Bad Wurzach - Von sechs offiziell gemeldeten Kandidaten nutzten fünf die Gelegenheit, sich im Kurhaus der Bürgerschaft vorzustellen. Zwei Security-Mitarbeiter versperrten bald den Zugang zum Kurhaus. Hunderte interessierte Bürger bekamen keinen Zugang mehr. 

 

Bürgermeister Roland Bürkle („Vor 16 Jahren, bei meiner Kandidatur war es ebenso voll.“) moderierte die Veranstaltung und erläuterte die Regularien. Jeder Kandidat bekam 15 Minuten Rederecht, im Anschluss daran standen 10 Minuten Zeit zur Beantwortung von Fragen aus dem Publikum zur Verfügung. Ein erfreuliches Raunen ging durch den Saal, als Bürkle die Verhinderung von Friedi Müller bekanntgab. Während einer der Kandidaten redete, durften sich die Mitkandidaten nicht im Saal aufhalten.

 

 

Alexandra Scherer betont gleich zu Beginn das bürgerliche Engagement als Stärke Bad Wurzachs. Nach ihrer Vita erläuterte sie die Vorstellung ihrer Arbeit: offene Tür, offenes Ohr, überparteilich. Die allgegenwärtigen Themen wie Kurbetriebssanierung, Kurhauserhalt, Gewerbeentwicklung, schnelles Internet, Hallenbad, bezahlbare Bauplätze, Kinder- Jugend- und Seniorenangebote sind schon ihrem Empfehlungsflyer bekannt. Fördermittel an Land zu ziehen sind ihre Lieblingsbeschäftigung, sie ist mit Herzblut Bürgermeisterin.

 

Joachim Schnabel redet frei, ohne Konzept, und möchte all das was vom Gemeinderat beschlossen wurde als erstes angehen. Dabei setzt er auf Transparenz und erhofft sich die Zusammenarbeit mit der Bürgerschaft. Die Erfolge anderer Kurstädte sind Ansporn, um diese Kommunen um Hilfe zu bitten. Er steht für eine familienfreundliche Stadt. Nach dem Thema Jugend war dann irgendwann der Faden weg, um festzustellen, dass in Bad Wurzach Fachärzte fehlen.

 

Marcel Melchiors hat in seiner 12 jährigen Bundeswehr Zeit früh Führungsverantwortung übertragen bekommen. Er selbst erfährt täglich die Problematiken des langsamen Internets und der Organisation der Kinderbetreuung. Eine dauerhafte Bezuschussung der Kurbetriebe wird es mit ihm nicht geben. Beim Kurhaus sieht er eine Lösung, wenn das Restaurant auf ein Café verkleinert werden würde. Die Teilgemeinden sollen einen eigenen partizipierenden Haushalt zur freien Verfügung bereit gestellt bekommen.

 

Günter Beer ist von seinen Mandanten zu einer Kandidatur animiert worden. Eine Marionette begleitet seinen Vortrag. In vielen Entscheidungen sieht er das Rechtsstudium als vorteilhaft. Mit der Fertigstellung des Centerparks erwartet Beer eine touristische Schwemme in Bad Wurzach. Der Verkehr in der Innenstadt ist sein Kernthema, auch wenn er nicht ewig Bürgermeister bleiben möchte. Seine Kanzlei möchte er ruhend erhalten.

 

Steffen Deutschenbauer definiert Bad Wurzach als schönen Ort, mit dem es weiter vorwärts gehen soll. Als „Allgäuer Oberschwabe“ und in Bad Wurzach Geborener und aufgewachsenes Kind, zieht es ihn zu den Wurzeln zurück. Er möchte die Erneuerung und Neuausrichtung gemeinsam mit den Bürgern angehen. Seine Kernkompetenz sieht er in den Bereichen Wirtschaft, Führung und Gesundheit. Bad Wurzach profitiere zu wenig vom Wandel.

 

Ein ausführlicher Bericht folgt.

 

Für alle Bürger, die keinen Zugang mehr bekommen haben, bietet sich die Podiumsdiskussion der Schwäbischen Zeitung am 18. April, ebenfalls im Kurhaus, an. 

 

Bericht und Bilder Wolfgang Weiß

 

DSCF6159 578

 

 

DSCF6193 578

 

 

 

 

 

 

 

Submit to FacebookSubmit to Google PlusSubmit to Twitter
Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen Ok