18U16 Trainingslager ValenciaArnach - Im Rahmen des 90-jährigen Jubiläums des SV Arnach, am Samstag, 21. Juli, findet ein U17-Fußballspiel zwischen dem TSV 1860 München und dem 1. FC Nürnberg statt. Anpfiff in Arnach ist um 13.30 Uhr, der Eintritt ist frei. Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass dann auch Spieler auf dem Platz stehen, die in ein paar Jahren den Sprung in die Bundesliga schaffen werden.



Im Gespräch vor dem Spiel erklären Wolfgang Bals von der Juniorenabteilung der Münchner und Peter Laudenklos, Leiter des Nürnberger Nachwuchsleistungszentrums (NLZ) unter anderem, warum es in der Jugend nicht den einen perfekten Zeitpunkt für den Wechsel zu einem größeren Verein gibt. „Unsere Durchlässigkeit ist eine absolute Stärke und zeichnet unser NLZ aus, weshalb es sehr schwierig ist, drei unserer ausgebildeten Spieler nochmals explizit hervorzuheben.


Aber sicherlich kann man in diesem Zuge die Namen Felix Uduokhai, Florian Neuhaus und Kilian Jakob erwähnen, die alle drei in der 1. Bundesliga gelandet sind“, so Bals auf die Frage, welche Spieler in den letzten drei Jahren den Sprung aus der 1860-Jugend in die Bundesliga geschafft haben. Wie viele Spieler aus der eigenen U17 später den Sprung in den Profibereich schaffen, ist laut Bals von Jahr zu Jahr unterschiedlich, da dies von vielen verschiedenen Faktoren abhänge. „Die Erfahrung zeigt, dass man hier keine konkreten Zahlen nennen kann. Es gibt erfolgreichere Jahrgänge und Jahrgänge, in denen nur wenigen der Sprung gelingt“, erklärt sein Nürnberger Kollege Laudenklos.


Bei beiden Vereinen sei man bestrebt, vor allem die regionalen Talente im Blick zu haben. „Dennoch ist es auch klar, dass wir uns überregional umschauen, um alle Spieler dieses Jahrgangs im Blick haben zu können. Wir haben auch ein Internat ab der U15, in dem 14 Spieler, die überregional zu uns kommen, einen Platz bei uns finden können“, so Bals. Dabei stehe man natürlich auch in Konkurrenz zu anderen NLZs. „Jeder will die besten Spieler in seinem NLZ haben, das ist ja klar“, erklärt er. Den einen perfekten Zeitpunkt, als talentierter Fußballer vom eigenen „Dorfverein“ in ein NLZ zu wechseln, gibt es laut Bals nicht: „Für jeden Spieler gibt es eine individuell beste Lösung, wann ein Wechsel sinnvoll ist. Wir achten sehr darauf, dass dabei Aufwand und Ertrag übereinstimmen.


Das soziale und familiäre Umfeld des Spielers spielt dabei beispielsweise eine wichtige Rolle. Für den einen ist es sinnvoller sehr früh zu uns zu wechseln, für einen anderen vielleicht erst in ein paar Jahren.“Da nur die wenigsten Talente am Ende wirklich in der 1. oder 2. Bundesliga landen, achtet man laut ihm auch bei 1860 darauf, dass die Spieler einen Plan B haben. „Die Jungs bekommen von uns jegliche Unterstützung im Bereich Schule, Studium und Ausbildung. Wir pflegen einen sehr engen Kontakt zu den Schulen, haben weitere Kooperationen mit Fachhochschulen und Ausbildungsstätten. Die Mannschaftstrainer sind beispielsweise stets informiert über die schulischen Leistungen und Angelegenheiten. Sollte etwas in eine falsche Richtung laufen, muss der Spieler auch mal lernen anstelle trainieren zu dürfen.


Neben den Kooperations-Firmen bieten wir auch im Verein selbst unseren Jugendspielern Ausbildungsplätze an“, sagt Bals. Auch beim 1. FC Nürnberg ist man sich dieser sozialen Verantwortung für die Spieler bewusst: „Daher versuchen wir, mit den verschiedenen Schulkooperationen eine bestmögliche schulische und fußballerische Ausbildung zu gewährleisten“, so Laudenklos.


Auch wenn das Spiel am Samstag gegen den 1. FC Nürnberg „nur“ ein Freundschaftsspiel ist, ist es für beide Mannschaften ein Spiel mit hohem Stellenwert. „Ein Vergleich mit einem anderen NLZ ist natürlich immer eine schöne Sache, die beiderseits mit größtem Respekt und Ernsthaftigkeit angegangen wird,“ so Bals. Laudenklos sieht das ähnlich: „Das Spiel ist ein Vorbereitungsspiel gegen einen hochkarätigen Gegner. Daher hat es für uns eine große Bedeutung.“ Zumal es ja schließlich auch noch ein richtiges Bayernderby ist.



Foto: TSV 1860 München / Text: SV Arnach

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