23konzert seibranzSeibranz - Außergewöhnlich waren aber nicht nur die Ehrungen, sondern auch mit dem Gospelchor Aitrach die Wahl des Gastchores, den die Sangesmannen um Dirigent Erich Minsch und die Vorstände Stefan Veser, Willi Butscher und Leo Stölzle zu ihrem Frühjahrskonzert eingeladen hatten. Bild: Die beiden Jubilare Willi Schmuck (vorne 2. v. l.) und Alois Gropper (3. v.r.) mit den Vorständen Stefan Veser, Leo Stölzle, Klaus Gropper, Eugen Kienzler, Willi Butscher und Dirigent Erich Minsch.

 

Entsprechend hoch waren die Erwartungen der weit über 300 Konzertbesucher in der Turn und Festhalle Seibranz, ist dieser doch einer der renommiertesten Chöre im weiten Umkreis. In neuem Outfit präsentierte sich der Männerchor Seibranz mit seinen lindgrünen Hemden und dazu passenden Krawatten („gesponsert von der Volksbank-Allgäu Oberschwaben, aber noch nicht bezahlt“ O-Ton Willi Butscher), der das Konzert mit dem Volkslied „Allgäu, mein Heimatland“ eröffnete.

 

Auf den Hubert von Goisern-Klassiker „Heast as net“ mit seinem nachdenklich stimmenden Text über den Fluss der Zeit, „die Jungen san alt wordn, die Alten san g´storbn und gestern is heit wordn und heit is' båld morg'n,“ ließen die Sänger das Ave Maria der Berge folgen, um mit „An jenem Tag“ der Choradaption des fünfzig Jahre alten Mary Hopkin-Hits „Those were the days“ auf die Zielgerade ihres ersten Konzertteiles einzubiegen.

 

Mit dem mitreißenden afrikanischen Traditional „Akekho ofana“ zogen die Sängerinnen und Sänger des Gospelchores Aitrach, mit ihrer Dirigentin Birgit Werner in die Halle ein und begleitet von ihrer choreigenen Band. Bei ihrem Streifzug durch ihr in den letzten 26 Jahren umfangreich gewordenes Repertoire sorgte der Chor mit Rock und Pop-Klassikern wie „Hymn“ von Barclay James Harvest oder „Caravan of Love“ von den Housemartins ebenso für beste Stimmung wie mit ihren Gospel und Spirituals wie Herr in deinem Haus, Hosanna to the King.

 

Dass sie auch hervorragende Solisten in ihren Reihen haben – Claus Dieng, Thomas Eisele, Peter Barensteiner und Andrea Baumgärtner – durften sich an diesem Abend auszeichnen, versteht sich von selbst. Letztere sorgte mit ihrer fantastischen Interpretation von „God´s been better“ auch dafür, dass der Gospelchor nicht ohne Zugabe die Bühne verlassen durfte.

 

Mit dem Fliegermarsch kehrten die Sänger des Männerchores nach der Pause auf die Bühne zurück, ehe mit der Ehrung der beiden Gründungsmitglieder Willi Schmuck und Alois Gropper durch den Geschäftsführer des OCV (Oberschwäbischer Chorverband) Eugen Kienzler, die für 65 (!) Jahre aktives Singen und Engagement für den Chor ausgezeichnet wurden, der Höhepunkt des Abends erreicht wurde.

Als Dankeschön durften sich die beiden Jubilare jeweils ein Lied aussuchen. Für Willi Schmuck sangen seine Kollegen den „Bajazzo“ und für Alois Gropper nahmen sie „Wenn die Abendglocken rufen“ zusätzlich ins Programm auf.

 

Mit dem „Kriminaltango“ von Hazy Osterwald und dem von Willi Bu ironisch kommentierten „Mir im Süden“ „Wir mussten das Lied mal wieder singen, solange es noch aktuell ist,“ wollte der Männerchor eigentlich Platz machen für den „Massenchor“. Doch auch die Frohsinn-Sänger durften nicht ohne Zugabe gehen. Und so kamen die Konzertbesucher noch in den Genuss ihrer höchst amüsanten und selbstironischen Ode an ihre Seibranzer Heimat, „in Seibranz liegt auf de Hoiza dr allerledsche Schnee“.
Zum großen Finale gab es passend zur Osterzeit ein „Hallelujah“, nämlich das von Leonard Cohen.

 

Und den Abschluss bildete wie stets ein Lied für alle zum Mitsingen, der Text von „Ade zur guten Nacht“ war auf die Rückseite der Getränkekarte aufgedruckt. Doch den benötigten die Wenigsten im Publikum, bestand dies zum Großteil ebenfalls aus Sängern von Chören aus der näheren und weiteren Umgebung. Den weitesten Weg hatten für das Konzert die Sänger aus Neuravensburg auf sich genommen.

 

Sängerherz was willst du mehr: Zwei wunderbare Chöre ließen den Ostermontagabend in Seibranz zu einem unvergesslichen Erlebnis werden.

 

 

Bericht und Bilder von Ulrich Gresser

 

 

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