DSL

Eintürnen/Haidgau - In Haidgau und Eintürnen haben die meisten Haushalte jetzt schnelles DSL zur Verfügung. Aus diesem Anlass trafen sich Bad Wurzach´s Bürgermeister Roland Bürkle, die Ortsvorsteher von Haidgau, Franz Ritscher, und Eintürnen, Berthold Leupolz, gemeinsam mit dem Fachbereichsleiter Infrastruktur der Stadtverwaltung, Stefan Kunz, mit dem Geschäftsführer von T-Connect, die die Anschlüsse einrichtete,  Claus Ziegerer und Bernd Kordes, dem Verantwortlichen Teamleiter von Betreiber Neckarcom bei Markus Köhler, der in Eintürnen einen Reifen- und Autozubehörhandel betreibt. Foto: Claus Ziegerer, Bürgermeister Bürkle, Franz Ritscher, Stefan Kunz, Bernd Kordes und Berthold Leupolz freuen sich gemeinsam mit Markus Köhler über das schnelle DSL (v.l.n.r.)

Dieser hatte im September 2013 das Geschäft übernommen. Er hatte zu Beginn nicht einmal einen Festnetzanschluss, musste alles Geschäftliche per Handy oder von seinem privaten Computer aus erledigen. Er ist froh, dass diese Zeit nun hinter ihm liegt, denn sämtliche Kontakte mit Lieferanten laufen in seiner Branche online. Jetzt könne er den Kunden direkt auf den Seiten der Zulieferer Bilder zeigen und Kostenvoranschläge versenden.

Bürgermeister Bürkle freute sich, dass  es nun endlich geklappt habe, was man mit einer Konzeptstudie und der Leerrohrausschreibung bereits im Herbst 2009 begonnen habe. Die Gesamtkosten für Leerrohrverlegung und die technische Inbetriebnahme lagen für Haidgau und Eintürnen bei insgesamt 230.000 €, von denen 50% durch Landeszuschüsse finanziert wurden, die andere Hälfte wurde durch die Stadt Bad Wurzach und durch Eigenbeteiligung der Eintürner und Haidgauer Bürger und Betriebe aufgebracht. Seit dem 04.02. 2014 sind nun alle Schaltschränke in Betrieb, womit in Haidgau 325 Haushalte und in Eintürnen 290 Haushalte schnelles DSL nutzen können.Damit seien bis auf Gospoldshofen und einigen kleinen Lücken alle Ortschaften angeschlossen.

Bürkle lobte die beiden Ortsvorsteher für ihr Engagement. Sie hätten „ordentlich schrubben müssen, die Leute beruhigen und ihnen gut zureden müssen, wenn es mal wieder Verzögerungen gegeben habe. Aber man habe bis  jetzt nur positive Rückmeldungen gehört.Er dankte auch der Neckarcom, eine Tochterfirma der EnBw und deren Projektleiter Bernd Kordes. Die Zusammenarbeit sei nicht immer einfach gewesen, aber man habe sich zusammengerauft. Kordes freute sich, dass die beiden Orte jetzt am Netz sind.
Franz Ritscher sagte, die Aufgabe sei eigentlich einfach gewesen, weil die Leute ja wollten. Unglücklich sei in Haidgau gewesen, dass erst der ein Schrank zur Verfügung stand, die andere Hälfte des Dorfes jedoch erst später angeschlossen werden konnten, weil wegen des gefrorenen Bodens die Arbeiten erst später ausgeführt werden konnten.

Rund 400 Anschlüsse stehen für Eintürnen und Haidgau zur Verfügung, 40 - 50 sind inzwischen aufgeschaltet, weitere 160 sind bestellt.

Claus Ziegerer von T-Connect, das die für die Anschlüsse sorgte, äusserte sich zu technischen Details und den Übertragungsraten. Teilweise seien die Prognosen übertroffen worden. Wenn die Leistung nicht so hoch sei, wie erwartet könne dies an den teilweise aus den 60er Jahren stammenden Kupferkabel liegen, die vom Schaltschrank bis zum Hausanschluss verlegt sind. Die Telekom habe diese Kabel teilweise verschlauft. So könne es vorkommen dass ein Nutzer  der den Schaltschrank „quasi vor Augen“ habe, keine besonders hohe Übertragungsrate haben. Dies deswegen, weil die Schlaufe teilweise 6-7 Kilometer z.B. über eine andere Ortschaft laufe, was natürlich einen großen Geschwindigkeitsverlust bedeute.
Die Technik sei im Landkreis Ravensburg ok. Die Kündigungstermine beim Anbieterwechsel bereiten den Nutzern momentan eher Probleme.

Bericht und Foto: Ulrich Gresser

 

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