Torfwerkshockete

Bad Wurzach - Wie immer am 2. Augustsonntag stieg beim Oberschwäbischen Torfmuseum, dem ehemaligen Zeiler Torfwerk die allseits beliebte Torfwerkshockete. Die Hockete, ursprünglich zur Anschubfinanzierung von Bähnle und Museum vorgesehen, hat sich inzwischen zum weit über die Grenzen des Landkreises hinaus bekannten Museumsfest gemausert.

Bevor die zahlreichen Helfer des Heimatvereins „Wurzen" an diesem zu Beginn wettermäßig eher durchwachsenen Sonntagmorgen an die Festvorbereitungen gehen konnten, hatten sie erst einmal eine Begegnung der besonderen Art: Eine Wespenkolonie hatte unter einem der das Jahr über selten genutzten Tische ihr Nest gebaut, das erst einmal mithilfe eines Staubsaugers entsorgt werden musste.

Das Highlight des Festes zog, dank idealem Wetter ab Mittag wie in jedem Jahr wieder die Besuchermassen an. Zeitweise standen die Passagiere schon lange vor der Rückkunft des Bähnles vom ehemaligen Torfabbaugebiet am Schienenstrang, um ja bei der nächsten Fahrt mit dabei zu sein.

Mit dabei war in diesem Jahr auch der Bundestagsabgeordnete aus dem hiesigen Wahlkreis, Josef Rief, der sich gemeinsam mit Bürgermeister Roland Bürkle einige der von den fleissigen Helfern des Vereins kredenzten Spezialitäten schmecken liess. So viele Besucher wie noch nie konnte Vorstand Winfried Vincon bei der Hockete begrüssen, der im März bei der Hauptversammlung neugewählte Kassier Andreas Stangel konnte sich über einen mehr als gelungenen Einstand freuen. Mit seinen Teil dazu trug auch der BODO-Express bei, der viele Besucher im Stundentakt auf der Schiene nach Bad Wurzach brachte. 

Neben den lukullischen Genüssen wurden aber auch Führungen durchs Museum und entlang dem Torflehrpfad angeboten. Das Museum selbst hatte seit der letzten Torfwerkshockete im vergangenen Jahr wieder eine neue Station erhalten: Im Zweiten Weltkrieg, 1942, war das Ried Übungsgebiet der deutschen Luftwaffe gewesen, was nun mit Fotos und Dokumenten im Museum dokumentiert wurde. Weil so eine Wanderung bzw Fahrt an der frischen Luft bekanntlich Appetit machen, konnten die Gäste sich in uriger Atmosphäre, die Biertischgarnituren im Lokschuppen waren direkt auf den Gleisen aufgestellt, mit dem berühmten Torfarbeiteressen stärken. 

Egal ob Einheimische oder Gäste von weiterher, alle freuten sich an dem reichhaltigen Angebot oder einfach darüber mit alten Bekannten mal wieder ein Schwätzchen halten zu können.


Bericht und Fotos von Uli Gresser

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