Stadtwerkstatt

Bad Wurzach -  Rund 80 Bürger haben am Mittwochabend bei der zweiten Stadtwerkstatt teilgenommen. Nach einer ersten Veranstaltung in 2013 und der Zustimmung zu einem Zielkatalog durch den Gemeinderat galt es in vier Handlungsfeldern die nächsten Schritte zu definieren und priorisieren.

 

In vier Arbeitsgruppen wurden unter Anleitung von vier CIMA Moderatoren Ideen zu den vier im Rahmen des bisherigen Prozesses definierten Handlungsfeldern

1.Organisation/ Marketing /Kommunikation,

2. Angebot

3. Stadtbild/Atmosphäre

und 4. IdentitätImage/ Ortsteile

gesammelt und eine Prioritätenliste erstellt.

Christian Hörmann stellte den Anwesenden zu Beginn der Veranstaltung noch einmal im Schnelldurchlauf die vier zentralen Handlungsfelder des Prozesses vor. Den aus den Ergebnissen der letzten Stadtwerkstatt erstellten Zielkatalog hatte der Gemeinderat in einer seiner letzten Sitzungen verabschiedet.

Mit der zweiten Stadtwerkstatt sollten die Ergebnisse nun vertieft und auf Realisierbarkeit hinterfragt werden. Darüberhinaus sollten die Teilnehmer ein Meinungsbild liefern, welche Massnahmen dringend, welche mittelfristig und welche langfristig durchgeführt werden sollten.

Um ein möglichst neutrales, unvoreingenommenes Meinungsbild zu erhalten, wurde den Teilnehmern mit unterschiedlich farbigen Rittersport Minis per Blind-Date Entscheidung die Entscheidung für eine der Gruppen versüsst.

Bürgermeister Roland Bürkle sagte in seiner Begrüssung , die Stadt spüre den Konkurrenzdruck und Wettbewerb. Gleichwohl sieht er den Prozess auf einem guten Weg. Mit Experten und der Bürgerschaft wolle man die gesammelten Ideen und Massnahmen diskutieren. Etwa Mitte des Jahres soll das Konzept stehen, sodass die Arbeit der Umsetzung der Massnahmen des auf 10 Jahre angelegten Prozesses beginnen kann.

Sein besonderer Dank galt in diesem Zusammenhang Frank Högerle, der bisher für die Koordination bei der Stadtverwaltung zuständig war und demnächst seine neue Stelle bei der Gemeinde Argenbühl antreten wird. Als dessen Nachfolger konnte Bürkle an diesem Abend Martin Tapper vorstellen.

Die Prioritäten der ersten Gruppe „Organisation/ Marketing /Kommunikation" lagen eindeutig bei der Bildung einer Strategiegruppe Marketing, im Bereich Organisationskonzeptentwicklung und der Erstellung einer Broschüre „Unser Wurzach" mit allen relevanten Daten. Die zweite Gruppe „Angebot" setzte vor allem gastronomische Defizite, die Vereinheitlichung der Ladenöffnungszeiten, einen zentral geführten Veranstaltungskalender und lückenloses Radwegenetz ganz nach oben bei ihrer Prioritätenliste, die als kurzfristige Massnahmen realisiert werden sollten. Daneben sehen die Bürger mittelfristig im Bereich Wirtschaftsförderung und grossen Handlungsbedarf.

Für die dritte Gruppe Stadtbild Atmosphäre stand ein innenstadtnaher Jugendbereich und ein innerstädtisches Beleuchtungskonzept ganz oben auf der Agenda, viele blaue – für die Wichtigkeit – und gelbe Punkte – für die schnelle Umsetzbarkeit – erhielten auch die Wiedereinführung des Kultursommers und ein effektives Hundekotbeseitigungssystem. Favoriten bei der vierten Gruppe „Identität/ Image/ Ortsteile" waren vor allem ein Willkommenspaket für Neubürger, ein Marktbus zum Wochenmarkt am Donnerstag und das Freibad von Hauerz.

Christian Hörmann erklärte zum Abschluss das weitere Verfahren: Aus den gesammelten Ideen wird die Agentur CIMA eine Dringlichkeits- und Massnahmenliste zusammenstellen, nachdem die Bewertungen diskutiert wurden. Daraus werde dann ein Empfehlungspapier für den Gemeinderat zusammengestellt.

Rudolf Sauter forderte bei der anschliessenden Diskussion eine bessere Einbindung der Bevölkerung beim Prozess und eine bessere Kommunikation. Hörmann antwortete darauf, das es nicht wichtig sei, ob sich 60 oder 100 Leute für eine Massnahme setzen würden. Entscheidend sei, dass sie umgesetzt werde, dann seien am Ende alle froh. Friedrich Thorsten Müller warnte vor Entäuschungen in der Bevölkerung. Mit den bei der Stadtwerkstatt gesammelten Ideen würden Erwartungshaltungen bei den Leuten geweckt, die dann enttäuscht würden, wenn die massnahmen nicht realisiert werden könnten. Hörmann sah dies anders. Ohne zwang könne man in dieser Phase sich ein Meinungsbild verschaffen. Wichtig sei, wenn etwas nicht komme, eine transparente Kommunikation.

Zum Abschluss dankte Bürgermeister Bürkle den vier Moderatoren, neben Christian Hörmann waren Kerstin Mahrenholtz, Kathrin Schmittnägel und Christian Kramer von CIMA nach Bad Wurzach gekommen.

 

Bericht und Bilder Uli Gresser

Ihr Leserbrief zu diesem Thema

 

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