bild3463Seibranz - Die Telekom erneuert derzeit die Internettechnik in den Ortschaften Arnach, Gospoldshofen, Seibranz und Unterschwarzach. Bei einer Informationsveranstaltung in der Turn- und Festhalle Seibranz erklärten die beiden Telekommanager Martin John, Regionalmanager Vertrieb & Service und Bernd Aichele, Vertriebsbeauftragter in der Region, den Interessierten die Details der Umstellung.

 

Alles Magenta, so präsentierte sich bei dieser Veranstaltung die Festhalle in Seibranz: Auf jedem Besucherstuhl lag eine magentafarbene Tasche mit Infomaterial und Anträge zur Vertragsanpassung bei der Telekom. Die Stadt war vertreten durch Bürgermeister Roland Bürkle, die Ortsvorsteher von Seibranz, Thomas Wiest und Marga Loritz für Gospoldshofen sowie einige Seibranzer Ortschaftsräte. Neben den beiden Telekommanagern standen auf dem Podium Ruth Fink und Alexander Gronmayer vom Bad Wurzacher Handyladen als Ansprechpartner vor Ort den Besuchern Rede und Antwort.

„Es ist ein Tag der Freude“ sagte Bürkle in seiner kleinen Ansprache. Er freue sich, dass nun nach langen Anstrengungen die Breitbandverkabelung verbessert werde. Breitband sei sowohl für Betriebe, als auch für die breite Öffentlichkeit wichtig. Vectoring sei ein guter Zwischenschritt auf dem Weg zum Glasfaserkabel. „Ich freue mich, dass die Telekom auch hier investiert.“

Martin John erklärte in seinem Vortrag die technischen Aspekte, Glasfaser zu jedem Haus sei „schier nicht bezahlbar“. Mit VDSL – das V steht dabei für Vectoring – wird eine Glasfaserleitung bis zum Verteiler genutzt, ab dort wird das Signal per Kupferleitung in die einzelnen Haushalte geschickt. Damit erhöhen sich die Datenraten für rund 1200 Haushalte in den genannten Ortschaften auf 50 Mbit/s, für 270 Kunden in Arnach, Gospoldshofen und Unterschwarzach sogar auf 100 MBit/s.

Für Deutschland hat die Bundesnetzagentur hat im vergangenen Jahr die konkreten Bedingungen für den Einsatz der Vectoring-Technologie in den Netzen der Telekom und ihrer Wettbewerber endgültig festgelegt. Aufgrund dieser Entscheidung können die Telekom und ihre Wettbewerber ihre jeweiligen Planungen für den Breitbandausbau mit der Vectoring-Technik seit dem 30. Juli 2014 in ein Register eintragen lassen. Die Bundesnetzagentur hat nun für drei der vier genannten Ortschaften eine Genehmigung für diese Technik erteilt. Einzig für Seibranz wurde diese Genehmigung bisher nicht erteilt. Die Frage aus dem Publikum, warum das so ist erklärte John damit, dass sich bereits ein Mitbewerber für das Gebiet registriert habe.

Vectoring ist eine Software, die im Verteilerkasten installiert wird. Damit wird ein Splitter überflüssig, der bis dato die Signaltrennung für Telefonie und Internet vornahm, denn damit läuft alles über das Internet. Der Nutzer braucht jedoch einen vectoringfähigen Router.

Da jeder Kunde, der in den Genuss der ganzen technischen Möglichkeiten kommen will, selbst aktiv werden und die Vertragsänderung beantragen muss, empfehlen die Telekommanager gleich einen solchen Router mit zu mieten, denn damit seien Updates inklusive und man immer auf dem neuesten Stand.

Bernd Aichele erklärte, was man tun muss um etwa in den Genuss von Entertain, dem Fernsehen per Internet und Flaggschiff unter den Telekomangeboten, zu kommen. Gestaffelt in der S, M, L Logik kann der Benutzer aus den verschiedenen Angeboten der Telekom zu den verschiedenen Tarifen seinen persönlichen Bedarf zusammenstellen. In der Region könnten die neuen Verträge im Handyladen bei Ruth Fink oder den Telekom Shops in Weingarten oder Ravensburg abgeschlossen werden. Da beim Kupferkabel die Übertragungsrate sinkt, je länger die Leitung ist, empfiehlt Aichele, speziell für Entertain, den Router nicht gerade im Keller zu platzieren.

 

Bericht und Bilder von Uli Gresser

 

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