29feuerwehr- Bad Wurzach / Dietmanns - Mit einer zeitlichen Verzögerung erhalten die Feuerwehrleute von Dietmanns endlich Ersatz für ihr 35 Jahre altes Fahrzeug, nachdem der Verwaltungs- und Sozialausschuss der Vergabe zugestimmt hat. Heike Hierlemann, Sachbearbeiterin für Feuerwehrangelegenheiten bei der Stadtverwaltung, erläuterte den Ausschussmitgliedern und den anwesenden Feuerwehrmitgliedern die Sitzungsvorlage.

 

Nachdem der Gemeinderat am 18.01.2016 auf Basis des Feuerwehrbedarfsplanes von 2015 den Grundsatzbeschluss  zur Beschaffung eines Tragkraftspritzenfahrzeug-Wasser (TSF-W) für die Abteilung Dietmanns gefasst hatte, war die Anschaffung bereits für 2017 geplant gewesen. Aufgrund des schlechten Zustandes des Fahrzeuges der Abteilung Gospoldshofen musste die Ersatzbeschaffung des dortigen Fahrzeuges jedoch vorgezogen werden.

Aufgrund des Aufgabenspektrums der Dietmannser Wehr wurde bei der Ausschreibung ein wasserführendes TSF-W für dringend erforderlich gehalten.

 Das Fahrzeug wurde in drei Lose aufgeteilt und öffentlich nach VOL/A ausgeschrieben. Los 1: Fahrgestell, Los 2: Feuerwehrtechnischer Auf- und Ausbau, Los 3: Beladung.

 Bei Los 1 erhielt die Firma BTG als einziger Anbieter  für 48.829,77 € den Zuschlag. Obwohl einziger Anbieter, erfüllte das Angebot dennoch sämtliche bei der Ausschreibung vorgegebenen Bewertungskriterien und erhielt die Maximalpunktzahl.

 Hierlemann begründete bei der Vergabe von Los 2, warum nicht der (finanziell) günstigste Anbieter den Zuschlag erhielt. Hier erhielt ebenfalls BTG für 49.162,33 €  den Zuschlag, weil das Angebot  83 von 87 Bewertungspunkte erhielt, während das Konkurrenzangebot zwei Punkte weniger erhielt. Neben der Kundendienstfreundlichkeit  spielte auch der geringere Verwaltungsaufwand eine Rolle, wenn Fahrgestell und Aufbau aus einer Hand kommen.

 Für das Angebot der Fa. Ziegler in höhe von 52.225,04 € bei Los 3 „Feuerwehrtechnische Beladung“ spreche, dass die Bad Wurzacher Wehr bereits mehrere Tragkraftspritzen der Fa. Ziegler im Einsatz habe, während man mit dem Konkurrenzprodukt keine Erfahrung habe. Auch wenn beide Angebote der Ausschreibung entsprächen und sie nur 226,52 € auseinanderlagen.

Bürgermeisterin Alexandra Scherer lobte Heike Hierlemann für die „hervorragende Aufarbeitung“ der Vergabe.

Von der Verwaltung wird in Zusammenarbeit mit der Feuerwehr nun ein Auftrags-Leistungsverzeichnis erstellt. Da die Angebotspreise 10.717,14 € über der Kostenschätzung liegen werde nun geprüft, ob die Ausführung oder Beladung angepasst werden kann.

Michael Thum fragte an, ob es denn möglich sei – wie bei Los 2 – nicht an den preismäßig günstigsten Anbieter zu vergeben. Hierlemann sieht diese Möglichkeit, da die Bewertungskriterien bereits in der Ausschreibung bekannt gemacht wurden.

Monika Ritscher, die Dietmannser Ortsvorsteherin, störte sich genau an diesem Satz. Sie bat darum, die Dietmannser Feuerwehrleute nicht auch noch zu bestrafen, nachdem sie bereits ein Jahr länger auf des Fahrzeug warten mussten.

Auch Klaus Schütt vertrat diese Ansicht, da die Mehrkosten im vergleich zur Kalkulation aufgrund des deutlich erhöhten Zuschusses ja wieder ausgeglichen würden. Hierlemann erklärte dazu, dass für den endgültigen Auftrag ein Auftragsverzeichnis erstellt werde. Bürgermeisterin Scherer sagte, es werde keine Luxusausstattung geben, wegen der Mehrkosten müsse man sich halt Gedanken machen.

 Stadtbaumeister Matthäus Rude sagte zu den Baufortschritten beim Feuerwehrhaus in Dietmanns: „Der Elektriker hat heute angefangen, der Heizungsbauer kommt bald. Der Bau liegt finanzielle und zeitmäßig im Plan.“

 

Die Abstimmung erfolgte einstimmig.

 

 

Bericht: Uli Gresser

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