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Haidgau - „Süss oder salzig?" Mit dem Bauchladen voller Süssigkeiten, Chips und Erdnüsse waren die Zunftoberen vor Programmbeginn beim Zunftball der Haidgauer Chadaloh in der Festhalle unterwegs, um getreu dem Ballmotto „Mir Narra schaffet mit alle Tricks, denn ohne Werbung goht heit nix!" die Besucher in Feierlaune zu bringen.

 

Zunftmeister Daniel Wassner liess sich auch von Mikrofonproblemen nicht bei seiner mit vielen Werbebotschaften gespickten Begrüssung irritieren, nachdem D´Hoigamer Stroaßa Hup´r gemeinsam mit Chadaloh, Wago, Pebo, Hugibold und Wolfsleib die närrisch und mit Werbeplakaten dekorierte Halle gestürmt hatten. Besonders freute er sich, dass neben Ortsvorsteher und Ehrenzunftmeister Franz Ritscher mit Frau auch zahlreiche Vertreter Haidgauer Vereine in die Narrenhalle gekommen waren. Wie in jedem Jahr war die Patenzunft aus Vogt wieder mit einer grossen Abordnung Hästräger angereist.

Andreas Heine und Margit Schwarz, das bewährte Moderatorenduo der Narrenzunft nahmen mit ihrer Preisverlosung zwischen den Programmpunkten gleich einmal die Tricks der Werbewirtschaft aufs Korn: Das dreiteilige Reisetaschenset entpuppte sich als drei unterschiedlich große Plastiktüten verschiedener Discounter, die Butterfahrt ins Blaue wurde zur Runde mit einem Bobbycar mit einem echten Stück Butter und die Traumreise für zwei Personen bestand aus zwei Kissen und einer Packung Schlaftabletten. Besonderes „Glück"widerfuhr dem Ortsvorsteher, dessen BMW sich als Brot mit Wurst herausstellte.
Iris Kohler, die für das Narrenblättle mit Preisrätsel verantwortlich gezeichnet hatte, deren

Gewinner am Ende des Programmes gezogen wurde, moderierte die Haidgauer Spezialausgabe von „Wetten dass" der grössten Werbesendung der Öffentlich Rechtlichen Fernsehsender. Die Saalwette verlor sie glatt, denn statt der geforderten 10 brachten Ralf Krug und der Dirigent der Musikkapelle, Klaus Wachter gleich 16 Nasenflötenspieler für ein „Konzert" auf die Bühne.

Immer wieder begeistert aufgenommen wurden die Tänze der verschiedenen Altersgruppen: Der Narrensamen eröffneten den Reigen der Tänze, die Teens begeisterten mit einem sehenswerten Schwarzlicht-Tanz. Mit vertauschten Geschlechterrollen sorgten die Jugendlichen bei ihrem Tanz für Glanzlichter: Die Jungs zeigten als Femme-Fatale beachtliche Tanzperformance, während die Mädchen sich in ihren Rollen als coole Machos sichtlich wohl zu fühlen schienen. Zunftmeister Wasi durfte den Damen der Zunft bei ihrem Zalandotanz als Postbote ihres neues Schuhwerk, hochhackige Pumps, direkt auf die Bühne liefern. Was sie darin dann auf die Bühne brachten, war dann echt beachtlich.

Wenn einer eine Reise tut..., daran dürften sich die zumeist weiblichen Passagiere beim Flug der Chawago-Airlines erinnern, denn Florian Schneider entpuppte sich, mächtig behaart und mit tiefer Stimme sprechend, als nicht gerade angenehmer Mitflieger.

Sohn Lennert scheint die kömödiantische Begabung seiner Mutter Iris Kohler geerbt zu haben, denn was er bei den Sketschen „Fielmann-Werbung" und der „Stuhl" zeigte lässt für die Zukunft hoffen.

Komödiantischer Höhepunkt des diesjährigen Zunftball-Programmes aber waren die „Sparmassnahmen im Altersheim". Teilweise haarscharf an der Grenze des guten Geschmackes balancierend, könnte der als Slapstick gedachte Sketsch, bei dem Sabrina Karkos als Pflegerin in lila Nylons die (alten) Männer der Zunft in Reih und Glied antreten lässt, vielleicht schneller als der jetzigen Generation 50 Plus lieb sein, kann zur Realität mutieren.

Kein leeres Werbeversprechen waren die Hauptgewinne des Preisrätsels vom Narrenblättle beim großen Finale. Und auch der Dank von Zunftmeister Wasi an Technik, Küchenpersonal, Bedienungen und alle Mitwirkenden kam aus vollem Herzen.

Mit einer kurzen Stimmungsrunde überbrückte die Showband „Allgäu-Feager" die Bühnenabbauzeit, ehe sie mit ihren Hits aller Stil- und Musikrichtungen die Partystimmung richtig anheizte.

Bericht und Bilder von Uli Gresser

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