Seibranz - Wie in jedem Jahr veranstaltete der Musikverein Seibranz in der Turn- und Festhalle Seibranz sein traditionelles Neujahrskonzert . Dirigent Josef Breher hatte dafür mit seinen 58 Musikern in den letzten Wochen wieder ein abwechslungsreiches Programm einstudiert, welches das Publikum am Ende mit langanhaltendem Applaus honorierte.

 

Als pünktlich um 20 Uhr die 58 Seibranzer Musikanten das Konzert mit dem Stück „Magic Moment Overture“ des deutschen Komponisten Josef Böhnisch eröffneten, ahnten zwei von ihnen nicht, dass sie am Ende des musikalischen Teiles im Mittelpunkt stehen würden. „Homeland“ des Österreichers Otto M. Schwarz ist eine musikalische Hommage an den ersten Nationalpark Europas, die Hohen Tauern. In dem alle Register fordernden Stück brachten die Seibranzer Musiker die Vielfalt der Landschaft mit ihren 3000ern und großen Waldgebieten zum Ausdruck. Und wer genau hinhörte, konnte glückliche Kühe auf saftigen Almwiesen vor seinem geistigen Auge grasen sehen. „Acht Monat Winter, des schaffen it amol mir Seibranzer!“ kommentierte Margit Waibel, die wie in jedem Jahr humorvoll, charmant und komplett auf Schwäbisch durch das Programm führte, mit einem Schuss Selbstironie die entbehrungsreichen harten Winter in dem Nationalpark, denen die Musiker sehr gut Ausdruck verliehen.

 

Zurücklehnen, entspannen und genießen hieß es danach mit den schönsten und bekanntesten (Opern-) Melodien von Giuseppe Verdi, der in seinen besten Jahren im Durchschnitt alle zwei Jahre eine neue Oper zur Aufführung bringen konnte. Wer kennt sie nicht: Nabucco, Aida, La traviata bis Othello, kein Wunder, dass so manches von den Jahreswechselfeiern müdes Bein plötzlich mitwippte und die Lippen lautlos mitsangen...

In den nächsten Nationalpark, den „Montanas del Fuego - Feuerberge“ auf Lanzarote, ging es mit der gleichnamigen Komposition des jungen Deutschen Markus Götz. Dieser ist bekannt für seine von seinen Erlebnisreisen inspirierten Kompositionen, in diesem Fall hatten es ihm die einzigartigen schwarzen Vulkanberge der östlichsten Kanarischen Insel angetan.
In den zweiten Teil des Konzertes starteten Josef Breher und seine Musiker mit dem außergewöhnlichen Marsch „Kometenflug“, bei dem sich der Kaufbeuerer Komponist und Musiker Alexander Pfluger angeblich von einem echten Kometen inspirieren ließ.

Mit der Vajnorska-Polka des slowakischen Komponisten Karol Paivy war der MV Seibranz beim traditionellen Wertungsspiel (mit Polka, Marsch und Walzer) in Eglofs sehr erfolgreich gewesen.
Erfolgreich sind auch die Filmmelodien, geschrieben von Elton John und in Hollywood oskarprämiert, die „König der Löwen“ zum erfolgreichsten Animationsfilm aller Zeiten machten und wie in Seibranz im Arrangement von John Higgins, gerne von Blasmusikorchestern gespielt werden.

Eigentlich hätte das nächste Stück„Fascinating Drums“ von Ted Huggens eher nach den Hauptprotagonisten „Fascinating Drummers“ heißen müssen, erklärte Margit Waibel. Sie nutzte die Gelegenheit, um die besonderen Herren des Rhythmusregisters mit ihren ganz speziellen Eigenschaften vor zustellen. Mit „Weit nei wulle“ charakterisierte sie deren Bierruhe und wenn jemand einen Überschuss an Gummibärchen habe, „braucht it waata bis d´Sternsinger kommat.“

Mit dem Stück „Lord of the Dance“ von Ronan Hardiman ging es noch einmal irisch bunt auf der Bühne in Seibranz zu. Lord of the Dance ist eine Danceshow und die Nacherzählung einer alten irischen Legende vom Kampf der guten gegen die bösen Mächte und trat 1996 von Dublin aus ihre Erfolgsreise um die Welt an.

 

 

Für einen der Seibranzer Musiker ging an diesem Abend die musikalische Reise mit dem MV Seibranz zu Ende: Flügelhornist Rolf Hermann, seit vielen Jahren bereits Ehrenmitglied, beendete mit diesem Konzert seine aktive Musikantentätigkeit. Posaunist Reinhold Butscher wurde für seine langjährige Vorstandstätigkeit, insbesondere wegen seiner Verdienste bei der Ausrichtung des Kreismusikfestes 2016 per Urkunde zum Ehrenvorstand ernannt. Beide wurden von der Ehrung überrascht und erhielten jeweils einen Geschenkkorb.

 

Mit zwei Zugaben, dem Marsch „Mens sana in corpore sano“, den der holländische Komponist Geert Sprick seinem Vater widmete, welcher sich zu Lebzeiten sehr aktiv für die Turnvereine in Holland eingesetzt hat und dem Weihnachtslied „Hört die Engel“ verabschiedeten sich die Musiker vom begeisterten und fachkundigen Publikum. Doch damit war die Veranstaltung noch nicht zu Ende: Dank zahlreicher Spender und Gönner gab es in diesem Jahr wieder die traditionelle Tombola mit vielen wertvollen Preisen.

 

Text und Bilder von Uli Gresser
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