Bad Wurzach - Es vergeht kein Tag, an dem nicht über Flüchtlinge und Asylsuchende in der Presse berichtet wird und über die Probleme, die mit dem Anwachsen des Zustroms in unser Land einhergehen. Auch Bad Wurzach wird weiterhin Menschen, die aus den vielfältigsten Gründen ihre Heimat verlassen haben, aufnehmen müssen.


Diese Aufgabe kann die Gemeinde nicht alleine stemmen, sondern sie ist auf Unterstützung von Helfern, wie denen, die sich im Arbeitskreis Asyl engagieren ebenso angewiesen, wie auf die Schulen, in die vermehrt Flüchtlings- oder Asylantenkinder kommen.

Obwohl wir als Schulen Verständnis dafür haben, dass es Mitbürger gibt, die diese Entwicklung mit Sorge sehen und der derzeitigen Aufnahmepolitik äußerst kritisch gegenüberstehen, wollen wir nicht schweigen, wenn dies dazu führt, dass Menschen angegriffen und verunglimpft werden.
Wir denken es ist Zeit, dass wir uns als Schulen zu Wort zu melden und Gesicht zeigen.

Wir unterstützen ausdrücklich alle Bemühungen, die ein friedliches, von Toleranz und
gegenseitigem Respekt geprägtes Zusammenleben aller Kulturen, Religionen, Nationalitäten und Rassen ermöglichen und stellen uns daher voll hinter die engagierte Arbeit aller Ehrenamtlicher in Bad Wurzach, die sich um dieses friedliche Miteinander bemühen. Sind diese doch ein lebendiges Beispiel für gelebte Demokratie, im Sinne von Verantwortungs-übernahme für andere und das Gemeinwesen, sowie für Toleranz und Weltoffenheit. Werte, die wir in unseren Schulen nicht nur zu vermitteln, sondern auch tagtäglich zu leben versuchen und für die wir, wenn wir sie in Gefahr sehen, wenn nötig, auch öffentlich eintreten.

Täten wir dies nicht, wie glaubhaft wären wir dann, wenn wir in unserem Unterricht von „Leben in der einen Welt“ sprechen und von der Verantwortung, die wir gegenüber Anderen, insbesondere Notleidenden haben und von „kultureller Vielfalt“, die unsere Schüler als Bereicherung und Chance sehen und begreifen sollen?

Wir stehen weder hinter einer ungebremsten Aufnahme von Flüchtlingen und Asylsuchenden noch hinter einer totalen Abschottung oder anderer Maßnahmen, die die Politik erwägt.
Unser Anliegen heißt: Treten wir gemeinsam für die Würde des Menschen ein. Diese ist unantastbar, sowohl die des Flüchtlings oder Asylsuchenden als auch desjenigen, der sich für ihn einsetzt, nicht irgendwo, sondern hier bei uns in Bad Wurzach!


Die Rektoren und Rektorinnen der Bad Wurzacher Schulen
 

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