Bad Wurzach - Mit der Aufführung des Musical „Das Apfelkomp(l)ott“ von Andreas Schmittberger hat die Klasse 6 b der Realschule im Verbund mit Schulorchester und Schulchor gerade in der heutigen Zeit ein wichtiges Zeichen gesetzt: „Es lohnt sich nicht, sich wegen Kleinigkeiten Streit vom Zaun zu brechen.“ Das Stück, das die rund 70 Beteiligten im  Musiksaal aufgeführt haben unterhält sehr gut und hat dennoch Tiefgang.

 

Zankapfel im Wortsinne ist der Apfelbaum, auf der Grenze zwischen Unterapfelhausen und Oberapfelhausen. Seit vielen Jahren treffen sich dort die Bewohner der beiden Orte um gemeinsam und friedlich zu feiern. „An apple a day keeps the doctor away“ lautet das Motto der Bewohner. Und genau das ist den beiden Doktores der Region ein Dorn im Auge, weil sie mit ihren Pillen und Pülverchen bei ihnen dewegen nicht landen können. Weil sie der Baum in existenzielle Gefahr bringt , versuchen sie ihn zunächst auf herkömmliche Art zu fällen, doch das erscheint ihnen zu riskant. Also lassen sich die beiden einen perfiden Plan einfallen...

Was Rektor Dietmar Schiller besonders freute: Die Initiative für das Musical war direkt von der Klasse 6b selbst ausgegangen. Weil es organisatorisch zu aufwendig gewesen wäre, die Rollen mit Schülern aus verschiedenen Klassen zu besetzen, wurde die komplette Schulklasse zum Schauspielerensemble. Nach langer Vorbereitung wurde mit den Textproben im Januar begonnen, parallell dazu   übte das Schulorchester mit Silke Stohr und Volker Jedelhauser die Musik ein, der Schulchor unter Laura Schröder seinen Part. Stohr und Jedelhauser zeichneten auch für die Regie verantwortlich. Angelika Miller feilte mit ihrer Tanzgruppe derweil an der Choreografie. Intensive Proben standen im Februar bei den Musiktagen in Bonlanden an, im März wurden bei einem gemeinsamen Probenwochenende alle Fäden zusammengeführt.

Frederic Sporleder, der den Text des Musicals aufbereitete und mit den jungen Akteuren einübte, ließ sich dabei von vielen großen Schauspielen, in denen ein Apfel eine gewichtige Rolle spielte,  inspirieren und viele entsprechende Zitate einfließen. Angefangen von der Antike über Shakespeare „Es ist etwas faul im Staate Dänemark“ bis hin zum vergifteten Apfel in „Schneewittchen“ von den Gebrüdern Grimm, überall war das köstliche Obst zum Zankapfel geworden. Mal ganz von Adam und Eva abgesehen...

Nur dank der beiden lebenserfahrenen Dorfältesten kann der Zwist zwischen beiden Orten, zwischen denen die beiden Ärzte nicht nur im Kopf eine Mauer hochgezogen hatten, geschlichtet werden und eine kriegerische Auseinandersetzung wie im Trojanischen Krieg oder in Nena´s „99 Luftballons“ verhindert werden. Die eindeutige Botschaft an die hohe Politik: „Nicht den schlechten Ratgebern vertrauen, denn Krieg vermeiden heißt auch die Wirtschaft ankurbeln.“ Und natürlich Party machen.

Den rund 150 Premierenbesuchern hat es jedenfalls sehr gut gefallen. „Diese Äpfel halten einen Mann ja wirklich in Form“ sagte Volkes Stimme bewundernd, als der Bürgermeister von Oberapfelhausen nach all der Aufregung endlich von seiner Gattin die Nachricht erhält, zu seinen 7 Kindern seien gleich fünf auf einen Streich dazu gekommen...

 

 

Text und Bilder von Ulrich Gresser  

 

  • bild0740bild0740
  • bild0741bild0741
  • bild0742bild0742

  • bild0745bild0745
  • bild0748bild0748
  • bild0749bild0749

  • bild0753bild0753
  • bild0754bild0754
  • bild0755bild0755

  • bild0758bild0758
  • bild0759bild0759
  • bild0761bild0761

  • bild0765bild0765
  • bild0767bild0767
  • bild0769bild0769

  • bild0770bild0770
  • bild0771bild0771
  • bild0773bild0773

  • bild0778bild0778
  • bild0781bild0781
  • bild0783bild0783

  • bild0785bild0785
  • bild0786bild0786
  • bild0791bild0791

  • bild0792bild0792
  • bild0794bild0794
  • bild0796bild0796

  • bild0798bild0798
  • bild0800bild0800
  • bild0802bild0802

  • bild0803bild0803
  • bild0805bild0805
  • bild0806bild0806

  • bild0807bild0807
  • bild0808bild0808
  • bild0811bild0811

  • bild0812bild0812
  • bild0813bild0813
  • bild0814bild0814

  • bild0815bild0815
Submit to FacebookSubmit to Google PlusSubmit to Twitter