13brautArnach - Ist es nicht schade, dass ein Brautkleid nur einmal getragen wird? Diese Überlegung führte in Arnach dazu, dass heiratswillige Frauen sich für ihre Hochzeit auf einem Bazar ihr Brautkleid aussuchen können und dabei auch noch gut beraten werden. Bild: Marianne Schwarz, die zukünftig das Orga-Team beim Brautmodenbazar leiten wird



1993 fand in Arnach der erste Brautmodenbazar des SV Arnach, veranstaltet von den Frauen der Arnacher Damenmannschaft, statt. Die Lebensgefährtin eines der Arnacher Spielers – sie stammte aus Meßkirch – hatte den jungen Frauen von dem dortigen Bazar vorgeschwärmt. Also haben sich die jungen Damen das einmal angeschaut und sagten sich: „Das probieren wir auch!“ Mit großem Erfolg, denn der Bazar in Arnach ging nun in die 26. Runde. Rund 35 Helferinnen sind an diesem Tag im Einsatz: Am Vormittag haben die ehemaligen Bräute Gelegenheit ihr Brautkleid samt Zubehör zum Verkauf anzubieten. Die aktiven Fußballerinnen übernehmen dabei das Sortieren und Katalogisieren der teuren Stücke, und am Abend kümmern sie sich darum, dass die nicht verkauften Stücke wieder ihren Besitzerinnen zurückgegeben werden.


Viele freiwillige Helferinnen aus dem Ort sind dann am Nachmittag mit dem erfahrenen Bazar-Team bei Beratung und Verkauf im Einsatz. Vicky Riedl, die bis zu diesem Jahr Leiterin des Organisationsteams war, ist stolz darauf, dass bei ihrem Bazar jede Braut individuell beraten und betreut wird. „Zur individuellen und persönlichen Beratung für Frisuren, Kopfschmuck und Möglichkeiten zur Änderung der Kleider stehen eine erfahrene Friseurin und eine sehr gute Schneiderin zur Verfügung.“ Das Einzugsgebiet ihres Bazars ist groß: „Ravensburg , Memmingen Biberach, ja sogar aus dem Bodenseekreis kommen ehemalige und zukünftige Bräute zu unserem Bazar.“


Bis zu 140 Brautkleider hatten sie schon in der Turn- und Festhalle in Arnach zum Verkauf angeboten, in diesem Jahr waren es wegen der schneereichen Witterung nur etwa 80. Dennoch herrschte auch an diesem Samstag eine gute Stimmung beim Bazar. Im Entree der Halle werden die angehenden Bräute von ihren Betreuern in Empfang genommen, ihre mitgebrachten privaten Berater (Mutter, Schwester oder Freundin) warten dort gespannt auf die Vorführung „des Traumes in Weiß“.


„Wenn man für Kleider, die im letzten Jahr gekauft wurden, 50 % des Neupreises ansetzt, werden die Teile beim Bazar für 300-700 Euro verkauft,“ erzählt Marianne Schwarz, die zukünftig die Orga-Leitung übernehmen wird. Toll findet sie auch, dass die Helferinnen aus dem Ort immer darauf brannten, dabei zu sein, weil es für sie „einfach eine schöne Arbeit“ sei.


Der Brautmodenbazar in Arnach hat sich zu einer sehr traditionsreichen Veranstaltung gemausert, bei der neben den Brautkleidern und Brautschuhen auch Zubehör, vom Schleier bis zum Ringkissen, also so ziemlich alles angeboten wird, was für den „schönsten Tag im Leben“ benötigt wird.



Bericht und Bild Ulrich Gresser

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