Eintuernen

Eintürnen - Achtzehn Musiker durfte der Kreisverbandsvorsitzende des Bezirkes Schussen, Rudi Hämmerle, beim Jahreskonzert des Musikvereines Eintürnen, das Dirigent Florian Hubl in diesem Jahr unter das Motto „Musik erzählt von Ereignissen" gestellt hatte, mit Ehrennadeln in Bronze, Silber, Gold bzw in Gold mit Diamant, auszeichnen. In bewährter Manier führten Heinz Schele und Ines Bott mit einführenden Worten zu den jeweiligen Stücken durch das Programm. (Die Geehrten mit Rudi Hämmerle links)

Bei seiner einleitenden Ansprache konnte Vorstand Roland Schmid neben Rudi Hämmerle den Dirigent des Kreisverbandsorchesters, Thomas Räth, den Hausherrn und Ortsvorsteher Berthold Leupolz, viele Ehrenmitglieder, Stadtpfarrer Stefan Maier (selbst aktiver Musiker bei der Stadtkapelle) sowie zahlreiche Musikanten von den Kapellen der Großgemeinde begrüssen.

Den musikalischen Auftakt machten die Mu-Si-Kids unter der bewährten Leitung von Yvonne Wendlik in der bis auf den letzten Platz gefüllten Festhalle auf dem Eintürner Berg. Die 23 Kinder im Alter von vier bis sieben Jahre erhalten ihren ersten musikalischen Unterricht in der Kooperation von Liederkranz und Musikkapelle und können später entscheiden ob sie eine Instrument lernen oder in einen der Chöre des Liederkranzes Eintürnen einsteigen möchten.

Die Musikkapelle Eintürnen eröffnete ihren ersten Konzertteil mit „The Olympic Spirit" von John Williams, der vor allem durch seine Kompositionen für Filme weltbekannter Filmregisseure wie z.B. Steven Spielberg berühmt wurde. Das Stück war eine Auftragsarbeit des US-Fernsehsenders NBC als Hymne für die Olympischen Spiele 1988 in Seoul. In mitreissender Manier vermochten die 37 Musiker damit das Publikum zu begeistern. Der holländische Komponist Jacob de Haan setzte mit „Ross-Roy" der monumentalen Villa aus dem späten 19. Jahrhundert in Brisbane (Australien), die seit 1945 das St. Peters Lutherian College" beherbergt, ein musikalisches Denkmal. Für den Komponisten, der die Uraufführung des Stückes 1997 selbst dirigierte, eine Methapher für die Schulzeit, in der ja ein Großteil der Persönlichkeitsbildung des Menschen stattfindet. Diese Symbolik für die Schulzeit und all ihre Facetten herauszuarbeiten, gelang den Musikern um Dirigent Florian Hubl sehr gut. Dafür wurden sie mit lang anhaltendem Applaus des fachkundigen Publikums belohnt.

Mit dem Konzertmarsch Abel Tasman von Alexander Pfluger blieb die Kapelle musikalisch noch auf dem fünften Kontinent. Der nach einem niederländischen Seefahrer und einem Nationalpark auf der Insel Tasmanien (Neuseelamnd) benannten Marsch stammt aus der Feder des hierzulande blasmusikalisch nicht unbekannten musikalischen Leiters „Die Schwindligen 15".

Mit dem Graf Zeppelin Marsch stieg die Musikkapelle nach den obligatorischen „Pausensaiten" in den zweiten Konzertteil ein. Dieser weltberühmte Marsch wurde von Carl Teike vor 110 Jahren komponiert und gilt weltweit als „Inbegriff des deutschen Marsches". Eigentlich schade, dass die Musiker bei ihrer Interpretation dieses Schmankerl´s auf der Bühne sassen... Mit der Komposition von Michael Geissler „Hindenburg in Memoriam Lakehurst 1937" riefen die Eintürner Musiker dem Publikum ein Ereignis in Erinnerung, das im Jahre 1937 zum Ende der „Giganten der Lüfte", der Erfindung ebendieses Grafen Zeppelin führte: die Explosion der „Hindenburg" im amerikanischen Lakehurst. Eindringlich schafften es die Musiker, diesen Mythos der Geschichte mit seiner Dramatik, dem kollektiven Schock der Menschen weltweit über die Katastrophe und wie das Leben danach weiterging, musikalisch umzusetzen und auf der Festhallenbühne in Eintürnen vor dem inneren Auge des Publikums die alten Schwarz-Weiss -Filmaufnahmen abspulen zu lassen.

Mit dem wunderschönen Walzer „Über den Wellen" des mexikanischen Komponisten und Musikers Juventino Rosas (1868-1894) zauberte die Kapelle Ballhausatmosphäre auf den„Berg" und mit der Annen-Polka von Johann Strauss Sohn gab es Sonntagnachmittagsstimmung im Wiener Prater noch dazu.

Kein Wunder dass Musiker erst nach der zweiten Zugabe die Bühne verlassen durften. „Gabriellas Sang" dem melancholischen Titelsong des schwedischen Filmes „Wie im Himmel" folgte die zweite Auflage vom „zweitliebsten Marsch" von Rudi Hämmerle.

Aprospos Hämmerle: dieser trat bei der Ehrung der langjährigen Musiker würdig in die Fusstapfen eines Josef Mütz. Mit launigen Worten heftete Rudi Hämmerle den geehrten Musikern ihre Ehrennadeln an. Besonders freute er sich, Fritz Kieble für 40 Jahre aktive Tätigkeit mit der Ehrenadel in Gold mit Diamant auszeichnen zu dürfen und meinte scherzhaft zu ihm: „Wir haben Nadeln bis 70 Jahre Aktives Musizieren!"

Für 10 Jahre mit der Ehrennadel in Bronze geehrt wurden: Florian Bott, Eva Brauchle, Christian Maucher, Michael Mennig, Carina und Daniela Merkle sowie Thomas Schele.

Für 20 Jahre mit der Ehrennadel in Silber geehrt wurden: Stefan Binzer, Tobias Bott, Bettina Hengge, Constanze Schmid und Tanja Stephan.

Für 30 Jahre mit der Ehrennadel in Gold geehrt wurden: Frank Binzer, Marianne Kugler, Heinz Schele, Thomas Stärk und Günter Stephan.

Für 40 Jahre mit der Ehrennadel in Gold mit Diamant geehrt wurde: Fritz Kieble.

Bericht und Bilder Uli Gresser

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