Landkreis Ravensburg - Im Landkreis Ravensburg gibt es momentan noch freie Plätze in anerkannten Ausbildungsbetrieben. Der Berufsabschluss ist „ Hauswirtschafter/in“.

Für die Ausbildung zur Hauswirtschafterin und zur Meisterin können Informationen bei Frau Kraußmüller eingeholt werden.

 

Der Kurs dauert zwei Jahre, der Unterricht findet montags und dienstags statt und beginnt im November 2015.

Anmeldeunterlagen:

Fachschule für Landwirtschaft, Fachrichtung Hauswirtschaft Schillerstraße 34 88339 Bad Waldsee

07524-9748 6410

LWBW@landkreis-ravensburg.de

 

Hauswirtschaft schafft Zukunft - Ein Interview

Frau Guendel absolvierte im Jahr 2011 die Meisterprüfung in der Hauswirtschaft an der Fachschule in Bad Waldsee.

Sie hat inzwischen verschiedene berufliche Stationen durchlaufen und sich als Führungskraft etabliert.

 

Frau Guendel, Sie haben vor 4 Jahren die Prüfung zur Meisterin der Hauswirtschaft abgelegt und sind seit einiger Zeit bei einer Dienstleistungsfirma für die Sauberkeit der Neuen Messe in Friedrichshafen zuständig. Hauswirtschaft war nicht immer Ihr Ding. Sie haben eine Ausbildung zur Fachberaterin für Fitness und Freizeit und hatten die Filialleitung einer Backfiliale unter sich – um nur 2 Dinge zu nennen.

Wie hat sich Ihr beruflicher Werdegang gestaltet?

Gleich nach Abschluss der Meisterausbildung habe ich einen hauswirtschaftlichen Fachservice gegründet und meine Dienstleistungen v.a. in privaten Haushalten angeboten. Gewerbliche Objekte sind schwer zu bekommen, da die Konkurrenz groß ist.

Nach 3 Jahren Selbstständigkeit bin ich seit einiger Zeit als Objektleitung bei Lattemann und Geiger tätig. Ich bin auf der Neuen Messe in FN für die Koordination und Kontrolle der Reinigung zuständig.

Wir haben den Auftrag, 12 Messehallen, die Verwaltungsgebäude, die Eingänge, eine Reihe von WC-Anlagen und den Parkplatz in Ordnung zu halten.

Während Messen veranstaltet werden, bin ich für ca. 80 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zuständig, in den Zeiten, in denen z.B. nur der Kongressbetrieb läuft, reinigen 30 Mitarbeiter.

 

Was war der Impuls zur Ausbildung in der Hauswirtschaft?

Die Vielseitigkeit und die praktische Tätigkeit haben mich zur Hauswirtschaft gebracht.

Ich dachte, mit der Ausbildung kann ich nichts falsch machen, da die Ausbildungsinhalte täglich umgesetzt werden können.

 

Sie haben den Berufsabschluss Hauswirtschafterin gemacht. Wie kam die Entscheidung, die Meisterausbildung anzuschließen.

Ich hatte damals bereits in der Bäckerei Führungsaufgaben und wollte diese vertiefen, um mich auf dem Arbeitsmarkt noch besser etablieren zu können.

 

Was muss man Ihrer Meinung nach mitbringen, damit die Weiterbildung zur Meisterin gelingt?

Neben dem breitgefächerten Fachwissen sollte man auch die Kompetenzen einer Führungskraft mitbringen, wie z. B. Sicheres Auftreten, Einfühlungsvermögen und die Fähigkeit, Mitarbeiter motivieren und fördern zu können.

Führung kann man lernen, wenn man in der Lage ist, seine Vorstellungen genau zu definieren, ein gesundes Selbstvertrauen mitbringt und sich traut seinen Standpunkt zu vertreten.

Natürlich muss mit der Zeit auch ein Gespür für die Mitarbeiter entwickelt werden, um jeden entsprechend fördern zu können. Ein Anzeichen für gute Führung ist für mich, wenn die MA gerne zur Arbeit gehen und einen Teamgeist entwickeln.

 

Welche Unterrichtsinhalte waren für Ihren Berufsweg wegweisend?

Prinzipiell waren alle Fächer wichtig. Rückblickend habe ich die betriebswirtschaftlichen Fächer wie Personalwirtschaft oder Recht und Steuern in meiner bisherigen Tätigkeit als am wichtigsten empfunden. Ich denke aber, dass das bei jedem anders ist. Als Küchen- oder Hauswirtschaftsleitung sind eher Lebensmittelkunde oder Hauswirtschaftliche Betreuungsleistungen im Berufsalltag wichtig.

 

Wie setzen Sie das Gelernte in Ihren Berufsalltag um?

In der Meisterschule habe ich gelernt mit System zu arbeiten. So kann ich nach einer kurzen Besichtigung recht gut einschätzen, wie viel Zeit für die Arbeit kalkuliert werden muss. 

Bei den ersten Bewerbungsgesprächen haben mir die Unterrichtsaufschriebe als Leitfaden gedient. 

Eigentlich setze ich das Gelernte täglich um, weil immer mit hauswirtschaftlichem Handeln konfrontiert werde. Sei es beim richtigen Einsatz von Reinigungsmitteln oder bei der Zubereitung des Mittagessens.

Es gefällt mir außerdem, dass ich als Meisterin der Hauswirtschaft auch für Familie und Freunde Ansprechpartnerin bin, wenn sie Haushaltstipps brauchen.

 

Welche Empfehlungen geben Sie interessierten Frauen, die sich für die Ausbildung in der Hauswirtschaft interessieren?

Die Ausbildung ist spannend, abwechslungsreich und vielseitig. Die praktischen Einheiten bringen sehr viel für die Zukunft. Sicher ist es zeitweise anstrengend oder man meint, man braucht diesen Unterrichtsstoff nie wieder. Aber das ist nicht so. Hauswirtschaft ist immer präsent. Mit der Weiterbildung zur Meisterin oder zum Meister ist man gut gerüstet.

 

Der Unterricht fand nur an 2 Tagen in der Woche statt, sodass Sie mit einem Teilzeitvertrag Geld verdienen konnten.

Wie haben Sie die Schulzeit und Ihre Berufstätigkeit in den 2 Schuljahren vereinbart?

Ich habe in einem Altenheim gearbeitet und konnte meine freien Tage gut auf die Schultage legen. Gegen Ende der Ausbildung habe ich dann die Stunden reduziert, damit ich mich um das Meisterprojekt kümmern konnte. Aber im Großen und Ganzen war alles recht gut unter einen Hut zu bekommen.

 

Kann man als Meisterin seinen Lebensunterhalt verdienen?

Ja, auf jeden Fall. Man darf sich nur nie unter Wert verkaufen. Und mit der Weiterbildung zur Meisterin hat man die Möglichkeit in vielen Branchen einzusteigen. Die Hauswirtschaft wird schließlich überall gebraucht.

 

 

Waltraud Kraußmüller ist Ausbildungsberaterin für die Berufe der Hauswirtschaft.

Im Landkreis Ravensburg gibt es momentan noch freie Plätze in anerkannten Ausbildungsbetrieben. Der Berufsabschluss ist „ Hauswirtschafter/in“.

Für die Ausbildung zur Hauswirtschafterin und zur Meisterin können Informationen bei ihr eingeholt werden.

 

Zugangsvoraussetzungen für die Meisterausbildung sind entweder die Berufsausbildung als Hauswirtschafter/in oder eine mindestens vierjährige Berufspraxis mit Fach- und Führungsaufgaben im hauswirtschaftlichen Bereich sowie eine dreimonatige Tätigkeit in einem Großhaushalt.

Der Kurs dauert 2 Jahre, der Unterricht findet montags und dienstags statt und beginnt im November 2015.

Anmeldeunterlagen:

Fachschule für Landwirtschaft, Fachrichtung Hauswirtschaft Schillerstraße 34 88339 Bad Waldsee
07524-9748 6410

 

Die Fragen stellte Waltraud Kraußmüller

Die Genehmigung zur Verwendung liegt vor.

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