Liederkranzball Eintuernen

Bad Wurzach - Alljährlich steigt am Fasnetsamstag in der Festhalle Eintürnen der beliebte Liederkranzball. Jung und Alt stellten dabei ein buntes selbstgemachtes Programm auf die Bühne, das Vorstand Berthold Leupolz mit gewohnter Hingabe präsentierte.

 

Mit einem feurigen Loblied auf den deutschen Schlager eröffnete der Chef, seine Sänger aller Chorgattungen im Rücken das Programm. Ob als Sänger bei den kurz angespielten deutschen Schlagern aus der 60er und 70er Jahren oder in wohlgesetzten Worten als Verteidiger des deutschen (Schlager)Liedgutes, Leupolz machte dabei immer eine gute Figur. Etwas an seiner Fitness feilen muss der Ortsvorsteher und Vorsänger noch, daß er nicht, wie in der Parodie auf den Helene Fischer Hit als Jogger „atemlos durch den Wald" schnaufen muss.

Das Verhalten der Senioren ganz genau beobachtet haben Anna Lena Ruf, Jeanette Galster, Tabea Stephan, Cosima Rommel, Tim Ruf, Sophia Weber und Hanna Traub vom Jugendchor Chorios in ihrer „Märchenstunde im Altersheim". Als Rapunzel über Haarausfall klagt, Schneewittchen wie der Böse Wolf am Stock geht, Rotkäppchen beim gemeinsamen Spielenachmittag einfach wegratzt und eine andere Grimm´sche Märchenfigur dringend ihre Blutdrucksenkenden Pillen braucht, waren Lachsalven garantiert. Die heimste auch Maria Schele für ihre Bütt über den grassierenden Schönheitswahn „Schönheit kann man sich kaufen, ma muss nur zum Dr. Mang na laufa!" ein.

Stefan Mager nahm sich den ersten Hit von Nicole vor, mit Animations-Video hiess es bei ihm „Fall nicht ins Klo" mein kleiner Freund. Doch leider kam die Warnung zu spät...

Nicht aufs Maul gefallen sind Ida Buffler und Hilde Höhmann-Geissler als D´Anna und D´Berta, die als alte Bekannte wieder mit scharfer Zunge das Jahresgeschehen rund um den Liederkranz kommentierten, oder so wie sie es gerne gesehen hätten. Etwa die Geschichte von Berthold Leupolz, der seiner Flamme an Silvester mit vielen Böllern ein gutes neues Jahr wünschen wollte und kein einziger funktionierte. Denn dummerweise hatte sie der Verkäufer schon getestet...

Nachhilfe bekamen die SängerInnen von Chortissimo vom Chef (Berthold) bei ihrer musikalischen Alkoholmixtur. Der zeigte ihnen musikalisch auf, wie man am besten trinkt.

In der Ruhe liegt die Kraft, sagten sich Vater Josef Bodenmiller, Sohn Stefan Mager und Tochter Karin Traub, als die Mutter Ida Buffler ganz „scherrig" „Vor der Singstunde" zum Aufbruch mahnte. Trotzig marschiert die Mutter, angestachelt von der Nachbarin (Ulrike Bott), ihre unpässliche (bzw. lustlose) Familie zurücklassend, los in Richtung „Berg". Da meldet die Nachbarin (Maria Schele), daß die Singstunde wegen Krankheit des Dirigenten leider ausfallen muss.

Frisch dem 3D Animationsfilm The Minions entsprungen schienen die blau-gelben Tierchen, die vom JugendChorios bei ihrem Tanz zum Leben erweckt wurden. Selbsrverständlich durften die Tierchen nicht ohne Zugabe in ihren Hollywoodstreifen zurückkehren.

Schwer hatte es Matthias Zimmer als Paartherapeut in dem Sketsch „Die Eheberatung". Als „Preuße" mit der maulfaulen Mentalität der Schwaben nicht so vertraut, verzweifelte er beinahe an Ulrike Bott und Walter Merkle. Die hatten sich zwar etwas auseinandergelebt , aber im richtigen Rhythmus (alle vier Stunden! ) fanden sie immer wieder zueinander.

Genügsam zeigten sich die Sängerinnen und Sänger von Chortissimo bei ihrer letzten Gesangseinlage. Der Fasnetshit „Aber mir roicht´s wenn i woiß, dass i kennt wenn i wett" bildete den gelungen musikalischen Abschluss des Programmes.

Aber einen (Sketsch) hatte der Liederkranz noch im Köcher. Wie schon im Vorjahr hatte Klaus Weber die Ahnung „Do stimmt was it!" Als frischgebackenem Vater drückte ihm Josef Bodenmiller zum erstenmal sein Kind in die Arme, doch – o Schreck – da konnte echt was nicht stimmen. Seine Gattin im Wochenbett (Hilde Höhmann Geissler), hatte aber schnell eine Erklärung parat: Kinder die Am Tag gemacht werden kommen weiß auf die Welt, Kinder die in der Nacht gemacht werden...

Da hatten die hierzulande legendären Romanas recht, als sie nach den kurzen Dankesworten von Berthold Leupolz meinten, die Ballgäste hätten nach dem rund zweieinhalb stündigen Programm etwas Bewegung nötig. Mit einer Polonaise überbrückten sie die Zeit des Bühnenabbaus. Das Angebot sich danach noch zu den Hits aus vielen Jahzehnten auf der Tanzfläche richtig auszutoben nahmen dann auch viele Ballgäste, egal welchen Alters, gerne an.

 Text und Fotos Uli Gresser

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