29drkBad Wurzach - Neben den Wahlen und der Verabschiedung von Frank Fässler standen aber auch Ehrungen für 395 Jahre Ehrenamt im Dienste des Nächsten auf der Tagesordnung, wofür sich die Vereinsführung bei der Versammlung und den Geehrten sehr herzlich bedankte. Bild: Gemeinsam 135 Jahre im DRK tätig: Udo Neubauer (45 J), Cornelia Schmid (40 J) und Christa Heydrich (50 Jahre) jeweils mit Urkunde (v.l.) mit den Vorstandsmitgliedern August Hartmann, Nadine und Tobias Frey, Christa Müller-Angele und Cornelia Ludescher

 

DRK-Ortsvereinsvorsitzender August Hartmann konnte 45 Mitglieder zur diesjährigen Jahreshauptversammlung des Ortsverbandes im Adlersaal in Hauerz ebenso Rolf Butscher (Feuerwehr), Klaus Schütt (DLRG ) und Frank Golder, Leiter des Polizeipostens Bad Wurzach als Vertreter der weiteren Hilfsdienste und Institutionen begrüßen. Bürgermeister Roland Bürkle und die Ortsvorsteher Kurt Miller (Hauerz) und Thomas Wiest (Seibranz) sowie Monika Brugger von der Kreisbereitschaftsleitung des DRK und vom DRK-Pflegedienst Hildegard Hartmann vervollständigten die Gästeliste.


Mit einer Gedenkminute für den 2017 aus dem Leben geschiedenen ehemaligen Vorsitzenden des Ortsverbandes, Dr. Dietrich Abraham, der die Geschicke des Ortsverbandes von 1978-1981 bestimmte und danach von 1982-1991 ihm als stellvertretender Vorsitzender diente, eröffnete August Hartmann die diesjährige Hauptversammlung.


In seinem Tätigkeitsbericht ging Hartmann auf die verschiedenen Gruppen des Ortsvereines ein. Die 162 aktiven Mitglieder verteilten sich auf die Bereitschaft, Blutspenden, zwei Gruppen des Jugendrotkreuzes, der Sozialarbeit mit der Seniorengymnastik und dem Gesprächskreis für Pflegende Angehörige sowie dem Arbeitskreis Blutspende.


Der Gesprächskreis für Pflegende Angehörige habe im vergangenen Jahr wieder viele interessante Themen aufgegriffen. Er dankte den beiden Organisatorinnen Christa Heydrich und Maria Häckler, die zum Ende des Jahres aus dem Gremium ausgeschieden war für die seit 2005 geleistete Arbeit. Er freute sich, dass mit Susanne Boos eine Nachfolgerin aus den eigenen Reihen gefunden werden konnte. Sein Dank ging aber auch an Christa Haberhauer, die seit 2011 die Verantwortung für die Sozialarbeit getragen hatte und ebenfalls zum Ende 2017 aufhörte. Auch hier konnte die Nachfolge mit Silvia Neubauer und Rosi Rast intern geregelt werden.


„Wie in jedem Jahr ist die Zeit seit unserer letzten Jahreshauptversammlung im März 2017 für unseren DRK Ortsverein mit viel Arbeit und Anforderungen an die Einsatzbereitschaft unserer aktiven Mitglieder verbunden gewesen. Ich denke da an so Dinge wie das Frühlingsfest in Dietmanns,
den Blutfreitag, die ganzen Reitturniere und die vielen anderen Veranstaltungen welche unsere Unterstützung im Sanitätsdienst benötigten.“


„Auch in 2018 wird uns die Baumaßnahme an der Rettungswache, sowie unser neuer Küchenbereich noch den überwiegenden Teil des Jahres begleiten.“ Dafür dankte er Stadt und Stadtbauamt für das nicht selbstverständliche konstruktive Miteinander. Sorgen bereiten dem DRK-Vorsitzenden auch die Anpassungen im Sozialgesetzbuch bei der Kinder - und Jugendhilfe und die am 25.05. in Kraft tretende Datenschutzgrundverordnung, für deren Bewältigung er sich mehr Unterstützung von staatlicher Seite wünschen würde.„Umso mehr freut es mich das wir in unserem Ortsverein noch genügend sind um alle diese Dinge bearbeiten zu können.“


Tobias Frey, der seinen Jahresbericht mit einigen Fotos untermalte, berichtete für die Bereitschaftsleitung von 14 Einsätzen, darunter auch einem Flugzeugabsturz. Die Bandbreite der 23 Sanitätsdienste reichte dabei von 2 Helfern beim Theater Arnach bis zu 39 Helfern am Heiligblutfest. Dabei leisteten die ehrenamtlichen Helfer knapp 1100 Dienststunden. Die Helfer vor Ort (HVO) wurden 273 mal alarmiert, und hatten dabei 83 dokumentierte Einsätze zu leisten. Die Tendenz sei dabei stark zunehmend. Da der Ortsverband zuwenige Ausbilder habe, brauche er bei der Breitenausbildung personelle Unterstützung des Kreisverbandes. In 24 Erste-Hilfe-Kursen wurden im vergangenen Jahr 336 Teilnehmer ausgebildet.


Bei zwei Blutspende Terminen wurden 544 Konserven in Bad Wurzach gewonnen, dabei waren 39 Erstspender. In Seibranz ergaben ebenfalls zwei Termine 557 Blutkonserven, dabei spendeten 37 Personen erstmals Blut. Frey hält diese Ergebnisse für noch halbwegs stabil. Der Psychologische Dienst musste zu einem Unfall und zwei Suiziden ausrücken, viermal Todesnachrichten überbringen und 5 mal vergebliche Reanimationen betreuen.


Ungewöhnlich hoch war mit durchschnittlich 21 Teilnehmern das Interesse an den Dienstabenden, wofür sich Frey extra bedankte. Den SAN-Kurs absolvierten Marina Binzer und Susanne Boos, die zusätzlich auch noch den Kurs zum Sprechfunker absolvierte. Nick Leupolz, Vivian Neidenbach, Kaan Kara und Gabriel Hartmann absolvierten den Rettungssanitäter Kurs und können zukünftig die Arbeit der Bereitschaft unterstützen.


Julia Pätzold war für die Lebenshilfe bei sieben Fahrten mit jeweils sieben Fahrgästen mit dem Bus unterwegs. Gudrun Kaiser und Andrea Hartmann leiteten wieder die 46. DRK-Aktion „Licht für die alten“, bei der mehrere Teams des JRK 360 Personen an 13 Tagen besuchten und dabei 550 Stunden opferten, um Alten und Kranken in der Adventszeit eine Freude zu machen.


Cornelia Ludescher berichtete für das Jugendrotkreuz Bad Wurzach von 35 Gruppenabenden mit durchschnittlich 11 Jugendlichen. Highlights waren der DRK-Helfertag in Seibranz und natürlich das Zeltlager in Fuchsenloch. Weil die Vorplanungen für das Lager 2018 bereits liefen, waren die Reihen der Nachwuchsrotkreuzler bei der JHV stark gelichtet, berichtete Cornelia Ludescher. Weitere Aktivitäten des JRK waren die Beteiligung an den Blutspende Tagen, bei der Tombola am Stadtfest und am Blaulichttag im Rahmen des Kinderferienprogrammes. Nach zehn Jahren werden die Gruppenräume einer gründlichen Renovierung unterzogen werden.


Kassier Markus Wetzel fasste die wichtigsten Eckpunkte seines Berichtes in lustiger Reimform zusammen, ehe er bei den Zahlen wieder ernst wurde. Er konnte ein sattes Plus auf dem Konto verkünden. Kassenprüfer Edwin Krattenmacher hatte, da im Urlaub, eine schriftliche Erklärung „Kasse in Ordnung“ hinterlassen, die dem Hauerzer Ortsvorsteher als Grundlage diente, um die Entlastung des Vorstandes vorzunehmen, die dann erwartungsgemäß einstimmig ausfiel.


Den Haushaltsplan 2018 kommentierte Kassier Wetzel so: „Wir geben 2018 ziemlich genau doppelt so viel aus wie wir einnehmen.“ Die Ursache dafür liegt in der Bauverzögerung bei Rettungswache und Küchenumbau, weswegen die Kosten für die Baubeteiligung erst in diesem Jahr fällig werden. Die Versammlung stimmte dem genehmigungspflichtigen Zahlenwerk dennoch einstimmig zu. Kommentar Vorstand August Hartmann:„ Das geht, das kriegen wir hin.“


Beim Tagesordnungspunkt Wahlen votierten sieben der stimmberechtigten Mitglieder für geheime Wahlen, so dass laut Satzung des DRK Ortsverbandes die Ämterbestätigung von August Hartmann, Bürgermeister Roland Bürkle als 2. Vorsitzenden, Kassier Markus Wetzel, Schriftführer Roland Kaiser, dessen Stellvertreterin Cornelia Ludescher, Bereitschaftsarzt Dr. Ulrich Kuhn und der Vertreterin der Ortsgruppe Seibranz, Christa Müller-Angele per geheimer Wahl mit Stimmzettel durchgeführt werden musste.


Nach der erfolgreichen Wiederwahl aller Vorstandsmitglieder sagte August Hartmann an die Adresse der Nein-Sager: „Bitte stellt Euch zur Wahl. Der Posten bei der Bereitschaftsleitung z.B. ist derzeit offen.“ Der Bereitschaftsleiter sei automatisch auch Mitglied im Vorstand.


Monika Brugger berichtete von den Projekten aus dem Kreisverband. So werden der Bodenseekreis, der Altkreis Wangen und der Kreis Ravensburg zukünftig miteinander kooperieren. Der professionelle Rettungsdienst wird ausgebaut werden und für die Ausbildung von Helfern vor Ort wird viel Aufwand getrieben werden.



Bürgermeister Bürkle lobte in seinem Grußwort die sehr gute zusammenarbeit mit dem Ortsverein. Er bedauerte, dass es beim Umbau der Rettungswache und des DRK-Heimes wegen der Vollbeschäftigung ger Handwerker zu Verzögerungen gekommen sei. Als Anerkennung für die Einsätze soll das DRK in Bad Wurzach zukünftig ähnliche Aufwandsentschädigungen erhalten wie die Feuerwehr.


Susanne Boos und Marina Binzer wurden als Neumitglieder auf die Satzung verpflichtet.
Gudrun Kaiser ehrte die diensteifrigsten Mitglieder und sagte: „Ich finde es toll, dass im Durchschnitt 21 Personen bei den Dienstabenden dabei waren.“ Präsente für ihre treue erhielten Marina Binzer, Monika Brugger, Richard Brugger, Udo Neubauer und Gudrun Kaiser selbst.



Bei den Ehrungen für langjährige Mitglieder wurde geehrt:


Für 5 Jahre:
Ella Abele, Franziska Knödler, Jessica Knödler, Susanne Maucher, Monika Muth, Vivien Neidenbach, Josef Ringer, Simon Schindler, Nathalie Stadler und Julian Wetzel


Für 10 Jahre: Marion Merk und Julia Pätzold


Für 20 Jahre:
Ramona Brugger, Sandro Droth und Markus Wetzel


Für 30 Jahre: Volker Oelhaf und Barbara Roggors


Für 40 Jahre: Cornelia Schmid


Für 45 Jahre :Udo Neubauer


Christa Heydrich durfte für ihre 50 Jahre beim DRK nicht nur Präsente, Ehrennadel und Urkunde entgegennehmen, sondern sie wurde auch von der Versammlung mit stehenden Ovationen gebührend gefeiert.


Bei der Verabschiedung von Frank Fässler als Bereitschaftsleiter erzählte sein Nachfolger Tobias Frey: „Frank war der Grund, warum ich im Ortsverein als Jugendrotkreuzler angefangen habe.“ Sie beide seien 2005 als letzte Gruppe bei einem Leistungswettkampf erfolgreich gewesen, würdigte er die großen Verdienste von Frank Fässler. Als Team hätten sie auch bei der Bereitschaft sehr gut funktioniert, als Frank 2011 Bereitschaftsleiter wurde und er dessen Stellvertreter.

 

Text und Bilder von Uli Gresser
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