Hauerz - Die Trachtenkapelle Hauerz und die Musikkapelle Eggmannsried begeisterten am Ostersonntag in der österlich dekorierten und vollbesetzten Festhalle Hauerz unter ihren Dirigenten Markus Mikusch und Bernd Butscher das Publikum bei ihrem Doppelkonzert.





Roland Schuppan, Vorstandsmitglied der Trachtenkapelle Hauerz, konnte wieder zahlreiche Ehrengäste begrüßen: Neben Bürgermeister Roland Bürkle als Hausherr Ortsvorsteher Kurt Miller, dessen Vorgänger Martin Menig und Meinrad Baron auch Musikdirektor Hans Herle sowie zahlreiche Ehrenmitglieder der Trachtenkapelle Hauerz und der Musikkapelle Eggmannsried.


Die Gastkapelle aus Eggmannsried eröffnete ihren Teil des traditionellen Osterkonzertes mit einem typischen Eröffnungswerk der Blasmusikliteratur mit den Königen des Brass, den „Kings of brass“ des englischen Komponisten Darrol Barry., der unter anderem auch das Arrangement für Blasorchester von „The Pink Panther Theme“ schrieb.


In „Voice of the vikings“ des deutschen Komponisten Michael Geisler wird anschaulich die Geschichte der Wikinger, jenem nordischen Volk, das sich mit seinen kunstvoll verzierten Schiffen aufmachte, die Welt zu erobern, beschrieben. Es beschreibt die ebenso die grausamen Kämpfe und ihre Brutalität , wie die Feiern nach ihren siegreichen Beutezügen. Die Wikinger liebten das Meer so sehr, dass sie daran glaubten, nach ihrem Tod mit einem Schiff ins Paradies reisen zu können.


Dass die Eggmansrieder Musiker auch stimmlich etwas drauf haben, bewiesen sie bei diesem Stück.
Bei „Cassiopeia“ von Carlos Marques wurden die Zuhörer in die griechische Mythologie entführt. Cassiopeia war die wegen ihrer Schönheit, aber auch ihrer Eitelkeit die gefürchtete Mutter der Andromeda. Diese Eitelkeit wurde Andromeda beinahe zum Verhängnis: Diese sollte dem Seeungeheuer, das die Götter deswegen schickten, geopfert werden.


Mit dem Solo-Stück „Begegnung“ hatte Bernd Butscher mit Kurt Gäble einen Komponisten aus der Region ausgewählt. Das Alphorn hatte den 1953 in Lauben bei Memmingen geborenen Gäble als faszinierendes Musikinstrument zu diesem Stück inspiriert. Sandra und Martin Gütler bespielten als Solisten die beiden archaisch anmutenden Instrumente in dem Stück. „Begegnung'“ ist dabei Kommunikation, aber auch „Begegnung“ von Tradition und Moderne und so wird das Alphorn in der Zwiesprache zum Übermittler von Botschaften und Nachrichten.


Den Abschluss des von den Egmannsriedern Musikern bestrittenen ersten Konzertteils bildete der weltberühmte „Radetzky Marsch“ von Johann Strauß (Vater), den alljährlich die Wiener Symphoniker bei ihrem Neujahrskonzert als Zugabe spielen. Und auch in Hauerz verfehlte er das angestrebte Ziel nicht. Lautstark forderte das Publikum eine Zugabe und erhielt mit der Polka Studentenleben und dem Marsch „Klostermanns Musikanten“ sogar deren zwei. Mit ihnen endete ein abwechslungsreiches, dank des souveränen Dirigats von Bernd Butscher auf den Punkt gespieltes Programm, durch das die Besucher mit Franziska Gütler, Sabrina Heine und Marina Gütler ein Dreigestirn von Ansagerinnen charmant und kompetent geleitet wurden.


Den zweiten Konzertteil eröffnete nach der Pause die Trachtenkapelle Hauerz, die mit ihren 62 Musikern mit der „Appalachian Overture“ des US-Amerikaners James Barnes. Das Konzertwerk ist programmatisch angelegt. Die Ouvertüre ist in der A-B-A-Form geschrieben. Der Mittelteil erinnert an die Art von Folklore, die im Südosten Amerikas üblich ist, wo die Appalachian Mountains liegen, alle darin enthaltenen Melodien sind aber Eigenkompositionen von Barnes "Appalachian Overture" ist ein sehr kraftvolles und freudiges Werk. Der langsamere Mittelteil erlaubt dem Zuhörer eine kurze Pause zum Durchschnaufen, bevor das energische Da Capo und der dramatische Schlussteil das Werk mit brilliantem Klang zum Abschluss bringen.


Mit „A Disney fantasy“, entführte die Trachtenkapelle die Zuhörer in die Melodienwelten von Walt Disney – Filmen, komponiert von Goff Richards. Die Hauerzer Musikanten küssten mit den Melodien von Schneewittchen, Alice im Wunderland, Mary Poppins und dem Dschungelbuch bei vielen Konzertbesuchern wieder Kindheitserinnerungen wach.


Auch der Soundtrack von „Die glorreichen Sieben" geschrieben von Elmer Bernstein, dem zwölffach für den Musik-Oskar nominierten Filmmusikkomponisten, ist Filmmusik made in Hollywood „at its best“. Die Musik des 1960 gedrehten Western (in den Hauptrollen Stars wie Yul Brynner und Steve McQueen) wurde von mindestens 19 Labels in unterschiedlichen Zusammenstellungen veröffentlicht. In der Geschichte wehrt sich ein kleines mexikanisches Dorf mit sieben Helden gegen die ständigen Übergriffe einer Räuberbande, die packende Titelmelodie ist auch heute noch nach annähernd 60 Jahren noch ein echter Ohrwurm.


Ruhigere Klänge gab es danach bei „Amazing Grace“ von William Himes. Den Text dieses alten englischen Volksliedes schrieb John Newton selbst, der bis zu jenem Tag im Mai 1748 auf See ein unstetes Leben geführt hatte und der seine Rettung im Sturm auf Gottes Gnade („Amazing Grace“ ) zurückführte.


Das Konzert sollte eigentlich mit dem Marsch „Salve Imperator" des tschechischen Komponisten Julius Fuik, aus dessen Feder auch der als Zirkusmarsch bekannte „Einzug der Gladiatoren “ stammt, enden. Dieser war als letzter Gruß und Dank ans Publikum gedacht, wie es Julia Kuhn, die charmante Ansagerin auf Hauerzer Seite ausdrückte.


„Es war ein schöner Anblick von hier oben, eine so volle Halle zu sehen,“ freute sich Daniela Buckenheu, Vorstandsmitglied über den sehr guten Publikumszuspruch als sie sich bei den Dirigenten, Ansagerinnen und allen Mitwirkenden bedankte.


Und so kam es, dass die Trachtenkapelle Hauerz ebenfalls zwei Zugaben, die Polka „Allgäuer Land“ von Kurt Gäble sowie den Marsch „Schwabengruß“ von Gustav Lotterer geben musste, und eigentlich hätte der Schlussapplaus beinahe noch eine dritte verdient gehabt...

 

Text und Bilder von Uli Gresser
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