Bad Wurzach
- Das Thema Achtsamkeit ist zurzeit in aller Munde, und war auch Thema beim Begegnungstag des Katholischen Frauenbundes am vergangenen Dienstag, 10.März. (Foto: Pfarrerin Barbara Vollmer-Backhaus, rechts Luise Buchschuster (Vorsitzende Frauenbund Bad Wurzach)


Schon in der Eucharistiefeier unter Leitung von Pfarrer Stefan Maier, die den Auftakt des Tages machte, klang das Thema an. Bei der anschließenden Zusammenkunft im Pius-Scheel-Haus führte Barbara Vollmer, evangelische Pfarrerin in Bad Wurzach, das Thema auf Grundlage eines Abschnittes aus der Bergpredigt (Sorget nicht, denn jeder Tag hat seine eigene Plage) mit vier Stichworten aus. Achtsamkeit, das sei „Erkennen – benennen – zulassen – loslassen“. Dabei gehe es vor allen Dingen darum, das Leben im Augenblick wahrzunehmen, sich vom „gestern“ zu verabschieden und nicht das „Morgen“ schon vorwegzunehmen. Achtsamkeit, das sei im ersten Schritt, zu erkennen, dass das Leben „jetzt“ stattfindet. Dabei sei es wichtig, sich klar zu machen, zu benennen, wie man in diesem Moment aufgestellt ist und die eigene Stimmung nicht zu bewerten oder gar zu verurteilen. Alles darf sein, Freude und Trauer, Wut und Schmerz. Das Zulassen, dessen was ist, ermögliche mit der Zeit das Loslassen – gerade schwerer Gefühle und trauriger Stimmungen.

Pfarrerin Vollmer ermutigte die Frauen, sich selbst anzunehmen und mindestens so fürsorglich mit sich zu sein, wie mit anderen. Die Berechtigung dazu sieht sie im christlichen Bekenntnis zu Gott, der uns bedingungslos annimmt und liebt. „Wenn Gott uns liebt, wie wir sind – und wir uns selbst dann nicht wert schätzen, sagte sie, „misstrauen wir dann nicht Gott“?.

Aus der achtsamen Selbstfürsorge, schloss sie ihren Vortrag, ergibt sich automatisch die Fürsorge für andere. Wer Achtsam lebt, kann auch achtsam handeln, denn wer sich selbst annimmt, kann auch andere annehmen.

Am Nachmittag referierte Bettina Schmidt vom Ernährungszentrum Bodensee-Oberschwaben zum Thema: Bewußt essen- das Klima schützen. Die Referentin erklärte den CO 2 – Ausstoß bei der Herstellung und beim Transport unserer Lebensmittel und rief zum bewußten Einkauf von regionalen und saisonalen Produkten auf. Beim achtsamen Umgang mit Natur, Umwelt und Lebensmitteln kann jeder und jede dazu beitragen eine lebens- und liebenswerte Welt für
alle Generationen zu erhalten.

Viele kleine Leute können an vielen Orten mit vielen kleine Schritte viel bewegen.

Erfüllt mit vielen neuen Gedanken gingen die ca. 70 Besucherinnen am späten Nachmittag nach Hause.
 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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