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Bad Wurzach - Petrus war gnädig mit den Narren in Bad Wurzach. Wie auf Bestellung liess er beim rosenmontäglichen Narrensprung die Sonne scheinen und sorgte mit den damit ausgeschütteten Glückshormonen für beste Laune bei Zuschauern und Hästrägern.

 

Nach einigen abgefeuerten Feuerwerkskörpern machte sich pünktlich um 13.33 Uhr der närrische Lindwurm vom Pfarrhaus aus, angeführt von der Stadtkapelle mit  einer fast arbeitslosen Dirigentin und dem Narrensamen  von Riedmeckeler, Moorweible, Schnepfe und Muetes iauf den Weg durch die Stadt.

Beliebte Orte für Hexenpyramiden und Hexenbobfahren waren die jeweiligen Sprecherpositionen, besonders beim Rathaus. Nicht so richtig angenommen wurde die dortige „Ehrentribüne“ von der Prominenz. Einzig Bürgermeister Bürkle war zu Umzugsbeginn vor Ort, sodaß die Ladepritsche des LKW´s schon bald als Aufbewahrungsort für Guatsle und Ofanudla wurde, die dem dortigen Sprecherpaar zugeworfen wurde. Und einige weibliche Hästräger konnten nach erfüllter Pflicht als Kür den Zug in sitzender Position verfolgen. Und das Stadtoberhaupt konnte unerkannt und ganz entspannt das närrische Geschehen verfolgen.
 
Ach ja, das vorab ausgesprochene Konfettiverbot hielt die Hästräger nicht davon ab, Bekannten oder Unbekannten, vornehmlich natürlich jungen Mädchen mit schöner Haarpracht diese mit den Abfallprodukten aus den nach wie vor noch nicht papierlosen Büros zu „verzieren“  

Geklaute Schuhe oder als Unterlage für spontane Narrenpyramiden zu dienen, die Mädchen trugens mit Fassung und das oft mehrreihig den etwa zwei Kilometerlangen Umzugsweg säumende „Jecke“-Volk freute sich.

Die Deifelshexa vom Memmingerberg riefen mit einem Transparent „Gemeinsam für das Brauchtum und gegen Gewalt“ für eine friedliche Fasnet ohne Gewaltexzesse auf, zu denen es mancherorts schon gekommen ist.

Ob Teufels- Wald-, Wetter- oder Blätterhex, ob Schoafsböck, Baadgoischdr, Langjupp oder Chadlohs, Bären Gorillas oder Budelhond, alle Akteure lieferten mit ihren Pyramiden und anderen Aktionen und gemeinsam mit den vielen Schalmeien-, Fanfarenzügen, den Guggemusiken und Lumpenkapellen den begeisterten Zaungästen in den zwei Stunden eine tolle Show und liessen es im Anschluss in den Discozelten und den Gaststätten noch einmal so richtig Krachen.

Denn am Aschermittwoch ist bekanntlich wieder alles vorbei...

Bericht von Uli Gresser, Bilder von Uli Gresser und Jürgen Spoecker

Bildalbum Uli Gresser

Bildalbum Jürgen Spoecker

 

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