Eintürnen - Am vergangenen Samstag hatte der Musikverein Eintürnen zu seinem Musikball in die Turn- und Festhalle auf dem Eintürnenberg eingeladen und dafür wieder ein buntes Programm auf die Beine gestellt. Hai, Seepferd, Meerjungfrau und Riesengarnele bevölkerten daher zuhauf die rappelvolle Halle, denn Ballmotto war die Unterwasserwelt der sieben Weltmeere bzw. Weiher rund um Eintürnen.

 

Bereits der Opener machte klar, dass dies kein gewöhnlicher Ball werden würde: Tatsächlich tauchte beim traditionellen musikalischen Einstieg durch die Musikkapelle zunächst das U-Boot MVE-18 aus den Fluten des Metze, dem mit Roland Weber und Roland Schmid zwei maulende Pauschaltouristen „eine U-Boot Reise für unter 400 €, wir hätten es wissen müssen“ mit ihren Instrumenten entstiegen. Doch ganz unzufrieden waren die Beiden dann doch nicht, denn die Abenteuer, die sie auf ihrer Reise zwischen Rohrsee und Languhrweiher erlebten, waren durchaus nicht von Pappe, wie sie nicht belustigt erzählten: Der Schuss mit dem Torpedo ging voll nach hinten los und steckte in der Milchkammertüre eines angrenzenden Bauerhofes...

Eine ganz andere Unterwasserwelt erlebte Florian Weber mit viel Wortwitz als Comedy „Kölner Pink Panther“ im Schwimmbad: Mit kölschem Dialekt nahm er das Verhalten der älteren Semester aufs Korn: „Am schlimmsten sind die Rentner am Morgen, die wie Tretminen und ohne eigenen Vortrieb im Wasser liegen“. Und wie er am Nachmittag, beim Versuch einer Riesengruppe bei der Seniorengymnastik auszuweichen, ins Wasser fiel und plötzlich neben ihm eine U-100 Seniorin auftauchte und ihn anschnarrte: „Dat is mein Platz“

Zu ihrem schon zum festen Bestandteil beim Musikball gehörenden Dorftratsch trafen sich Josef Schele, Arthur Bott und Markus Bendel, „die drei Tratsch-Onkel“ wie Heinz Schele, der wie immer lässig-witzig durchs Programm führte, natürlich im nassen Element. Von der Bratpfanne, die per Dominoeffekt einen Riesenkratzer auf dem fast neuen Motorrad hinterließ. Oder dem erfolgreichen Tauchgang nach dem Rucksack mit Bier, der beim Kentern eines Kanus beim Kanufahren des Trompetenregisters auf der Donau über Bord gegangen war. Oder das Plündern des Geschenkkorbes für den Dirigenten, nachdem die Musikanten morgends um halb fünf nach dem letzten Jahreskonzert der Heißhunger überkommen hatte. „Die waren keine Veganer, die Trauben und Bananen haben sie nämlich drin gelassen.“

 

Der Tanz der Meerjungfrauen, den die Mädels der Kapelle einstudiert hatten, die natürlich erst nach einer Zugabe von der Bühne durften, sollte eigentlich mit einem goldenen Konfettieregen á la Championsleague enden sollte, klappte erst als eine der Tänzerinnen selbst aktiv wurde.

Probleme hatten auch drei Kandidaten an der Himmelspforte: Petrus (Musikvorstand Roland Schmid) wollte seinen freien Tag genießen, als die drei, ein Anwalt (Michael Mennig), ein Fensterputzer (Florian Bott) und ein Liebhaber (David Geray) um Einlass baten. Um sie einzulassen, verlangte er von ihnen eine gute Geschichte. Der Anwalt vermutete, dass seine Frau fremdging, kam früher als üblich von der Arbeit nach Hause, und tatsächlich... Der Anwalt vermutete den unglücklichen Fensterputzer als Liebhaber, der allerdings nur unglücklich abgerutscht war und sich zufällig am Balkongeländer festklammerte. Weil dieser nun den Absturz überlebte, warf der Anwalt ihm den auf dem Balkon stehenden Kühlschrank hinterher, in dem wiederum der Liebhaber Zuflucht gesucht hatte. Und weil der Anwalt nicht bemerkt hatte, dass sich das Kabel des Kühlschrankes um sein Bein gewickelt hatte... Petrus jedenfalls fand die Geschichte so gut dass er allen dreien Einlass gewährte.

Ines Bott und Daniela Merkle zerrissen sich als alternde Putzfrauen ihre Mäuler und sinnierten über das Beuteschema ihrer Verflossenen nach: „Ich habe meinen Mann gefragt, wen er mehr liebe, mich oder den Fußball? Natürlich Fußball, hat der gesagt, aber dich liebe ich mehr wie Boccia und Dressurreiten.“

 

Als G´Stanzl-Sänger betätigten sich Dirigent Alexander Dreher, Heinz Schele, Roland Weber und Ortsvorsteher Berthold Leupolz, zu denen dann nach dem eröffnenden Lied vom F... Günther Stephan stieß, bei dem er mit seiner Tuba eine tragende Rolle gespielt hatte. Beim zweiten Stück regten sich beim weiblichen Teil des Publikums zunächst Unmutsbekundungen, kein Wunder lautete dieser doch:„Ich bin froh, dass I als Bua geboren bin.“ Doch endete das Lied versöhnlich: „Wir sind froh, dass es euch Frauen gibt.“ „Des bassiert halt“ lautete das Credo im dritten Stück das Quintett auf die Bühne brachten, die danach blitzschnell abgebaut wurde um Platz für die Tanzfläche zu schaffen.

Die Partyband „Soundexpress“ , die schon während der Umbaupausen des Programmes mit Schunkelrunden eingeheizt hatte, sorgte danach bis zum frühen Morgen für die musikalische Unterhaltung.

 

Text und Bilder von Uli Gresser
Bildbestellung

 

Die angezeigten Bilder haben eine Bildnummer. Pro Bilddatei berechnen wir 2,50 €. Teilen Sie bitte per Mail die gewünschten Bildnummern mit. Der Fotograf wird sich mit Ihnen bezüglich der Abrechnung und Bezahlung in Verbindung setzen. 

 

  • bild7804
  • bild7806
  • bild7809

  • bild7810
  • bild7811
  • bild7813

  • bild7814
  • bild7816
  • bild7817

  • bild7819
  • bild7820
  • bild7822

  • bild7823
  • bild7824
  • bild7829

  • bild7831
  • bild7833
  • bild7834

  • bild7835
  • bild7837
  • bild7840

  • bild7842
  • bild7847
  • bild7849

  • bild7852
  • bild7854
  • bild7855

  • bild7856
  • bild7858
  • bild7861

  • bild7864
  • bild7865
  • bild7866

  • bild7870
  • bild7872
  • bild7874

  • bild7876
  • bild7877
  • bild7880

  • bild7881
  • bild7883
  • bild7884

  • bild7886
  • bild7887
  • bild7888

  • bild7890
  • bild7895
  • bild7897

  • bild7899
  • bild7902
  • bild7905

  • bild7907
  • bild7909
  • bild7910

  • bild7911
  • bild7912
  • bild7913

  • bild7915
  • bild7918

 

 
Submit to FacebookSubmit to Google PlusSubmit to Twitter