14geldbeutelBad Wurzach - Die Vorstandschaft, die Schaffer und auch einiges an Narrensamen der Bad Wurzacher Narrenzunft Riedmeckeler traf sich am Aschermittwochmorgen pünktlich um 11.11 Uhr zur traditionellen „Geldbeitlwäsch“ am Stadtbrunnen. Rund ein Dutzend Aufrechter verhalf – nach dem heißen Abgang von Hexe Käther am gestrigen Abend – nun der Fasnet noch zu einem würdigen Abgang.



Dick vermummt trafen sich einige Mitglieder der Vorstandschaft  – das Thermometer hatte morgends Temperaturen im zweistelligen Minusbereich angezeigt – zur berühmten Fasnetsuhrzeit, um mit warmen Wasser aus Plastikeimern, denn der Stadtbrunnen wird aus Sicherheitsgründen den Winter über abgelassen, ihre vom vielen Feiern leeren Geldbeutel zu waschen. Damit soll – dem alten Glauben zufolge – neues Geld in den Beutel zurückgespült werden.


Die abgelaufene Fasnetssaison war zwar kurz, aber sehr intensiv, sodass die Narren a.D. gerne auf die sonst üblichen Wasserspiele verzichteten, um so ihre eh schon strapazierten Immunsysteme ein wenig zu schonen. Denn ihre Arbeitskraft wird dabei noch einmal gebraucht. Die Geldbeitlwäsch ist nämlich nur die Kür: Der Hauptgrund, warum man sich am Stadtbrunnen traf war der letzte Arbeitseinsatz der Saison. Galt es doch die den Umzugsweg markierenden, in den Stadtfarben Rot, Gelb und Blau gehaltenen Fasnetsbändel, mit denen der Umzugsweg des Narrensprunges am Rosenmontag dekoriert war, wieder abzuhängen, damit den Straßen auch gleich wieder ein der Fastenzeit angemessenes Aussehen verliehen wird.


Ausgesprochen diszipliniert, zuvorkommend und einfallsreich ging es an der Wäscheleine beim Stadtbrunnen zu: Reichten die Damen und der Narrensamen mal nicht bis zur Leine hoch, halfen ihnen die großgewachsenen Jungs, ihren Beitl an der Leine aufzuhängen. Die Kinder schafften es auch manchmal selbst, indem sie auf dem Brunnenrand balancierten.


Bereits vor dem traditionellen Kässpatzenessen wurden dann die Fasnetsbändel eingesammelt, um sie mit den anderen Fasnetsutensilien bis zur nächsten Saison einzumotten. Was die Vertreibung des Winters angeht, auch in diesem Jahr kam er exakt zu der Zeit, in der die Narren ihn ja vertreiben wollten, da besteht Hoffnung: laut Wettervorhersage soll es zum Funkensonntag wärmer werden.

 

Text und Bilder von Uli Gresser
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