27BruggBrugg -  In Brugg wurde ein Förderverein „Freunde der Brugger Kapelle“ gegründet. Eingeladen zur Mitgliedschaft sind alle, die sich mit der Brugger Rochus-Kapelle speziell oder mit Weiler-Kapellen generell verbunden fühlen. Der Mitgliedsbeitrag beträgt 12 Euro im Jahr.



In der Pfarrkirche Arnach und im Gasthof „Rosengarten“ in Brugg liegen Beitrittsformulare aus. Die Jahreshauptversammlung des Fördervereins ist stets am „Brugger Rochustag“. Der „Brugger Rochustag“ wird jedes Jahr am 16. August oder in der zeitlichen Nähe des 16. August mit einer Heiligen Messe begangen. Im Jahre 1584 ist erstmals eine Kapelle in Brugg erwähnt. Das jetzige Gotteshaus besteht seit mindestens 1789.


Seit dem 1. 4. 1931 steht die denkmalgeschützte Kapelle im Privateigentum der Besitzer jener sechs Hofstellen, die bei der Vereinödung im Jahre 1787 schon vorhanden waren. Die Besitzer kommen ihrer Erhaltungsaufgabe engagiert nach. Um die bauliche Erhaltungsaufgabe und die Bewahrung der Ausstattung aber auf lange Sicht zu sichern, auch, um die Gebetstradition auf Dauer aufrechtzuerhalten, wurde aus der Kapellengemeinschaft (Eigentümerschaft) heraus am 18. März 2018 von acht Personen der Förderverein „Freunde der Brugger Kapelle“ gegründet.


Vor dem 1. April 1931 war die Kapelle ein Besitztum der Realgemeinde Brugg gewesen, was eine Gemeinschaft zur solidarischen Betreuung von Wegen, des Schneeräumens und bis etwa 1880 auch der Bewirtschaftung des Brugger Gemeinschaftswaldes war. Und bis 1931 waren eben auch die bauliche Unterhaltung der Kapelle sowie auch der Mesnerdienst Pflicht der Realgemeinde (in Brugg als Teilgemeinde bezeichnet).


1931 ging die Brugger Realgemeinde in der bürgerlichen Gemeinde Arnach auf; mit Bedacht nicht eingebracht in jene Fusion wurde seinerzeit das Eigentum an der Kapelle. Sprecher – man sagte damals „Anwalt“ – der Weilergemeinschaft war Josef Kling (1891 – 1981), der Besitzer des Zachäus-Hofes. Ansonsten wäre die Brugger Kapelle heute im Besitz der Stadt Bad Wurzach. So steht sie im Eigentum der örtlichen Gemeinschaft – ein Musterbeispiel für Subsidiarität. Zu dieser Konstruktion passt ideal der Förderverein, der sich stützend und schützend um die Kapelle legt. (rei)


Unsere Bilder zeigen die Brugger Schaffer bei der Behebung des Sturmschadens im Jahre 2007 und die Teilnehmer beim Rochusfest 2017 sowie die Kapelle mit dem im Jahre 2016 erbauten Vorplatz.


Kontakt: Gerhard Reischmann, 1. Vorstand des Fördervereins „Freunde der Brugger Kapelle“ – Tel. (07564) 30 68 07



Bericht und Bilder Gerhard Reischmann


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