07zirkusSeibranz - Die Fußstapfen, die ihr Vorgänger Herbert Sgier als Schulleiter mit seinen Musicals hinterlassen hat, waren groß und tief: Aber Elena Wild, seit zwei Jahren Schulleiterin der Grundschulen Seibranz und Hauerz hat sich mit „ihrem“ Zirkus großartig aus ihnen befreit. Bild: Fakire am Werk: Der Turbanträger mit dem Hammer hat soeben den Ziegelstein auf der Bauchmuskulatur seines liegenden Kollegen zertrümmert

 


Die 95 Schüler der beiden Schulen – die Hauerzer wurden per Bus an jedem Tag in dieser Woche zu den Proben nach Seibranz gefahren – sowie ihre Lehrer haben sich mit ihren beiden Zirkusvorstellungen wieder einmal selbst übertroffen:


Angefangen von den Clowns über die Jongleure und Fakire bis hin zu den Trapezkünstlern: Alle, aber auch wirklich alle Kinder konnten den anwesenden Eltern, Geschwistern, Opas und Omas zeigen, dass echte Zirkusbegabungen in ihnen stecken. Die Zirkuspädagogen vom „Zirkus Abeba“ schafften es gemeinsam mit den Lehrern, dass die Kinder in diesen vier Tagen sich gegenseitig zu höchst bemerkenswerten Leistungen motivierten.


Schulleiterin Elena Wild zeigte sich in ihrer Begrüßung, die sie sich mit den beiden „Akrobaten“ Sarah und Felix teilte, begeistert, dass so viele Besucher sich unter dem „Zirkusdach“ der Turn-und Festhalle drängten, um bei den beiden Vorstellungen Zirkusluft zu schnuppern. Nach dem gemeinsamen Einmarsch aller 95 Schüler, pardon, Artisten eröffneten die Jongleure die Show. Mit so großer Selbstverständlichkeit wurden dabei Bälle und Ringe jongliert oder dasselbe mit bunten Tüchern gemacht.


Ihnen folgten die Magier und Zauberer, die Dinge verschwinden und wieder herbeizaubern konnten. Wahre Helden waren die drei ganz Mutigen, die sich in ein Holzkiste einsperren liessen, durch die die Kollegen von allen Seiten Holzstäbe steckten... Großer, aber auch erleichterter Applaus brandete auf, als die drei wieder wohlbehalten der Kiste entstiegen. Für gute Entspannung sorgten danach die Hula Hoop Tänzer in ihren prächtigen Kostümen. Ihre Gelenkigkeit bewiesen die Turnerinnen und Turner, deren Kostüme ein wenig an die Sportkleidung aus der Zeit von Turnvater Jahn erinnerten, bei ihren Brücken und Rädern, die sie auf und neben den in der Manege ausgelegten Turnmatten vollführten.


Die Clowns mit ihrer Wiederbelebungsaktion mittels einer Luftpumpe läuteten die Pause ein, während der Förderverein die Zirkusbesucher im Schulhof mit Essen und Trinken versorgte. Zurück in der erstaunlich wohltemperierten Halle ging es gleich richtig zur Sache: Die Fakire boten eine nervenaufreibende Show: Sie begnügten sich nicht damit, sich in Glasscherben zu setzen oder sich auf das berühmte Nagelbrett zu legen, nein da musste es schon etwas mehr: ein Fakir stieg dem auf dem Brett Liegenenden auf den Rücken. Oder er zeigte seine Gelenkigkeit bei einer Brücke, mit den Füßen auf dem Nagelbrett stehend und mit den Händen dabei in den Glasscherben. Seine perfekte Körperbeherrschung bewies auch der gelbe Turbanträger, auf dessen Bauchmuskulatur ein Kollege mit einem Hammer einen Ziegelstein spaltete.


Dass man mit ganz profanen Haushaltsleitern echte Akrobatik machen kann, zeigten die jungen Artisten an den Leitern. Mit einer großen Eleganz – als hätten sie ihr ganzes Leben lang schwangen sie sich darauf oder darunter oder hielten nur durch ihr Eigengewicht die Balance an der freistehenden Leiter. Anstelle einer Dressurvorführung stiegen wie einst bei Asterix die römischen Legionäre an diesem Tag die Clowns in „Kampfformation“ in die Manege um ein Lied zu trällern, wurden aber immer von einer missmutigen Rotnase daran gehindert. Am Schluss ihrer Show sang das ganze Publikum nach dem Dirigat des aussortierten Clowns. Bis Dr. Missmut wieder einschritt, „hier wird nicht gesungen!“ und Clown Zwo dem Publikum eine lange bzw. rote Nase drehte...


Damit war aber noch lange nicht Schluss, denn der absolute Höhepunkt stand noch bevor: Katzengleich kletterten die Trapezartisten bis unter das Hallendach, um in luftiger Höhe einen Spagat zu präsentieren. Zu viert übereinander, nur mit den Füßen an den Seilen Halt findend, schwebten die eleganten Trapezkünstlerinnen über der Manege, als hätten sie dafür jahrelang hart trainiert, anstatt nur vier Schultage.


Die Clowns läuteten mit ihrem dritten Auftritt das große Finale ein. Viel zu schnell war dann die rund zweistündige Zirkusshow zu Ende. Lang war die Liste der Danksagungen von „Zirkusdirektorin“ Elena Wild, aber es bleibt festzuhalten: bereits mit ihrem ersten großen Projekt ist die Schulleiterin aus dem großen Schatten ihres Vorgängers herausgetreten. Alle Beteiligten Schüler, Lehrer, Eltern und Förderverein profitieren von diesem neuen Weg, den sie eingeschlagen hat.

 

 

Text und Bilder von Uli Gresser
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