19lauberSeibranz - Viele Motor(rad)sportler haben ursprünglich mit dem Trial-Motorrad ihre Laufbahn begonnen. Genauso macht es der jetzt 14jährige Loris Lauber aus Seibranz. Sein derzeitiges Ziel: Er will einmal an der Motorrad-Trial-Weltmeisterschaft teilnehmen. Bild: Loris in Aktion



Loris wurde in eine Motosport- bzw. Trial affine Familie hineingeboren. Seine älteste Schwester und zwei seiner Brüder sind früher gefahren. Loris, als jüngstes von fünf Kindern, begann mit 5 Jahren mit Fahrradtrial. Bereits mit sechs Jahren fuhr er als Knirps mit einer 50 Kubikzentimeter-Maschine mit Automatikgetriebe seine ersten Wettbewerbe.


Was ist Trial eigentlich für ein Sport? Trials sind Geschicklichkeitsprüfungen in schwerem Gelände, bei denen weder Streckenbegrenzungen und Markierungen berührt, nicht zum Stillstand gekommen und nicht mit den Füßen den Boden berührt werden darf, sagt Wikipedia dazu. Es gibt diese Prüfungen für Mountainbike, Motorrad, aber auch für Autos. Nicht Geschwindigkeit ist entscheidend, sondern ein guter Gleichgewichtssinn und eine perfekte Koordination.


Loris, der die achte Klasse der Realschule in Bad Wurzach besucht, startet für die RGA Kempten und ist inzwischen im Bayerischen Landeskader. Gesponsert wird Loris inzwischen von Zweiradsport Geyer. Er ist auch Teammitglied im Schick-Racing-Team aus Innsbruck. Mit den schulischen Leistungen, die er selbst als mittelmäßig bezeichnet, sind seine Eltern zufrieden. (Sonst!!!) Früher hat er auch Fußball gespielt, musste aber wegen Terminkollisionen einsehen, dass beides nicht geht.



„2007 sind wir zufällig bei der Suche nach einem Trial-Motorrad, mit dem die Jungen auf dem Hof herumfahren konnten, an jemanden vom Verein in Sulzberg gekommen“ erzählt Vater Edwin wie das damals begonnen hatte. Loris fuhr zunächst in der Bambini-Klasse (Klasse 7). Nachdem er im dritten Jahr Gesamtalpenpokalsieger geworden war musste er aufsteigen in die Klasse 6. Dort wurde mit einer 80 ccm Maschine mit Schaltgetriebe, die rund 70 Kg auf die Waage brachte, gefahren. Zur Info: Mit 13 Jahren wog Loris gerade einmal 40 Kilo.


Als er mit 12 Jahren zum ersten mal in der nächst höheren Klasse antrat, wurde er bei seinem ersten DM-Lauf gleich mal Vierter, am Ende der Saison wurde er Gesamtsiebter von 53 Startern. Als damals 2016 die Weltmeisterschaft in Gefrees im Fichtelgebirge stattfand war Familie Lauber natürlich dabei, als sich die Konkurrenten auf der weißen Strecke, also der Strecke mit den höchsten Schwierigkeitsgraden, „die fahren da praktisch die glatten Wände hoch“ maßen.


„Wann ist die nächste WM in Deutschland?“ wollte Loris da von seinem Vater wissen. Antwort: In vier Jahren. „Da bin ich dabei“ formulierte Loris damals sein klares Ziel. Doch der Weg dahin ist schwer. Mit jedem Aufstieg in die nächsthöhere Klasse steigt auch der Trainingsaufwand und die Schwierigkeitsgrade der Sektionshindernisse. Dennoch da sind sich Vater und Sohn einig: Beim Trial ist zu 90 % der Fahrer entscheidend, nicht wie in anderen Motorsportkategorien oft das Material. „Die Trial-Zeit bringt auf jeden Fall etwas“ sagt Sven, einer der älteren Brüder von Loris. Beim Führerschein fragte sich sein Fahrlehrer nämlich, was er ihm eigentlich noch beibringen sollte...


Mit dem Landeskader war Loris im Februar für eine Woche im Trainingslager in Spanien. Dabei war ein Werksbesuch beim Hersteller seiner Maschine TRS inklusive. Dort erhielt er auch Tipps vom Chef persönlich, denn Jordi Tarres war selbst siebenmal Weltmeister. Gemeinsam mit ihm wurden an seiner 125 ccm Maschine einige Feinabstimmungen gemacht. Mit Erfolg: 2018 belegte er beim Alpenpokallauf in Kempten Rang zwei, bei der DM in Großheubach gelang ihm mit rang drei der Sprung auf das Podest. Nach fünf Alpenpokalläufen liegt er in der Meisterschaftswertung mit Rang drei ebenfalls auf Podestkurs.


Mit dem Bayerischen Landeskader fährt Loris jetzt am Wochenende zu einem Lehrgang nach Frankreich. Dann kann man dem jungen Mann, von dem sein Vater sagt , er habe „diesen Winter über einen richtigen Schub bekommen“ in den nächsten beiden Jahren sein Aufwärtstrend anhält und er sein Ziel erreicht. Eine Etappe auf dem Weg dorthin wird im August die Teilnahme an der Europameisterschaft sein.



Loris Lauber und sein Trialsport :


Loris ist heute 12 Jahre alt und hat mit dem Trialsport 2010 in der Bambiniklasse begonnen. Er fährt im Alpenpokal Südbayern mit und startet für den RGA Kempten. 2011 wurde er Gesamtsieger der Bambiniklasse (50ccm Automatic), 2012 folgte dann der Aufstieg in die Klasse 6 (Einsteigerklasse, 80ccm Schaltgetriebe). 2014 dann 4. Platz in der Gesamtwertung und Aufstieg in die Klasse 5 mit einer 125ccm.


Im Moment (2016) liegt Loris in der Gesamtwertung (Alpenpokal Südbayern) auf Platz 3, ebenso auf dem 3.Platz bei der Bayrischen Meisterschaft und konnte sich jetzt am vergangenen Wochenende bei den Deutschen-Jugend-Trial-Meisterschaften in der Pfalz den 7.Platz von 50 Startern in der Gesamtwertung sichern. Nächstes Jahr wird er in der Klasse 4 starten.

 

Weitere Erfolge 2017:
Gesamtwertung Alpenpokal Kl.4 12.Platz v. 55
Gesamtwertung Südbayerische Meisterschaft 8.Platz v.19
Bayerische Meisterschaft BMV 9.Platz v.16
2.Platz bei der Schwäbischen Meisterschaft und Aufnahme in den Bayerischen Kader.

Erfolge 2018:
2.Platz beim Alpenpokallauf in Kempten
3.Platz bei der DM in Großheubach
Nach 5 Alpenpokal-Läufe steht Loris in der Meisterschaftswertung auf Platz 3

 

Text und Bilder von Uli Gresser
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