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Leserbrief 300.jpgBad Wurzach (Leserbrief) -  Richtigstellung, denn dieser Passus im Artikel ist schlichtweg falsch:

"Die Abschaffung der UTW war erstes Ziel der „Mir Wurzacher“ nach der Wahl vor fünf Jahren. Der Beibehaltung der „Unechten Teilortswahl“ wurde im September 2018 mit einer Enthaltung von Egon Rothenhäusler zugestimmt."

 

 

Erstens fand im September 2018 überhaupt keine Abstimmung über die unechte Teilortswahl statt. Es wurde lediglich über "die Überprüfung der Sitzzahlen des Gemeinderates sowie der Ortschaftsräte Dietmanns, Gospoldshofen und Unterschwarzach und der Sitzverteilung auf einzelne Wohnbezirke" abgestimmt. Nicht mehr und nicht weniger.

Und Zweitens war das erste Ziel der "Mir Wurzacher" nach der Wahl in nicht die Abschaffung der Unechten Teilortswahl! Da gab und gibt es beileibe wichtigere Themen.

 

Meine Meinung zur UTW:
Ich sehe es aber ebenfalls so, dass die unechte Teilortswahl mehr als 40 Jahre nach der Gemeindereform nicht mehr zeitgemäß ist, da wir doch EINE Gemeinde sind. Auch ohne Unechte Teilortswahl behalten alle Ortschaften ihre Ortschaftsräte und somit Eigenständigkeit bei. Zudem finden sich in einigen Ortsteilen oft überhaupt gerade noch die Mindestanzahl an GR-Kandidaten wodurch es keine Wahl mehr für die Bürger gibt. Das ist dann auch nicht mehr Sinn einer Wahl!

Dieses Thema hatte ich mit diversen Personen diskutiert, doch die Ortschaftsvertreter und -vorsteher(innen) identifizieren sich sehr stark mit der UTW und so findet sich keine Mehrheit für deren Abschaffung. Auch das ist dann Demokratie.

 

Transparenz:
Ich habe ich mich von Anfang an für Transparenz der Unterlagen der GR Sitzungen eingesetzt und ständig nachgehakt, wann endlich ein Ratsinformationssystem kommt, mit dem die Bürger vor und auch nach den Sitzungen die Unterlagen anschauen können.

Nun haben wir ein Ratsinformationssystem, was ein großer Fortschritt ist. Wegen mir könnten die Unterlagen auch sofort für die Öffentlichkeit sichtbar sein.
https://diebildschirmzeitung.de/bad-wurzach/kommunalwahl-2014-bad-wurzach/4471-give-me-five-matthias-vogt-mir-wurzacher

 

Thema Interesse an Kommunalpolitik und Gewinnung von Gemeinderäten:

Mit der Gewinnung von Kandidaten für den GR halte ich es so: "Wenn ein Jäger mit seinem Hund zum Jagen geht, muss die Leine nach vorne gespannt sein und nicht nach hinten."

Auch wenn es im Artikel so darstellt wird ist es nicht primäre Aufgabe eines Gemeiderat Bürger zu überreden als Gemeinderat zu kandidieren! Es ist Aufgabe jeder einzelnen Bürgerinn und jedes Bürgers darüber nachzudenken und Kandidaten zu finden, bzw. vorzuschlagen, wer ihre Interessen im GR vertreten soll!

Wir Mir Wurzacher sind eine offene Liste und jeder aus den Ortsteilen und der Stadt ist herzlich dazu eingeladen in unserer Liste zu kandidieren, sich zu engagieren, seine Meinung zu vertreten und die Leine nach vorne zu spannen. So haben wir das vor 5 Jahren bereits gehandhabt und so tun wir es auch heute.

Ich für meinen Teil habe mich seit 5 Jahren gerne zum Wohle der Gemeinde sowie der Mitmenschen engagiert und die "Leine nach vorne gespannt" und werde es auch versuchen weiterhin zu tun, sofern ich wieder gewählt werde.

 

Leider ist es in der Tat schwierig gleichgesinnte Menschen zu finden, die sich ehrenamtlich engagieren wollen. Diese Symptome spürt auch jeder Verein, wenn er Nachfolgebesetzungen zu tätigen hat. Alle sagen, dass sie keine Zeit und schon so viel zu tun haben.

Und ehrlich, Diejenigen die Zeit hätten, wollen viele Bürger dann doch auch lieber auch nicht als GR haben, oder?

Diese im Artikel geäußerste These dass "intransparente" Kommunalpolitik Politikverdrossenheit erzeugt halte ich für falsch. Wer resigniert, hat schon verloren! Wenn die Leute so unzufrieden mit der Kommunalpolitik wären, müsste doch eigenlich die Motivation steigen etwas zu ändern oder es sogar einen Aufschrei geben, oder etwa nicht?

 

Auch ich habe Frau, Kinder, Hobbies, Vereine, Arbeit und Freunde und engagiere mich dennoch ehrenamtlich im Gemeinderat. Das kostet viel Zeit, es ist nicht immer einfach und man muss auch ab und zu ein dickes Fell haben. Aber ich mache es gerne, weil ich davon überzeugt bin etwas Richtiges für unsere Gemeinde zu tun. Insofern macht es doch manchmal traurig, wenn man ob seiner ehrenamtlichen Tätigkeit von manch Schreiberling im Internet oder sonstigen Medien an den Pranger gestellt wird.

Danke für diesen "Bärendienst" bei der Gewinnung von guten Kandidat(inn)en.

Auch wenn ich nicht ständig auf der Straße anzutreffen bin versuche immer ansprechbar und kontaktierbar zu sein. Allerdings haben sich in den Jahren leider nur wenige Personen wirklich mit Anliegen gemeldet.

Auch haben MirWurzacher bis 2016 mehrere Bürgerstammtische veranstaltet. Doch auch hier war das Interesse leider quasi null, weswegen wir es dann irgendwann eingestellt haben.

Als Schwabe müsste man das dann eigentlich so interpretieren, dass die Leute wohl grundsätzlich zufrieden sind, denn "Net gmeckert isch globt gnuag!

Gerne freue ich mich über Kontaktaufnahme per Mail, Telefon oder persönlich sowie andere Kanäle.

Wer Informationen aus erster Hand möchte braucht keine Buschtrommel!

https://www.ris-bad-wurzach.de/personen/?__=UGhVM0hpd2NXNFdFcExjZQ3wgFObRe5YI3TbTq8xkrM

Matthias Vogt
Stadtrat, MirWurzacher

 

Ihr Leserbrief zu diesem Thema

 

Anmerkung der Redaktion

Wer unmittelbar nach der Bekanntgabe des Wahlergebnisses 2014 über die Abschaffung der "Unechten Teilortswahl redet", hat Prioriäten gesetzt.

Bericht über die MirWurzacher nach der Wahl 2014

 

Es ist schön, wenn SIE mit den Ortschaftsvertretern und Ortsvorstehern diskutieren und reden, und SIE dann feststellen, dass es keine Mehrheit für die Abschaffung der Unechten Teilortswahl gibt. Solch einen Austausch von Argumenten mit einer anschliessenden Abstimmung würde die Bürgerschaft gerne in einer Gemeinderatssitzung erleben. (Antrag - Diskussion - Abstimmung)  

 

Beim Tagesordnungspunkt Marktverlegung hat die Verwaltung dem Gemeinderat einen "Bärendienst" erwiesen, nicht die Presse. Die Verwaltung hat "testweise" entschieden, nicht die Vertretung der Bürger. Die Gelegenheit, sich als maßgebliches Entscheidungs-Gremium zu behaupten, wurde nicht wahrgenommen. So stellt sich das Gremium in der Öffentlichkeit dar.

Verwaltung erweist dem Gemeinderat einen Bärendienst  

 

Wolfgang Weiß
derWURZACHEr

 

 

 

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