Bad Wurzach - Veranstalter Wolfgang Weiss freute sich, dass auch bei seinem zweiten von ihm im Kapitelsaal von Maria Rosengarten veranstalteten Konzert wieder der Zuspruch so groß war, dass zusätzliche Bestuhlung herbei geschafft werden musste, um die große Nachfrage zu befriedigen.

 

Und so begann das Konzert des Monaco Swing Ensemble dann auch mit einem lustigen Spruch des Veranstalters, „die letzten drei Reihen sitzen auf den Stühlen des Gemeinderates und können sich bei der nächsten Wahl darum bewerben“. Und es endete auch mit einem solchen: Bei der Übergabe der kleinen Präsente an die Musiker – es gab Mozart-Kugeln – sagte er: „Was kann es Schöneres für einen Musiker geben als mit Mozart in Verbindung gebracht zu werden?“ Dazwischen gab es jede Menge „good vibrations“, was durchaus wörtlich zu nehmen ist. Denn die hervorragende Akustik des Saales ließ die Musik zum sinnlichen und entspannenden Genuss werden, der den Saal durchflutete.

 

Seit 2015 spielen die Musiker des Monaco Swing Ensemble aus München quer durch die Republik, der Musik von Django Reinhardt verschrieben und doch eigene, immer wieder neue musikalische Vorstellungen in ihrer Fantasie und vor ihrem inneren Auge. Die Melancholie des Gypsy-Jazz und anderer folklorischer Traditionen, präsentiert mit der unterhaltsamen Leichtigkeit einer Swing-Band.

 

Abwechslungsreich im Wechsel von Gypsy-Jazz, Klezmer, Valse und Musette gestalteten die jungen Musiker ihr Programm, gut ausbalanciert zwischen arrangierten Passagen und den Solis der einzelnen Instrumentalisten.

 

Dass die Musik den Nerv des Publikums trafen, bewies der häufig aufbrandende Applaus mitten im Stück, wenn ein Solist seinen Part beendete. Ob bei Kompositionen vom Erfinder des Gypsy Jazz, den Django Reinhardt in den 30er Jahren in Paris kreierte, oder vom „Petit fleur“ Komponisten Sydney Bechet mit seinem New Orleans Jazz, die fünf mit Bass, Rhythmus - und Sologitarre Klarinette, Bassklarinette und Saxophon angetretenen Musiker sorgten bei vielen Besuchern für „Gänsehautfeeling“ und ließen Erinnerungen an die Studiumszeiten wieder wach werden.

 

Das bekannteste Stück, das die Musiker an diesem Spätnachmittag in dem historischen Kapitelsaal spielten, war gleichzeitig auch das ruhigste: „My one and only love“, die von Guy Wood 1952 geschriebene Ballade gelangte im Arrangement von Nelson Riddle durch Frank Sinatra zu Weltruhm.

 

Aber auch mehrere Eigenkompositionen hatte das Monaco Swing Ensemble, das bereits zwei CD´s veröffentlicht hat, im Gepäck. Etwa etwa den „Schlawiner-Walzer“ mit dem sie den zweiten Teil ihres Programmes eröffneten.

 

Nicht weniger als drei Zugaben bekam das begeisterte Publikum von den Gypsy Swing – Klezmer – Jazz Musikern geboten. Kein schlechter Gegenwert für einige Mozartkugeln...

 

Text und Bilder von Uli Gresser

 

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