06tsgJhvBad Wurzach - Die Mitgliederversammlung der Gesamt TSG im Schützenhaus verabschiedete zwei Satzungsänderungen zum Kinder- und Jugendschutzkonzept und benannte Geschäftsführer Peter Müller zum Datenschutzbeauftragten für den Verein. Bld: Für langjährige Übungsleiter-Tätigkeit wurden Anja Vitas, Thomas Grandl und Martina Miller geehrt. Nicht auf dem Foto: Rudolf Sauter, der ebenfalls geehrt wurde



Vorstand Thomas Grandl, der bei der diesjährigen Mitgliederversammlung den Ehrenvorsitzenden Eike Schiller, Ehrenmitglied Erich Lacher und als Vertreter der Stadt Klaus Schütt begrüßen konnte, ging nach der Totenehrung für verstorbene Mitglieder in seinem Bericht zunächst auf die Mitgliederentwicklung ein. Einem Schwund bei den Kinder und Jugendlichen steht dabei eine großer Zugang der über 60jährigen gegenüber.


„Ein Glück, dass wir die Geschäftsstelle haben“ lobte er die Arbeit von Geschäftsführer Peter Müller und dessen Tochter Marion Müller, zu deren Aufgaben Bankgeschäfte, Steuerliche Angelegenheiten, Mitgliederverwaltung und jetzt auch die Umsetzung des Kinder- und Jugendschutzkonzeptes gehören. Darüberhinaus machen die beiden noch die Mitgliederverwaltung des Tennisclub und bieten durch Dienstleistungen z.B. für den HGV auch noch die Möglichkeit zur Refinanzierung der Geschäftsstellenkosten.


Er dankte den Sponsoren und Geschäftsleuten für deren Unterstützung bei Veranstaltungen oder Anschaffungen, sowie der Stadt, die den Sportlern die Sportstätten zur Verfügung stellen und damit die Jugend- und Vereinsarbeit erst ermöglichten.


Bei der Umsetzung des Kinder- und Jugendschutzkonzeptes sieht er den Verein auf einem guten Weg: Jeder der mit Jugendlichen arbeitet unterschreibt den Ehrenkodex, ein erweitertes polizeiliches Führungszeugnis ist erforderlich, wenn z.B. bei Zeltlagern und Wettkämpfen Übernachtung mit Jugendlichen erforderlich sind. Eltern und Helfer, die z.B. Fahrdienste bei Veranstaltungen leisten müssen eine Selbstverpflichtungserklärung unterschreiben.


Mit der am 25. Mai in Kraft tretenden Datenschutzgrundverordnung der EU seien z.B. viele Vorschriften im Umgang mit personenbezogenen Daten zu beachten. Zum Glück sei dies für die TSG kein Problem, da in der Geschäftsstelle ja eh nur zwei Personen arbeiteten. Dennoch habe die Vereinsführung beschlossen einen Datenschutzbeauftragten zu ernennen. Für die das Jahr über geleistete Arbeit bedankte sich Thomas Grandl im Namen des Vorstandes bei den Beiden mit einem Blumenstrauß bzw. einem guten Tropfen.


Geschäftsführer Peter Müller musste der Versammlung in seinem Kassenbericht von einem Verlust berichten. Dieser war aber darauf zurückzuführen, dass die Abteilungen einen erhöhten Investitionsbedarf angemeldet hatten, sodass das Geld faktisch im Hause verblieb.
Nachdem Kassenprüfer Helmut Ziegler dem Geschäftsführer eine professionelle Kassenführung bescheinigte, stand der – von der Versammlung einstimmig ausgeführten Entlastung der gesamten Vorstandschaft, vorgenommen vom Ehrenvorsitzenden Eike Schiller, nichts mehr im Wege.


Ebenfalls einstimmig wurden die Satzungsänderungen zur Aufnahme des Kinder und Jugendschutzkonzeptes sowie der zur Ernennung eines Datenschutzbeauftragten erforderliche Paragraph von der Versammlung verabschiedet. Klaus Schütt als Vertreter für Bürgermeister Roland Bürkle ging in seinem Grußwort auf die Diskussion um offene Jugendarbeit ein. Die Meinung tendiere in der Stadt dazu, dass Jugendarbeit in den Vereinen am besten aufgehoben sei. Er sei guter Hoffnung, dass die neugewählte Bürgermeisterin auf die Vereine setze. Es sei wichtig, dass die Stadt die Vereine mehr unterstütze.


Bei den von Geschäftsführer Peter Müller durchgeführten Wahlen wurden die beiden Vorstände Marga Loritz und Thomas Grandl für zwei Jahre in ihren Ämtern bestätigt. Ebenso die Mitgliedervertreter Elke Tobisch, Doris Burkhart, Daniel Riss und Roland Rumschik. Zu Jörg Sommer als Kassenprüfer gesellte sich, ebenfalls per einstimmigem Votum Karl Föhr, nachdem Helmut Ziegler sein Amt in jüngere Hände legen wollte. Die Benennung von Geschäftsführer Peter Müller zum Datenschutzbeauftragten wurde von der Mitgliederversammlung einstimmig bestätigt.


Den Auftakt der Berichte der Abteilungen machte der zweite Vorstand Thomas Schulz der Abteilung Volleyball. Seit der Abteilungsversammlung vor wenigen Wochen ist Lorenz Jäger Chef bei den Volleyballern. Derzeit ist die Herrenmannschaft auf Trainersuche. Nach dem Aufstieg war die erste Herrenmannschaft direkt wieder aus der A-Klasse abgestiegen, Auch die vorwiegend aus Jugendspielern bestehende Zweite belegte in der B-Klasse einen enttäuschenden Tabellenplatz.


Einzig die Jugendmannschaften entwickelten sich positiv und die Tatsache dass nach vielen Jahren wieder eine Damenmannschaft am Start sein wird, geben Anlass zu leisem Optimismus. In einer zweiten Freizeitmannschaft sollen Jugendlichen ohne großen Leistungsdruck der Spaß am Volleyball vermittelt werden.


Siegfried Baer, Abteilungsleiter bei den Leichtathleten konnte bei der Mitgliederzahl im Vergleich zum Vorjahr Gleichstand vermelden. Positiv entwickelten sich die Kinder und Jugendgruppen. Dank mehrerer Übungsleiter/ Helfer aus den Reihen der Eltern konnten neue Übungsgruppen aufgestellt werden. Die Jedermannsportgruppe unternahm wie jedes Jahr wieder eine große Radtour, die sie in diesem Jahr bis nach Sylt führte.


Baer bat die Trainer der Fußballer darum, darauf zu achten, dass die Bahnbegrenzungen nicht von Fußballstollen und Rasenmähern beschädigt werden, wie schon mehrfach geschehen.
Dieter Seitz, Abteilungsleiter der Fußballabteilung, antwortete auf die Vorwürfe: Es herrsche auf dem Platz sehr viel Publikumsverkehr, der Zaun auf der Riedseite sei schon öfters zerstört worden. Auf dem Sportplatz seien auch schon öfters Glasscherben absichtlich vergraben worden, die zu bösen Verletzungen führen könnten.


Sportlich bereiten derzeit die Nachwuchsmannschaften den Verantwortlichen viel Freude. Die Erste Herrenmannschaft hinkte in der vergangenen Saison der Kreisliga A ein wenig den eigenen Erwartungen hinterher und liegt derzeit auf Tabellenplatz zwei. Wenn es mit dem Aufstieg klappe, wäre es schön, „aber wir können auch damit leben, wenn nicht.“ Sorgen bereitet dem Abteilungsleiter, der fehlende Druck von der zweiten Mannschaft, die nur auf Platz 12 liege.
Erstmals habe die Fußballabteilung beim Heiligblutfest gemeinsam mit dem Reitverein gewirtet, was sehr gut geklappt habe. Das Jahr sei zufriedenstellend verlaufen, vor allem weil die finanzielle Kehrtwende geschafft wurde.


Reinhold Butscher, Leiter der Keglerabteilung, zeigte sich sehr angetan von der sehr erfolgreichen Jugendarbeit in seiner Abteilung. Viele seiner Schützlinge haben sich über Bezirksmeistertitel für die Württembergische Meisterschaft, die vor kurzem im Keglertreff veranstaltet wurde, für die Deutsche Meisterschaft in München qualifiziert. Dafür dankte er seinen Übungsleitern und Trainern, den Sponsoren sowie der Stadt für die Unterstützung bei diesem Event.


Mit fünf Herrenmannschaften („das Nonplusultra“) waren die Kegler in der vergangenen Saison am Start, die Damenmannschaft verpasste ganz knapp den Titel in der Oberliga Süd-Württemberg.
Das in die Jahre gekommene Keglerheim wurde über den Winter grundlegend saniert und heller und moderner gestaltet. Mit einer neuen Idee, der mobilen Kegelbahn, die im vergangenen Jahr beim Fest der Brauerei Härle Premiere gefeiert hatte, warben die Kegler u.a. auch beim Fit-Fun-Shoppingtag um Nachwuchs.


Ein positives Fazit zog auch Robert Kasper, Abteilungsleiter der gastgebenden Schützen, in seinem Jahresbericht. Zwei Aufstiege der ersten Luftgewehrmannschaft und der Kleinkalibermannschaft konnten neben vielen Qualifikationen zur Deutschen Meisterschaft gefeiert werden. Neben den Bogenschützen, deren Zahl bei den Trainings steigende Tendenz aufweist, hat die Abteilung mit Blasrohrschießen eine neue Disziplin im Angebot.


Nach einem Wasserrohrbruch 2016 wurden die arbeiten für eine neue Wasserleitung für die Schützen und das Turnerheim inzwischen abgeschlossen. In diesem Jahr steht die alle vier Jahre stattfindende Standabnahme durch das Landratsamt an. Viel Arbeit wird im KK-Stand erforderlich sein, der sich nach 30 Jahren in einem „desolaten“ Zustand befindet. Hoher finanzieller Aufwand wird die Anschaffung von elektronischen Schießständen sowohl bei den Luftdruckständen wie auch im KK-Bereich, erfordern.


Klaus Mahle, Leiter jüngsten TSG Abteilung Tischtennis, konnte von einem durchwachsenen Jahr berichten: Nach der Überraschungsmeisterschaft erfolgte der prompte Wiederabstieg. Viel Sonne gebe es jedoch im Jugendbereich: 17 Jugendlichen ständen derzeit im Training.
Höhepunkt des vergangenen Sportjahres sei jedoch die Ausrichtung des Ranglistenturniers mit über 100 Akteuren gewesen, bei dem es zu einem schweren Zwischenfall kam, als ein Spieler mit Herzstillstand umkippte, der aber dank einer anwesenden Ärztin und dem raschen Eintreffen des DRK gerettet werden konnte. Sehr dankbar zeigte sich Mahle deshalb für die Aktion zur Anschaffung eines Defibrillators für die Riedsportsporthalle.


Der letzte Rechenschaftsbericht wurde von Thomas Grandl für die Turner abgegeben. Personell sei die Abteilung mit 72 Übungsleitern und -Helfern sehr gut aufgestellt. Sorgen bereitet Grandl allerdings die Mitgliederentwicklung: Bei den bis zu 10jährigen stellte er einen erheblichen Mitgliederschwund fest, während die Altersgruppe um 40 Jahre Zuwächse zu verzeichnen hatte.
Sportlich zeichneten die Trampoliner für große Erfolge verantwortlich, die bis hoch zu Deutschen Meisterschaften reichten. Dafür wurde die Abteilung mit dem Titel Trampolin Talentschule ausgezeichnet, übrigens als einziger Verein in Süddeutschland. Auch die Rhönradgruppe ist bei Schauvorführungen sehr gefragt.


Außer sportliches gab es auch: so stemmten die Turner beim Sportlerball den Großteil des Programmes und waren mit 70 Leuten für Bewirtung und Catering zuständig. Auch auf dem Weihnachtsmarkt waren die Turner aktiv, daneben wurde auch wieder das große Zeltlager organisiert.


Nachdem im April letzten Jahres angefangen wurde, das Turnerheim zu sanieren, war dabei nach und nach immer mehr Sanierungsbedarf herausgekommen, sodass inzwischen ein komplett neues Turnerheim in der Grube stehe. Damit verbunden war natürlich ein großer finanzieller Aufwand, trotz großer Materialspenden und vieler ehramtlichen Helfern musste ein Kredit aufgenommen werden. Sein Dank galt daher den 47 Helfern die in diesem Jahr weit über 2.000 Stunden im Einsatz waren.


Zum Abschluss der Tagesordnung wurden noch verdiente Übungsleiter mit der Ehrenmedaille der TSG ausgezeichnet. Für ihr über Jahrzehnte währendes Engagement wurden Anja Vitas, Martina Miller, Thomas Grandl und Rudolf Sauter geehrt.

 

Text und Bilder von Uli Gresser
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