17dietmannsDietmanns - Das diesjährige Jahreskonzert gestaltete der Musikverein Dietmanns in der heimischen Friedrich-Schiedel-Halle gemeinsam mit dem Musikverein Eberhardzell, der im vergangenen Jahr sein 125jähriges Bestehen feierte. Bild: Die Geehrten mit Rudi Hämmerle (links) und Bürgermeisterin Alexandra Scherer (rechts)

 

Den Auftakt zum diesjährigen Jahreskonzert macht der Musikverein Eberhardzell unter der Leitung von Lukas Aßfalg, der Musikverein Dietmanns stand wie in im Vorjahr unter der Leitung von Florian Renz, der gleichzeitig für Eberhardzell als Posaunist tätig war. Hohe Ehre für die in diesem Jahr geehrten langjährigen Musiker: Der Kreisverbandsvorsitzende Rudi Hämmerle persönlich führte die Ehrungen gemeinsam mit Bürgermeisterin Alexandra Scherer durch.


Die Liste der Ehrengäste war lang, die Vorstandssprecher Markus Riss vor dem Konzert abarbeiten durfte war lang: Neben dem Ravensburger Kreisverbandsvorsitzenden Hämmerle war auch dessen Biberacher Kollege Markus Bitterwolf aus dem Kreisvorstandsteam in Dietmanns mit dabei. Neben bürgermeisterin Alexandra Scherer gab sich auch Petra Springer, die Leiterin der Jugendmusikschule und der Stadtkapelle Bad Wurzach die Ehre. Pfarrer Stefan Maier, selbst Musiker sowie zahlreiche Ehrenmitglieder des MV Dietmanns und viele Vereinsvorstände und Musiker von Vereinen aus der Region wollten sich das Konzert in der proppenvollen Friedrich-Schiedel Halle nicht entgehen lassen.


Mit der „Alvamar Overture“ einem wunderbar, luftig-fröhlichen, aber auch feierlichen Werk für Oberstufenorchester des US-amerikanischen Komponisten James Barnes eröffneten die Gäste aus Eberhardzell musikalisch das Konzert.


In „Cry of the last Unicorn“ fasst der Komponist Rossano Galante in nur sieben Minuten mal mit klagendem Oboen-Solo, mal mit Bass lastigen Partien das schicksalhafte Zusammentreffen des letzten Einhorns mit seinen Jägern zusammen. Souverän führte Lorena Grundler mit Beschreibungen wie dieser durch das Programm des MV Eberhardzell.Ein Fest für die Blechbläser wurde das nächste Stück: „Brassed up Funk!“ Ein Stück bei dem jeder Zuhörer am liebsten aufgesprungen wäre, um sich zu den „funky“ Rhythmen tänzerisch zu verausgaben. Ging allein schon aus Platzgründen nicht und so musste Man(n) sich mit mit dem im rhythmus Auf- und Ab Bewegen eines Beines begnügen.


Damit begnügte sich die Kapelle bei „Visions“ des Schweizer Komponisten Mario Bürki nicht. Bei diesem Stück soll laut Aussage von Lorena Grundler nicht nur während der Vorbereitungszeit bei dem einen oder anderen Schlagzeuger der Kopf geraucht haben. Denn mit Teelichtern in Der Hand verabschiedete sich die ganze Kapelle in Richtung der nun abgedunkelten Halle, um sich dort im Halbkreis vor der Bühne zu versammeln. Einzig die Schlagwerker hielten auf der Bühne die Stellung. Mit diversen Solos während dieses Ausfluges geriet dieser nicht nur zu einem optischen, sondern auch zu einem akustischen Leckerbissen. Logisch, dass die Zuschauer nach diesem stimmungsvollen Feuerwerk eine Zugabe forderten. „Wie es der Zufall so will, haben wir noch ein dabei,“ sagte Dirigent Lukas Aßfalg. Als wohl eines de schönsten Popsongs bezeichnete er „We are the world“ mit dem der MV Eberhardzell die Bühne für die Dietmannser räumte.


Mit dem Stück „Lord of Seven seas“, welches das diesjährige Konzertmotto „heldenhaft“ wiederspiegelte starteten diese unter der Leitung von Florian Renz in den zweiten Teil des Konzertabends, zu dem die beiden Ansagerinnen Isabel und Alina Jäger – „noch immer nicht verwandt oder verschwägert“ – in gewohnt humorvoller Weise das Publikum willkommen hieß. Nebenbei erfuhr man während der Moderation, zu der die beiden schon mal Kapitänsmützen aufzogen, dass „ihr“ Kapitän“ Flo inzwischen sein Dirigentenpatent (C-3-Kurs) mit hervorragender Bewertung gemacht hatte. Ob der Lehrer Milton Shank bei „All Glory Told“ ein Held sei, darüber gingen die Meinungen der beiden weit auseinander, dennoch wussten die Musiker auch bei diesem mitreißenden Konzertwerk, da sich laut Verlag bestens für Wertungsspiele eignet, zu überzeugen.


Dann kam der große Auftritt des Kreisverbandsvorsitzenden Rudi Hämmerle. Um sich auf Laudatio für die Geehrten zu konzentrieren, holte er sich Bürgermeisterin Alexandra Scherer auf die Bühne. Geehrt wurden für 10jährige aktive Tätigkeit mit der Ehrennadel in Bronze: Karina Ego, Alexander Heine, Jan Heinrich und Ramon Jäger Mit der Ehrennadel in Silber für 20jährige Tätigkeit wurden ausgezeichnet: Birgit Sigg, Caroline Stangel und Julia Kunz. Die Ehrennadel in Gold mit Urkunde für 30jährige aktive Tätigkeit bekam Alois Vonier überreicht.


Christina Weissenberger erhielt für 10 Jahre die Fördermedaille in Bronze mit Urkunde, Thomas Berle diejenige in Silber mit Urkunde für 15 Jahre Tätigkeit in einer Vereinsfunktion. Jeweils für 20 Jahre Tätigkeit in der Vereinsvorstandschaft erhielten Claudia Buck, Stefan Waibel und der langjährige Vorstand Markus Riß die Fördermedaille in Gold mit Urkunde überreicht.


Ehe die Musiker sich wieder auf ihr Kerngeschäft konzentrierten, lieferten die beiden Ansagerinnen noch im Zweiten Dietmannser Fernsehen gemeinsam mit carina Ego einen kurzen Überblick über den bisherigen Verlauf des abends im Live-Ticker-Stil: „20.50 Uhr: Nach einem begeisternden Konzert erhält der MV Eberhardzell tosenden Applaus und kann erst nach einer Zugabe von der Bühne. 21: 00 Uhr – Saiten zur Pause – endlich was zwischen die Zähne. 21.35 Rudi Hämmerle führt bravourös Ehrungen von Dietmannser Musikern durch. Jetzt: Der MV Dietmanns spielt „Moment for Morricone“, das zu den erfolgreichsten Veröffentlichungen für Blasorchester gehört.


Dann folgte die Live-Schaltung zu Isabel und Alina Jäger, die als James Bond und Interviewer die seit 60 Jahren die Welt bewegende Frage beantworten: „Geschüttelt oder gerührt?“ Denn nach dem Italo-Western Medley mit den weltweit bekannten Melodien von „Spiel mir das Lied vom Tod“ bis „The good the bad and the ugly“ ließen die 61 MV Dietmanns-Musiker um Dirigent Florian Renz mit „James Bond 007“ ein weiteres „heldenhaftes“ Filmmusik-Medley folgen, wobei natürlich„Goldfinger“, „For your eyes only“ aber auch die Filmmusiken zu neueren 007-Streifen nicht fehlen durften.


Bevor sich die Dietmannser Musiker vom Publikum verabschieden wollten und dafür „Salve Imperator“ von einem der besten Marsch-Komponisten, Julian Fucik, einstudiert hatten, gaben die beiden Ansagerinnen noch einen Überblick über die vielen Dietmannser Helden, etwa beim Frühlingsfest. Aber auch dass die Zahl der Musiker in Dietmanns viermal so hoch wie im ganzen Landkreis, gemessen an der Einwohnerzahl. Rekordverdächtig und Heldenstatus verdienend sei auch die Tatsache, dass der MV in den letzten fünfzig Jahren nur vier Dirigenten hatte. Und in den letzten 80 Jahren gar nur drei Vorstände: Hubert Menig, Franz Riß und Markus Riß.


Und dieser meldete sich dann auch noch zu Wort, etwa um sich eben bei den Ansagerinnen, den Dirigenten ebenso zu bedanken wie beim Kreisverbandsvorsitzenden Hämmerle. Er dankte auch Bürgermeisterin Scherer für die Unterstützung der Jugendmusikschule und bat darum bei dieser weiterhin „nicht zu kleckern, sondern zu klotzen.“


Mit den beiden Zugaben „Out of Africa“ und „Songs vor Children“ ließen die Musiker die Friedrich-Schiedel-Halle endgültig erbeben.




Bericht und Bilder Ulrich Gresser

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