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Bad Wurzach - Mit seinem traditionellen Adventskonzert in der Pfarrkirche St. Martin auf dem Eintürner Berg eröffnete der Liederkranz musikalisch die Festivitäten zur offiziellen Amtseinführung der neuen Grundschulrektorin Daniela Brillisauer. Bei Kaffee und Kuchen in der Turn- und Festhalle wurde danach die Amtseinführung der gebürtigen Eintürnerin gebührend gefeiert.

Die Mu-Si-Kids unter der Leitung von Yvonne Wendlik machten mit zwei Adventsliedern den Auftakt des Konzertes in der Kirche, nachdem Liederkranzvorstand und Ortsvorsteher Berthold Leupolz die Adventskerzen am Adventskranz in der Kirche entzündet hatte. „Gaudete“ (Freuet Euch) heisst der dritte Adventssonntag im Kirchenjahr, mit „Freuet Euch“ begrüsste Leupolz auch die vielen Konzertbesucher, denn die Gemeinde hatte an diesem Tag auch besonderen Grund zur Freude.

Nachdem der Jugendchor des Liederkranzes, der JugendChorios die Herzen der Konzertbesucher erwärmt hatte, beeindruckten die Grundschulkinder die Besucher mit der Geschichte von den vier Kerzen, Frieden, Liebe, Freude und Hoffnung. Während die drei Erstgenannten in der heutigen Zeit schon zu erlöschen drohen, wird solange  die Hoffnung noch brennt, in den dreien wieder neues Feuer entfacht. Passend dazu sangen die Grundschulkinder zum Abschluss den Gospel „This little light of mine“.

Mit Chortissimo unter der musikalischen Leitung von Daniela Apel standen erstmals an diesem Nachmittag die Erwachsenen im Chorraum. Mit Adventsliedern  in fünf verschiedenen Sprachen besangen sie die Ankunft von Jesus Christus.

Auch Wolfgang Schmid, der musikalische Leiter von Liederkranz und Kirchenchor hatte für den gemischten chor ein abwechslungsreiches Programm zusammen gestellt. Neben einem Choral von Bach durften sich beim Schneeberger Weihnachtslied die Frauen des Chores solo präsentieren, während die Männerstimmen bei den „Weihnachtsglocken“ von Sonnet auszeichnen konnten.

Alle Chöre sangen zum feierlichen Abschluss des Konzertes gemeinsam den Besuchern „Macht hoch die Tür“ ehe sich Sänger und Besucher gemeinsam zum Festakt anlässlich der Amtseinführung der neuen Grundschulrektorin Daniela Brillisauer in die Festhalle begaben.

Voller Stolz überschrieb Ortsvorsteher Berthold Leupolz  seine Einführungsrede beim Festakt mit den Worten „Hochschule bekommt Nachwuchs“ . Stolz, aber auch erleichtert, dass nachdem sich vor rund anderthalb Jahren die Vorgängerin in den Ruhestand verabschiedet hatte, die Stelle an der mit 722m ü. NN höchstgelegenen Schule im Stadtgebiet neu besetzt wurde. Er zeigte sich sehr glücklich, dass sich das Land Baden Württemberg weiterhin zu einer der kleinsten Grundschulen im Ländle bekenne, denn die Identifikation mit der Ortschaft sei durch eine Grundschule vor Ort deutlich höher.

Schuldekan Josef Fussenegger aus Wangen zeigte sich in seinem Grusswort beeindruckt vom vorangegangenen Konzert, zu dem die ganze Gemeinde beigetragen habe. An die neue Rektorin gewandt, meinte er, bei ihr könne man mit Fug und recht sagen, dass sie als überzeugte Religionslehrerin und Christin Verantwortung übernehme.

Irene Brauchle, bei der Stadtverwaltung Fachbereichsleiterin Schule und Familie, freute sich, dass mit Frau Brillisauer eine Einheimische für den Rektorenposten genommen wurde. Der neuen Rektorin, die selbst Blockflötenunterricht erteilt und bei der Musikkapelle Wolfegg aktiv Musik macht, liege viel an der Zusammenarbeit von die Vereinen mit den Kindern.

Pfarrer Paul Notz nahm in seinem Grusswort noch einmal das Beispiel der vier Kerzen auf und meinte wenn all , wie die Sterne auf den symbolhaften Kerzen bei der Geschichte ihre Kräfte bündelten, die Zusammenarbeit unter dem Segen Gottes klappen würde.

Ein besonderes Geschenk machten die Schulkinder ihrer neuen Rektorin. Nachdem musikalischen Willkommensgruss, den die Schüler mit den Lehrern heimlich eingeübt hatten, bekam sie von den 27 Schülern eine ganz spezielle Erstklässler-Schultüte gefüllt: Neben Obst und Schokolade gab es Oropax eine Packung Taschentücher und Relaxpflegeöl und einen extralangen Geduldsfaden. Und jede Menge Blumen.

Herbert Sgier, Rektorenkollege an der Grund- und Werkrealschule Seibranz, hiess sie  stellvertretend für die anwesenden Rektoren Brigitte Blaschko (Realschule) Pater Friedrich Emde (Salvatorkolleg), Andre Radke (GS und Bildungshaus Arnach), Reinhard Espe (GS unterschwarzach) und Daniel Schmid (Förderschule) in der Runde der Schulleiter willkommen. Schulleiter das seien viele Berufe in einem, vom Hausmeister bis zum Sozialberater. Kreativität sei gefordert, aber auch Gestaltungsspielraum möglich. Für die viele anstehende Fragen seien die Schulleiter in Bad Wurzach gut vernetzt.

Daniela Brillisauer selbst erzählte von ihren verschiedenen Blickwinkeln, die sie im Laufe ihres Lebens auf die Grundschule Eintürnen gewonnen habe und gab einen kurzen Überblick über ihren Werdegang.Etwa über die Aufregung als der Wechsel von der Grundschule mit damals 27 Schülern in die fünfte Klasse im Salvatorkolleg mit 33 Schülern anstand. Der Wechsel habe gut geklappt, ebenso wie das Studium an der PH Weingarten, ihre erste Stelle bei der GS Bad Wurzach und danach bei der Grundschule Arnach.

Auch sie sah die vier Kerzen als Säulen ihrer Arbeit an: Die Schüler sollten den Umgang mit Konflikten lernen, Schüler und Lehrer sollten gerne und mit Freude in die Schule gehen. Freundschaften, anderen zu Helfen, Teamgeist und die Fähigkeit zur Kooperation sah sie als dritte Säule an und schliesslich solle die Hoffnung allgegenwärtig sein, dass das Kultusministerium zu ihrem Wort, „Kurze Beine, kurze Wege“ stehe, und damit der Erhalt der Grundschule lange gesichert sei. Zum Abschluss bedankte sie sich bei der Stadt als Schulträger für deren Engagement zum Erhalt der Schule.

Text und Fotos Uli Gresser

Zum Bildalbum Kirchenkonzert

Zum Bildalbum Rektoreneinsetzung

 

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