MVM
Mühlhausen
- Wieder einmal ein volles Haus bescherte der traditionelle Termin des Weihnachtskonzertes den Mühlhauser Musikanten am ersten Weihnachtsfeiertag.

 

Um bei diesem Konzert einen guten Platz zu ergattern, muss man sich schon früh in die Festhalle nach Mühlhausen bemühen. Bereits eine halbe Stunde vor Konzertbeginn finden sich nur noch einzelne Plätze.

Zu Gast war in diesem Jahr die Nachbarkapelle aus Eggmannsried unter Leitung von Bernd Butscher. Diese hatten vier Wochen vorher ihr eigenes Jahreskonzert in Unterschwarzach bestritten. So fanden sich auch viele Stücke aus diesem Konzert wieder auf dem Programm.

Nach einer kurzen Begrüßung durch Anna Denzel wurde das Konzert standesgemäß mit 'A little Opening' eröffnet. In 'Silverado' verstanden es die Eggmannsrieder, Westernluft in den Konzertsaal zu bringen. 'Rhapsodia' beschrieb musikalisch den Kampf eines tollkühnen Helden, der um eine schöne Königstochter wirbt. Großes Kino kam mit den Highlights aus dem Soundtrack 'Avatar' auf die Bühne. Und das mit vollem Sound, der nicht einmal 30 Musikanten aus Eggmannsried. Zum Abschlussmarsch 'Carpe diem' - übersetzt 'Nutze den Tag' wusste Ansagerin Sandra Gütler nette Anekdoten ihrer Kollegen aus den Reihen der Kapelle.

Debutant aus den Reihen der Eggmannsrieder war an diesem Abend Florian Straub. Er ist frisch gewählter Vorstand und hatte die Ehre, Dankesworte an Musikkameraden und Gastgeber zu richten und die anschließende (überraschende) Polka 'Zärtlichkeiten' von Franz Watz anzusagen. Nach reichlich Applaus und Zugaberufen, liessen sich die Eggmannsrieder nicht lange bitten und legten noch einen Zugabemarsch drauf.

Ein Marsch mit fast unaussprechlichem Namen eröffnete den zweiten Teil des Abends. 'Nasim Hranicárum' - ein tschechischer Marsch in Bearbeitung des legendären Siegfried Rundel, holte die Gäste wieder musikalisch aus der Pause ab. In 'Flashing winds' kam laut Ansagerin Lisa Merk, kein Instrument zu kurz. Mittels vieler Taktwechsel hält Komponist Jan van der Roost die Spieler und Zuhörer auf Trab.

Die bizarre Vulkanlandschaft Lanzarotes inspirierte Markus Götz zu seinem Werk 'Montanas del Fuego'. Mit diesem Stück präsentierte sich die Mühlhauser Kapelle im Sommer den Wertungsrichtern ganz früh morgens beim Wertungsspiel in Unteressendorf. Dass sich die Kapelle intensivst mit dem Stück auseinandergesetzt hat, war deutlich zu hören. Ein perfekter und präziser Vortrag mit vollem Klang.

'Was mein Gott will' - ein Choral aus der Matthäus Passion inspirierte Thiemo Kraas zum Stück 'Mosaichoralmente'. Wie der Titel vermuten lässt, waren hier viele verschiedene musikalische Mosaiksteinchen zu einem wirren und bunten Bild verschmolzen. 'La Storia' brachte wieder einmal ein altbekanntes Stück von Jacob de Haan auf die Bühne und ließ wieder die gute Qualität des Orchesters um Ulrike Hänle mit homogenen Gesamtklang erklingen.

In dem berühmten Pop-Titel 'Music' beschreibt John Miles seine Liebe zur Musik. It was my first love and it will be my last...es war meine erste Liebe und es wird meine letzte Liebe sein. Vorständin Anna Denzel bedankte sich bei der Gastkapelle aus Eggmannsried, den Helfern rund um das Konzert und stellte gleich noch Alexander Branz an der Posaune und Christopher Reder am Tenorhorn vor, die ihr erstes Konzert in Mühlhausen mitspielen durften. Daran anschließend erklang ein kurzer Zugabemarsch, ehe es dunkel in der Halle wurde und Kapelle und Gäste traditionelle miteinaner 'Stille Nacht' sangen.

 

Text und Fotos Anja Vinçon

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