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Arnach - Der Sportverein Arnach feierte sein 90jähriges Bestehen, ohne viel Tamtam, ein paar wenigen Reden aber mit viel Sport. Höhepunkt war natürlich das Fußballspiel der U17 Mannschaften des 1. FC Nürnberg und dem TSV 1860 München.

 

Die Musikkapelle Arnach eröffnete am Samstagmittag musikalisch die Feierlichkeiten im Xare-Miller-Stadion. SVA Vorstand Ewald Riedl freute sich, mit Ehrenmitglied Fritz Harscher sogar einen Zeitzeugen zu der Feier begrüßen zu dürfen, denn der kleine Fritz war im Jahre 1928 bereits sieben Jahre alt. Natürlich freute er sich auch darüber dass mit Xare-Miller und Manne Braun zwei weitere verdienstvolle Vorstände (natürlich ebenfalls Ehrenmitglieder) sich aktiv an der Geburtstagsfeier beteiligten.

 

Zunächst gab er den vielen Gästen einen Abriss über die neunzigjährige Geschichte des Vereins. Das allererste Fußballspiel, bei dem eine Arnacher Auswahl gegen eine Mannschaft aus Unterzeil antrat, wurde 1928 auf einer gemähten Wiese ausgetragen. Drei Jahre nach der Vereinsgründung, unter anderen durch Xaver Harscher, dem Vater von Fritz Harscher, nahm der SV Arnach erstmals am regulären Spielbetrieb teil, bis dieser wegen Kriegsvorbereitungen und dem zweiten Weltkrieg für 10 Jahre eingestellt wurde. 1952 bauten die Arnacher ihren ersten Sportplatz. Nach dem Aufstieg in die B-Klasse im Jahr darauf ebbte das Interesse am Fußball in Arnach allerdings immer mehr ab, bis man den Spielbetrieb für einige Jahre ganz einstellte.

Bis Xare Miller auf den Plan trat: 1962 entfachte er als Jugendtrainer wieder die Fußballleidenschaft, die im Bau des „nicht kaputtbaren“ Sportplatzes im Jahre 1968 mündete, der noch heute als Trainingsplatz und für Schlechtwetterspiele genutzt wird. Auch da war Fritz Harscher wieder mit schwerem Gerät dabei, drei Tage wurde damals mit einem Festumzug zum Abschluss, gefeiert.

1998 kamen dann die beiden aktuellen Sportplätze dazu, die Anlage wurde damals nach Xare Miller benannt, unter dessen 26 Jahre dauernden Vorstandschaft 1998 bis 2000 das Vereinsheim gebaut worden war. Und später unter der Leitung von Manne Braun durch Duschanlagen und Gymnastikraum ergänzt wurde. Aktuell hat die Fußballabteilung 337 Mitglieder, 10 Jugend-Mannschaften sind im Ligabetrieb gemeldet, dazu zwei Aktiven- und eine Damenmannschaft.

 

Die Chronik des SVA berichtet von Wintersport- und Langlaufaktivitäten bis Ende der 60er Jahre. Von Sepp Ringer wurde die Skiabteilung dann wiederbelebt. Sie hat heute 157 Mitglieder in zahlreiche Gruppen und mit vielen Aktivitäten im Winter wie Winterfit, Skikurs , aber auch Inlinern oder Radfahren im Sommer.

Die derzeit zahlenmäßig größte Abteilung des Vereines ist mit 400 Mitgliedern die Turnabteilung, die von Maggie Zapf „gefühlt schon 30 Jahre, aber bestimmt schon die Hälfte ihre Lebens geführt wird. Denn sie bietet neben Step-Aerobic, Fitness für Senioren auch verschiedene Tanzgruppen an, was vor allem bei den jungen Mädchen auf großes Interesse stößt.

Vorstand Ewald Riedl dankte zum Abschluss seines Rückblickes den vielen Übungsleitern und Helfern und natürlich den Älteren, die diese Entwicklung ermöglicht hatten.

 

Bürgermeisterin Alexandra Scherer sagte zu Beginn ihres ersten Grußwortes für einen Verein in Bad Wurzach: „Der SV Arnach wird von der ganzen Gemeinde gelebt!“ Das sei kein Wunder, wenn von rund 1.400 Einwohnern 1.000 im Verein sind. „Der Verein ist seit 90 Jahren immer lebendig und vielfältig in seinen Aktivitäten gewesen.“ Was ihr sehr am Herzen liege sei die Jugendarbeit. „Denn Sie führen immer wieder junge Menschen als Trainer und Betreuer in die Verantwortung. Im Verein lernen sie Fairplay und Teamplay. Sie sammeln dabei unbezahlbar wertvolle Erfahrungen für ihr Leben.“

Auf seine bekannt humorvolle Art ging Ortsvorsteher Mike Raunecker sein Grußwort an: Wenn er als Ortsvorsteher zu einem 90er eingeladen werde, gebe es zunächst drei Standardschritte: „Blumen vom Grad, Freßkorb vom Dorfladen und am Telefon sich nach dem Befinden des Jubilars erkundigen.“

„Heute ist alles anders, das Geburtstagskind ist sportlich und fit. “ Auch dankte er explizit den drei Personen, die bereits vom aktuellen Vorstand Ewald Riedl als maßgeblich für den jetzigen hervorragenden Zustand des Vereines besonders hervorgehoben worden waren. Er untermauerte seine Lob mit der Geschichte, Wie er 1995 seinen ältesten Sohn erstmals zum Fußballtraining gebracht hatte: Nach dem Überqueren einer gefährlichen Straße, einem langen Fußmarsch bis fast zum Ziegelwerk habe er endlich die auf einer Schafweide trainierende C-Jugendmannschaft gefunden. „Was hat sich in diesen 23 Jahren nicht alles geändert?“ stellte er die rhetorische Frage. Der Verein sei jetzt 90 Jahre Alt, „aber keineswegs veraltet. Sport und Spaß sind die besten Voraussetzungen für ein langes Leben.“ Mit einem speziellen Geschenk gratulierten die Arnacher Vereine dem Jubilar.

Mit der speziellen SV Arnach Hymne, mit der seit dem Frühjahr jedes Heimspiel der Fußballer eingeläutet werde, leitete Manne Braun als Stadionsprecher zum sportlichen Teil des Nachmittages über und dankte Fußballabteilungsleiter Ralph Quednau dafür dass er so hochkarätige Mannschaften für das sportliche Hightlight des Tages gewinnen konnte. Gegen die U17 Mannschaft des TSV 1860 München, genannt „Die Junglöwen“ trat diejenige der „Cluberer“ des 1. FC Nürnberg an, bei der kein Geringerer als Marek Mintal, der ehemalige Bundesliga-Torschützenkönig als Trainer das Sagen hatte. Auch Musikkapelle Arnach steuerte ihr Scherflein zur die große Feierlichkeit bei, indem sie nämlich auf dem Spielfeld mit der Nationalhymne Länderspielatmosphäre verbreitete. Ein besonderes Bonmot und Highlight steuerte der DFB zu dem Spiel bei. Eigentlich hätten Vertreter aus der Schiedsrichtergruppe aus dem Bezirk Biberach das Spiel pfeifen sollen. Aber irgendwer beim DFB war wohl der Meinung eine so hochkarätige und brisante Begegnung benötige ein entsprechend erfahrenes Schiedsrichtergespann, und so kam es dass die Leiter der Partie extra aus Fürth anreisten. An diesen lag es jedenfalls nicht, dass der Club das Spiel letztendlich mit 3: 0 für sich entschied.
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twas schade war, dass die weiteren sportlichen Aktivitäten wie das F-Jugendspiel und das Beachvolleyball Turnier vom Regen beeinflusst wurden bzw. dieser zu deren Abbruch führte. Dennoch war die Feier ein schönes Event, gab es doch so manch unerwartetes Wiedersehen zu feiern.

 

Text und Bilder von Uli Gresser

 

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Zum Wohl: Bürgermeisterin Alexandra Scherer (3.v.r) stößt mit dem aktuellen Vorstand Ewald Riedl (2.v.r.) und Vorstandskollegen mit Ortsvorsteher Mike Raunecker, den beiden ehemaligen Vorständen Xare Miller und Manne Braun (v.l.) auf das Geburtstagskind an.

 

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