich ihre Verbindung zu diesem religiösen Fest zum Ausdruck.


Dies sei wichtig in Zeiten in denen es immer mehr Menschen ohne Glauben aber auch mit einem anderen Glauben gebe. Er appellierte an die Blutreiter, auch bei zukünftigen Heiligblutfesten ihren Glauben so machtvoll zu demonstrieren und dankte ihnen für die 16 gemeinsamen Jahre. Im Namen des Wallfahrtausschusses ermahnte er aber auch die Reiter, die Nutzung privater Grundstücke so weit wie möglich einzuschränken.


Nachdem es im vergangenen Jahr zu Problemen mit einer überhöhten Tierarztrechnung gekommen war, habe der Ausschuss für die Zukunft folgende Regelung festgelegt: Zukünftig werde die Kommission die Rechnung prüfen und falls sie zu hoch erscheine, in Absprache einen angemessen erscheinenden Betrag überweisen.


An der Spitze der weltlichen Prominenz wird in diesem Jahr der Regierungspräsident des Regierungspräsidiums Tübingen, Klaus Tappeser, stehen, Weihbischof Matthäus Karrer wird die Reitergruppen segnen und das Pontifikalamt mit den Gläubigen feiern. Bürkle bedankte sich ausdrücklich bei allen Hilfsdiensten für deren ehrenamtlichen Einsatz, insbesondere bei der Feuerwehr, die neben ihren eigentlichen Aufgaben auch noch um die Sicherheit von Prozessionsteilnehmern und Pilgern kümmern wird.


Organisationsleiter Josef Burkhardt bedankte sich in seinem Rückblick zunächst bei den Gruppenführern, Blutreitern und Quartiergebern. Die Prozession habe organisatorisch im letzten Jahr sehr gut geklappt. Nach der Bekanntgabe der Prozessionsaufstellung zu der 66 Gruppen mit etwa 1400 bis 1500 Reitern sowie 25 Musikkapellen erwartet werden, erinnerte er die Reiter an die Kleiderordnung und bat darum, Regenmäntel falls nötig bei den Stallungen und vor der Prozession anzulegen. Er verwies darauf, in der Stadt auf geordnete Gruppen zu achten „wenn alle duranander Reiten sieht des aus wie an Haufen“. Er bat auch darum Abstände zu den Musikkapellen zu lassen.
Neugeregelt müsste in diesem Jahr die Stallungsvergabe bei der Reithalle, er bat die betroffenen Gruppenführer nach der Versammlung zur Klärung zu einem Ortstermin.


Kassier Ludwig Brechter musste zu seinem Bedauern wegen der gemeldeten Schäden einen leicht gesunkenen Kassenstand vermelden, konnte aber durch geschickte Geldanlage auch für das abgelaufenen Jahr noch eine ansehnliche Summe als Zinsgutschrift vermelden. Dank der hervorragenden Kassenführung Ludwig Brechter wurde die Entlastung geleitet durch Karl Ehrmann, der die Unterlagen gemeinsam mit Franz Heine geprüft hatte, zur reinen Formsache.


Tierärztin Andrea Hagenlocher, die von insgesamt acht gemeldeten Schäden, vier bei Pferden sowie je zwei Personen und Sachschäden berichtete, erklärte man habe bei dem Vorfall mit dem Pferd auf der Autobahn noch Glück gehabt. Allerdings verwies sie bei der ihrer Ansicht nach überhöhten Rechnung des Tierarztes, der von der Autobahnpolizei gerufen wurde und in dessen Klinik das Pferd behandelt worden war, auf die Gebührenordnung, die geltendes Recht sei. Eine darüberhinausgehende Rechnung sei vorab mit dem Pferdebesitzer schriftlich zu regeln.


Als Konsequenz aus dem Hickhack, dessentwegen die Tierärztin vom Gruppenführer der betroffenen Gruppe wegen der zweimal abgelehnten Rechnung verbal hart angegangen worden war, erklärte sie, werde sie zukünftig ihren Bereitschaftsdienst nicht mehr komplett kostenlos ableisten.
Auch sie beendete ihren Bericht mit den üblichen Ermahnungen: Für ungeübte Reiter Reitstunden, Impfpass mitbringen, Hufbeschlag rechtzeitig machen zu lassen und auch Beruhigungsmittel für die Pferde rechtzeitig zu verabreichen, weil sonst die gegenteilige Wirkung eintrete. Im Falle eines Problems an die drei großen W´s (Wer, Wo, Was) zu denken.


Bei den anstehenden Wahlen wurde Anton Brandiser aus Leutkirch einstimmig als Ersatz für den ausscheidenden Franz Heine an die Seite von Karl Ehrmann als Kassenprüfer gewählt. „Wir hoffen alle, dass sie nie zum Einsatz kommen,“ kommentierte Bürkle die einstimmige Wahl von Rainer Elbs als externes Mitglied aus den Reihen der Gruppenführer in die Pferdeschätzkommission. Unter Punkt Verschiedenes bat ein Vertreter der Musikkapellen darum, einen Getränkestand am Gottesberg für die Musikanten, die zweimal bei der Rückkehr der Prozession zum Einsatz kommen, einzurichten. Bürkle lehnte dies im Namen des Ausschusses ab, um der Prozession am Gottesberg „keinen Volksfestcharakter“ zu geben.


Organisationsleiter Josef Burkhardt schlug vor, den Ausschank von Wasser beim DRK zu erweitern, denn „Wasser ist auch ein Getränk.“ Die Musikanten kämen auf ihrem Weg zum Aufstellungsplatz ja eh am DRK-Zelt vorbei.


Für 40malige Teilname mit der Goldenen Medaille mit Urkunde wurden geehrt:
Josef Beutel (Eberhardzell-Wolfegg), Florian Schneider und Kurt Wohlhüter (Mittelbuch-Ummendorf), Harald Kolodziej (Ravensburg), Edwin Hertkorn(Reute Gaisbeuren), Werner Pfender (St. Georg Ochsenhausen-Erlenmoos), Josef Roth (Stadtgarde zu Pferd, Weingarten) und Norbert Burkhardt (Weißenau).


Für 50fache Teilnahme mit der Goldenen Medaille mit Kranz und Urkunde wurden Franz Schick (Berkheim), Franz Heine (Diepoldshofen) Alois Brauchle und Walter Brauchle (Eberhardzell-Wolfegg) Josef Zobel und Josef Prelisauer (St. Georg Ochsenhausen-Erlenmoos) ausgezeichnet.


Mit einer Urkunde und einem Weinpräsent geehrt wurden die langjährigen Gruppenführer Vitus Kuhn(Altmannshofen) und Roland Braig (Reinstetten). Die Blutreitergruppe Kisslegg erhielt für 70malige Teilnahme ebenfalls eine Anerkennungsurkunde.


Ehrungsliste

 

Text und Bilder von Uli Gresser
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