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Arnach/Bad Wurzach - Zu ihrer diesjährigen Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Bad Wurzach kamen 177 (von 285) stimmberechtigte Feuerwehrleute in die Turn- und Festhalle Arnach. Ihr oberster Dienstherr Bürgermeister Roland Bürkle musste angesichts der vielen Neuaufnahmen, Beförderungen und Ehrungen an diesem Abend viele Hände schütteln. Wilfried Vonier, der 25 Jahre die Seibranzer Wehr leitete, wurde zum Ehrenkommandanten ernannt und zum stellvertretenden Kommandanten der Gesamtfeuerwehr gewählt. Im Bild Kommandant Fesseler(l.) mit dem Nachfolger Wilfried Vonier des bisherigen stellvertretenden Kommandanten Gottfried Hierlemann (2.v.r.) und ganz rechts Bürgermeister Roland Bürkle

 

Kommandant Norbert Fesseler konnte neben Kreisbrandmeister Oliver Surbeck, den Kreisfeuerwehrverbandsvorsitzenden Walter Kuon, Paul Riss als Feuerwehrverantwortlichen bei der Stadtverwaltung auch zahlreiche Gemeinderäte und Ortsvorsteher zur diesjährigen Hauptversammlung der Bad Wurzacher Gesamtfeuerwehr begrüssen.

Ortsvorstehr Mike Rauneker, lobte als Hausherr den „unschätzbaren Beitrag der Feuerwehr zum Gemeinwohl" die eine tragende Stütze des Gemeindelebens sei.

David Heinrich von der Jugendfeuerwehr eröffnete die Reihe der Jahresberichte. Insgesamt 37 Termine auf Landkreisebene wie z.B. Kreisfeuerwehrtag, der Hauptversammlung der Kreisjugendfeuerwehr, der Teilnahme am Orientierungslauf der JF Leutkirch, oder die Teilnahme am Jubiläum des DRK Bad Wurzach bzw die Organisation des Quietsche Entchen Rennens am Stadtfest standen an Veranstaltungen bei der JF Bad Wurzach zu Buche.

16 Proben mit einem Probenbesuch von 76 % führten die Jugendfeuerwehrler durch. Den aktuell 36 Jugendlichen standen 2014 21 Helfer zur Seite. Nach einer sparsamen Haushaltsführung und einigen gut verlaufenen Veranstaltungen konnte Kassenwart Martin Walter ein dickes Plus in der Kasse der Jugendfeuerwehr vermelden.

Kommandant Norbert Fesseler berichtete in seinem Jahresbericht für die Abteilung Stadt u.a. von 7 Brandeinsätzen, 6 Ölspurbeseitigungen, 6 Verkehrsunfällen und einem Hochwassereinsatz. Darüberhinaus leistete die Stadtwehr 19 technische Hilfeleistungen wie Sturmeinsätze, 4 Türöffnungen, 3 Sicherheitswachdienste und 4 Absperrdienste. 10 mal musste die Wehr zu Fehl- bzw Täuschalarmen ausrücken. Insgesamt leistete die Abteilung Stadt 2014 63 Einsätze.

Den spektakulärsten Fall, der auf großes Medieninteresse stieß, war der Einsatz bei dem mehrere Kühe über den Heustock einer Landwirtschaft ins Dachgeschoss des Wohnteils gelangten und im Treppenhaus 2 Stockwerke tief abstürzten.

Neben 23 Regelproben nahmen die Wurzacher Feuerwehrleute an vielen Sonderproben und Übungen teil, u.a. die Gefahrgutübung des Gefahrgutzuges Allgäu und die Katastrophenschutzübung des Landkreises. Ausserdem nahmen viele Wurzacher an Weiterbildungen und Lehrgängen teil. Nach zwei Abgängen und einem Zugang zählte die Abteilung Stadt zum Jahresende von 2014 65 Feuerwehrangehörige.

Clemens Dick (Arnach), Ewald Bodenmiller (Eintürnen), Alfred Wirth (Haidgau), Gottfried Hierlemann (Dietmannns), Hans Peter Frehner (Hauerz), Clemens Hierlemann (Ziegelbach), Wilfried Vonier (Seibranz) und Norbert Koch (Gospoldshofen) liessen noch einmal das Jahr mit ihren Regelproben, Weiterbildungen und – Gott sei Dank – relativ wenig Ernstfällen für ihre Abteilungen Revue passieren.

Josef Merk konnte für seine Abteilung Unterschwarzach Erfreuliches berichten: Vor wenigen Tagen erhielt die Wehr ihr neues Fahrzeug, ein TSFW. Er lud alle zur Einweihung von Fahrzeug und neuem Feuerwehrhaus am 10.Mai ein. Für Bau und Fahrzeugbeschaffung hatten die 21 Feuerwehrmänner bisher insgesamt 2281 Arbeitsstunden geleistet.

Ein leichtes Plus verzeichnen konnte Karl-August Mohr, seit 26 Jahren Kassier der Feuerwehr Bad Wurzach, dem Kassenprüfer Wilfried Vonier eine einwandfreie Kassenführung bescheinigte, sodaß die einstimmig vorgenommene Entlastung eine reine Formsache wurde.

Kommandant Fesseler, Herr über 285 aktive Feuerwehrleute in der Großgemeinde Bad Wurzach fasste zum Abschluss der Berichte zusammen: Insgesamt 141 Einsätze gab es in Summe alle Abteilungen: Bei 9 Bränden, 45 technischen Hilfeleistungen (davon 2 Gefahrguteinsätze), 6 Verkehrsunfälle, 7 technische Hilfeleistungen, 76 sonstige Einsätze, wie Absperr- und Wachdienste, sowie 11 Fehlalarme rückten Feuerwehrleute aus. Er freute sich daß das Unterschwarzacher TSF-W endlich bereit steht., bedauerte aber daß 2014 nicht wie geplant kein weiteres Fahrzeug beschafft werden konnte, weil die benötigten Landesmittel nicht flossen. Für 2015 sei aber die Ersatzbeschaffung eines weiteren Fahrzeuges bereits vorgesehen, der entsprechende Zuschussantrag bereits gestellt.

Er rechnete vor, daß ohne die Freiwilligen Feuerwehren, in Deutschland sind über 1 Million Mitglieder bei den Freiwilligen Feuerwehren aktiv, allein im Landkreis 3380, die Kommunen Unsummen für Brandschutz, Hilfeleistung und Katastrophenschutz aufbringen. Ein Löschzug mit 18 Mann kostete eine Kommune allein im Jahr 3,2 Mio Euro, und daß mit einem Löschzug allein nicht weit komme, habe der Brand in Rupprechts vor kuzem deutlich gezeigt.„Ohne dieses große bürgerschaftliche Engagement im ehrenamtlichen Dienst wäre es mit Schutz und Sicherheit in vielen Kommunen unserer Republik nicht weit her."

Der Feuerwehrbedarfsplan war ein weiteres Schwerpunktthema an diesem Abend, nicht nur bei Norbert Fesseler. Auch für Bürgermeister Bürkle stellt dieser eine große, auch finanzielle, Herausforderung für die Stadt dar. Er attestierte der Wurzacher Wehr eine gute Leistungsbilanz, „die auf beeindruckende Art den Schutz der Bevölkerung garantiert." Dank sei hier keine Pflicht sondern käme von ganzem Herzen. Er sei dankbar für die Ausbildungsbereitschaft auch der Jungen, denn immer mehr Führungskräfte kämen aus der Jugendfeuerwehr nach.

Mit Geschenken bedankte er sich bei von seinem Amt als Stellvertreter des Gesamtkommandanten zurücktretenden Gottfried Hierlemann und gratulierte dessen Nachfolger Wilfried Vonier, der in geheimer Wahl mit 141 Stimmen gegenüber seinem Mitbewerber Ewald Bodenmiller gewann, auf den 34 Stimmen entfielen.

Mit dem Ziegelbacher Josef Eberhard (45 Dienstjahre), dem Dietmannser Manfred Sigg (45 Dienstjahre)und dem Seibranzer Manfred Sigg (44 Dienstjahre) wurden drei „Altgediente"aus dem Feuerwehrdienst verabschiedet.

Das Feuerwehr-Ehrenzeichen des Landes Baden-Württmberg in Silber für 25 Dienstjahre erhielten: Ziegelbach: Siegfried Hagmüller (OFM) Eintürnen: Stefan Traub (OFM) Haidgau: Robert Dimmler (OLM), Karl Heinz Kretzer (HFM), Michael Stärk (HFM) Unterschwarzach: Stefan Steinhauser (HFM), Hubert Schwehr (LM), Franz Bentele (HFM), Karl Ernle (HFM), Wolfgang Haberhauer (HFM), Reinhold Ruf (HFM) Dietmanns: Leopold Birk (LM) Gospoldshofen: Dieter Vollmer (HFM)

Das Feuerwehr-Ehrenzeichen des Landes Baden-Württemberg in Gold für 40 Dienstjahre angeheftet bekamen Hermann Hartmann (OBM) und Werner Molnar (HLM) Abteilung Stadt und der Ziegelbacher Ortsvorsteher Alfons Reichle (LM).

Gerne habe der Gemeinderat zugestimmt, Wilfried Vonier zum Ehrenkommandanten der Feuerwehr Bad Wurzach zu ernennen, sagte Bürgermeister Bürkle als er diesem die Ernennungsurkunde aushändigte. 36 Jahre sei er aktiv in der Feuerwehr gewesen, 25 Jahre davon habe er das Amt des Seibranzer Kommandanten bekleidet.

Kreisbrandmeister Oliver Surbeck ging in seinem Grußwort neben dem Bedarfsplan vor allem auf die Gefahren ein: das Engagement bei der Feuerwehr sei das einzige Ehrenamt, bei dem man sich extremen Gefahren aussetze.

Walter Kuon warnte mit Blick auf die geässerten Träume zur Einrichtung eines zweiten Gefahrgutzuges im Allgäu, davor das Fell des Bären zu verteilen, bevor er erlegt sei. Denn das Landgebe einen hohen finanziellen Anteil zuerst für eigene Brandschutzprojekte aus. Nur „ein trauriger Rest", werde trotz deren hoher Bereitschaft an die Kommunen verteilt. Der Feuerwehrbedarfspaln sei Grundlage für die Prioritätenliste bei Anschaffungen. Gerade in einer Flächengemeinde wie Bad Wurzach sei es eine Herausforderung die Abteilungen zu erhalten. Denn wenn die Abteilungen einmal aufgelöst seien, verliere man auch die Mannschaften.

Unter dem letzten Tagesordnungspunkt Anträge und Wünsche war es Kommandant Fesseler ein Bedürfnis, auf Gottfried Hierlemann, der 15 Jahre sein Stellvertreter und 20 Jahre Abteilungskommandant in Ziegelbach gewesen war, eine Laudatio zu halten. Loyal, zielstrebig, zuverlässig, vorbildlich, vermittelnd vorausschauend, diskutierfreudig und immer das gesamtstädtische im Blick, mit diesen Adjektiven charakterisierte er den nun Zurückgetretenen, dessen Wort gegolten habe und der überall gern gesehen sei.

Zur Abrundung des Abends rockte im Anschluss an die HV die Feuerwehrband Marschy. soil noch bis in den Morgen hinein die Halle in Arnach.

 

Neu in die Feuerwehr aufgenommen wurden
Abteilung Stadt: Peter Rieland Arnach: Christopher Simon, Benjamin Längst, Manuel Fimpel Eintürnen: Pascal Waibel, Timo Manthei Haidgau: Simon Bareth, Alexander Bulach, Michael Mayer Unterschwarzach: Paul Fleischer Hauerz: Lukas Böhler

Beförderungen


Zum Feuerwehrmann/-frau
Stadt: Judith Ehrmann, Florian Kibler, Felix Strobel. Hauerz: Philipp Schiedel Arnach: Max Völkel, Peter Völkel Unterschwarzach: Johanna Fleischer, Manuel Leuthner, Berthold Niedermaier, Stfan Niedermaier, Jürgen Maucher Dietmanns: Christiane Braun Eintürnen: Alexander Miller

Zum Oberfeuerwehrmann
Stadt: Jan Sonnenmoser, Benjamin Pätzold, Michael Westermayer Arnach: Dominik Schellhorn, Alois Fähndrich Eintürnen: Manuel Sauter, Markus Schmidutz-Ries, Stefan Schmidutz Ziegelbach: Benjamin Gut

Zum Hauptfeuerwehrmann/ -frau
Stadt: Peter Erk, Benjamin Haberhauer, Rainer Herdrich, Ralf Hofmeister Armin Miller Ziegelbach: Daniela Gut, Reinhold Joos Dietmanns: Reiner Waibel

Zum Oberlöschmeister
Hauerz: Frank Weishaupt

Zum Hauptlöschmeister
Stadt: Peter Hörmann Hauerz: Hans-Peter Frener (Abt. Kdt.) Seibranz: Michael Müller (Abt. Kdt.)

 

Text und Bilder von Uli Gresser
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