Bad Wurzach - So voll war es noch selten gewesen: Der Kursaal platzte aus allen Nähten, als Vorstandssprecher Stefan Scheffeld und Regionalmarktdirektor Berthold Natterer beim diesjährigen Mitgliederforum in Bad Wurzach über das Fusionsjahr 2017 der Volksbank Allgäu-Oberschwaben berichteten. Oder lag es vielleicht doch an ihrem Stargast Willi Astor?

 

Berthold Natterer, der die Ehrengäste – sprich die Anteilseigner der Bank – begrüßte und durch den Abend geleitete, stellte sich als das Gesicht der Bank in Bad Wurzach und Leutkirch und verantwortlich für die Mitarbeiter in dieser Region vor. Er versprach, dass die Bank die über 150 jährige Erfolgsgeschichte fortschreiben werde. „Ich bin stolz, seit 35 Jahren daran mitarbeiten zu dürfen.“ Mit Blick auf den Stargast sagte er: „Es wird ein lustiger und toller Abend.“

 

Doch zunächst regierte noch der nötige Ernst: Vorstandssprecher Stefan Scheffold berichtete über das Fusionsjahr, das die Volksbank Allgäu-Oberschwaben unter die Top 15 der Baden-Württembergischen Genossenschaftsbanken führte.

Zunächst aber freute er sich, seine Vorgängerin Rosemarie Miller-Weber begrüßen zu können und darüber, dass die Bürgermeister Hansjörg Henle und Roland Bürkle durch ihr Kommen ihr großes Interesse an diesem starken Wirtschaftsunternehmen bekundeten.

„Die Fusion war das herausragende Ereignis des Jahres“ stieg er in seinen Bericht ein. Die neue Bank sei die Marke, die mit „Für die Menschen, für die Heimat“ sich zu seiner Heimatregion mit seiner Kultur und seinen Werten bekenne.

Man habe bis jetzt etwa 85% der Fusion gemeistert. Er bat aber um Geduld, dass es noch etwas dauern könne bis sich jeder der 470 Mitarbeiter zu 100 % damit identifiziere. Im Zuge der Fusion seien über 2000 einzelne Projekte abgearbeitet worden.

Trotz einem schwierigen politischen Umfeld, u.a. aufgrund der Niedrigzinspolitik der EZB fiel der Zinsüberschuss für das Unternehmen um 1,9 Mio € geringer aus, konnte der Bilanzgewinn im Vergleich zum kumulierten Gewinn der beiden Banken gehalten werden. Möglich wurde dies, weil der Verwaltungsaufwand um denselben Betrag verringerte.

Bei allen anderen wichtigen Faktoren (Bilanzsumme, Kundenkredite, Kundeneinlagen) konnte die Bank überdurchschnittlich zulegen. Auch bei den Mitgliederzahlen legte die Volksbank Allgäu-Oberschwaben zu, zum Stichtag 31.12.2017 waren es 52.744 Mitglieder, nach der Bereinigung von Doppelmitgliedschaften (576) und anderen Abgängen legte die Bank hier effektiv um 205 Mitglieder zu.

Positiv für die Mitglieder: Die Bank wird 4% Grunddividende sowie vorbehaltlich der Zustimmung der Mitgliederversammlung ein zusätzliches Prozent an die Miteigentümer ausschütten können. An die anwesenden Bürgermeister gewandt, betonte er, dass die Bank 2,6 Mio € an Gewerbesteuer zahlen werde, „Geld das damit wieder den Menschen in der Region zugute kommen wird.“

Getreu ihrem Grundsatz „Für die Menschen, für die Heimat“ hat die Bank im vergangenen Jahr rund 388.000 € an Spenden ausgegeben. Davon flossen 98.000 in die Regionalbudgets, 130.000 € in Crowdfunding-Projekte, 60.000 € in die VR-Mobile und 100.000 € wurden im Spendenadventskalender vergeben.

Stolz war Stefan Scheffold, dass in den letzten Jahren über 667.000 € für 212 Projekte auf der Crowdfunding-Plattform vergeben wurden, darunter für die Restaurierung des Heiligblutwagens und die Sanierung des Kinderspielplatzes der TSG Fußballer.

Friedrich Wilhelm Raiffeisen, der Gründer der Genossenschaftsbewegung, dessen 200 Geburtstag vor kurzem gefeiert wurde, „hätte sich wohl nicht denken können was aus seiner Idee geworden ,“ schloss Stefan Scheffold seinen Bericht.

 

 

Der Comedy und Musiker nahm gleich nach seinem Betreten der Bühne die beiden Redner der Bank ob ihrer „mitreißenden Rhetorik“ mächtig auf die Schippe. Und dann ging es Schlag auf Schlag: Eineinhalb Tage habe er an einem speziellen Bad Wurzach Lied gearbeitet: „Bad Wurzach, Du bist wie Du bist.“ ?? Gespannte Erwartung im Publikum, aber da war es auch schon zu Ende.

Wie würde z.B. ein Besuch von Adolf Hitler beim Heilpraktiker beginnen, der ihm Globoli gegen sein ADHS verschreiben soll? „Heil Praktiker!“ Oder bei der Vorführung seiner Erfindung, dem Islam-Handy: „Das Display tief verschleiert.“ Besonders kreativ präsentiert sich „Deutschlands berühmtester Verb-Brecher, Silbenfischer und Vers-Sager“ (O-Ton Astor) bei seiner riesigen Prominenten-WG in Berlin. Jeder erwähnte Promi – und das waren verdammt viele – bekam sein sprachliches Fett weg. So konnte man etwa bei der Bundesverteidigungsministerin „immer was leihen“.

Astor singt von ungeduldigen Kindern auf dem Weg in den Urlaub bzw. von ungeduldigen Astronauten auf dem Weg zum Mars. „Wenn Humor, dann direkt vom Erzeuger“ lautet sein Credo. denn „I was made for Laughing you.“ Zu bekannten Original Liedern fällt ihm immer ein toller Nonsenstext ein. Da braucht der Weiße Hai eine „Sex Plomb“, der natürlich wehleidige männliche Löwe mit dem „Aua über dem Auge“ hat Wimper-Weh. Und wenn er sein „Baby you can leih my seiher?“ ins Mikrofon haucht, stehen den meisten bereits die Lachtränen in den Augen.

Richtig deftig wurde es bei seinem Senioren-Song: „Schick Schick mir a Rührei“ als Essen auf Rädern und „Es gibt Millionen von Zähnen“ als Grund dafür. Nicht fehlen durfte Howard Carpendale´s „Hello again“ aber natürlich erst, nachdem der Defibrillator Opa wieder neues Leben eingehaucht hatte.

Dass Willi Astor auch ganz anders kann, zeigte er bei seiner zweiten Zugabe: Mit dem Instrumentalstück „Nautilus“ entführte er mit seiner Gitarre auf der in Blau- und Grüntönen getauchte Bühne die Besucher des Forums durch die Kraft der Fantasie in unerforschte Unterwasserwelten.

Rasch wurden danach die Stühle der 520 Besucher zur Seite geräumt, um Platz für den gemütlichen Teil des Abends und für anregende Gespräche an einem der Stehtische zu schaffen.

 

Text und Bilder von Uli Gresser

 

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