29frohsinnSeibranz - Im Prinzip bekamen die Besucher des diesjährigen Frühjahrskonzertes in der Festhalle in Seibranz sogar drei Chöre geboten: Neben dem Männerchor Frohsinn Seibranz und seinem Gastchor Le Crescentis, jenem „buntgewürfelten Haufen junger Damen“ aus Eberhardzell (Googlesuche Willi Butscher) holten sich die Mannen von Frohsinn mit den eigenen, singenden Kindern bei einem Stück sogar noch einen Kinder- und Jugendchor mit auf die Bühne.



In diesem Jahr war also einiges neu bei Frohsinn, darunter auch der Dirigent. Mit Kaan Kara haben die Sänger in den vergangenen zwei Monaten das Konzertprogramm eingeübt. Kaan brachte dann auch gleich noch einige Musiker mit.Ruth und Judith Angele begleiteten die Stücke vierhändig am Klavier, Steffi Machner mit der Geige und Steffi Gropper mit der Querflöte. Für den richtigen Rhythmus sorgte Winfried Kulovitsch am Cajon.


Nach dem Einmarsch mit „Heaven is a wonderful place“ und der Begrüßung durch Vorstandsmitglied Stefan Veser – dieser konnte neben Bürgermeister Roland Bürkle und dem Geschäftsführer des OCV, Eugen Kienzler, auch zahlreiche Sängerinnen und Sänger benachbarter Chöre begrüßen – sangen Kaan, die Angele Schwestern und Steffi Machner im Wechsel mit dem Chor das stimmlich anspruchsvolle Hallelujah von Leonard Cohen. Bei „Jo do im Seibranz“ (Satz: Frohsinn Seibranz) bekamen Nicht-Schwaben (Anatomie-)Unterricht auf Schwäbisch. Bei „Ich wollte nie erwachsen werden“ holten die Männer ihren meist weiblichen Nachwuchs mit auf die Bühne, mit dem Erfolg, dass nach der tollen gemeinsamen Vorstellung im Saal erste Zugaberufe laut wurden.


Mit Spannung wurde danach der Auftritt des Le Crescentis Chores aus Eberhardzell mit ihrer Dirigentin Birgit Barth, die Eugen Kienzler einmal als die Allzweckwaffe des OCV bezeichnet hatte, erwartet. Mit ihrem modernen Repertoire, nach dem Auftaktlied der WM-Hymne 2014 „Auf uns“ von Andreas Bourani und dem nachdenklich stimmenden „Wunder geschehen“ mit dem Nena den frühen Tod ihres kleinen Sohnes verarbeitete, mit „Ein Kompliment“ der Sportsfreunde Stiller und „Wie kann es sein“ der Wise Guys rockten sie die Halle auf Anhieb und entließen manch fachkundigen Zuhörer mit offenstehendem Mund in die Pause.


Locker lässig bestritten die 19 Sängerinnen, ohne für die Interaktion mit dem Publikum hinderliche Notenblätter auch den zweiten Konzertteil, ob mit einem Titel von Rosenstolz, dem alten Trude Herr-Klassiker „Ich will keine Schokolade“, Max Raabe´s „Für Frauen ist das kein Problem“, selbst beim finalen „Hit the road, Jack“ , bei dem sie auch ihre –tänzerischen Qualitäten unter Beweis stellten, taten die Sängerinnen dies stets mit einem charmanten und gewinnenden Lächeln. Mit der Hymne auf die Freundschaft „Freunde wie wir“ als Zugabe räumten die Damen begleitet von donnerndem Applaus die Bühne wieder für den Männerchor Frohsinn, der dann musikalisch „Auf das Leben“ anstieß.


Keine Frage, überzeugender wie mit „Männer mag man eben“ kann man sich beim weiblichen Geschlecht nicht präsentieren. Nach „Übern See“ jenem sehr ruhigen zum Nachdenken anregenden Stück von Lorenz Mayerhofer hatte der Geschäftsführer des OCV die höchst seltene Gelegenheit einen Sänger für 60 Jahre Treue zum Chorgesang auszuzeichnen. Urkunde und Ehrennadel bekam Helmut Rölle von Kienzler überreicht, und danach sang der Chor extra für ihn sein Lieblingslied „Abendfrieden“.


Mit den gemeinschaftlich gesungenen „Irische Segenswünsche“ und dem aus der Zeichentrickserie „Paulchen Panter“ bekannten Abschiedslied „Wer hat an der Uhr gedreht?“ war dann fast das Ende des Konzertes erreicht. Aber eben nur fast, denn beim Männerchor ist es ein schöner Brauch, am Ende des Frühlingskonzertes mit zusammen dem jeweiligen Gastchor und dem Publikum ein gemeinsames Lied an zu stimmen. Und so kam es, dass alle gemeinsam Beethovens immer wieder aufs neue entzückende Ode an die Freude „Freude schöner Götterfunken“ voller Hingabe durch die Festhalle hallen ließen.

 

 

Text und Bilder von Uli Gresser
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