schad 200x150Bad Wurzach - "Give me Five“ - Mit fünf Antworten auf fünf Fragen haben Gemeinderatskandidaten die Gelegenheit bekommen, sich darzustellen und zu empfehlen. Aufgefordert waren nur die Kandidaten, die nicht aktuell im Gremium sind. Von insgesamt 31 Kandidaten haben 21 die Gelegenheit genutzt sich zu präsentieren. Wir stellen Kandidaten mit Antworten in loser Reihenfolge bis 22. Mai 2019 vor. Nach dem 22. Mai stellen wir die Berichterstattung zur Wahl ein.

 

 

Warum haben Sie sich entschieden für den Gemeinderat zu kandidieren?

Nicht nur in jüngster Vergangenheit konnte und kann ich einige Entscheidungen der Verwaltung und auch des Gemeinderats nicht nachvollziehen, bzw. bin teils komplett anderer Meinung. Ich fragte mich so oft, wie diese Entscheidung zustande kam und ob mir evtl. Hintergrundwissen hierzu fehlt. Nur zwei Beispiele:

1. Hallenbad; grundsätzlich finde ich es klasse, dass wir ein neues Hallenbad bekommen. Aber warum muss dieses Oval sein und warum baut man dieses viel zu klein. Wenn eine oder zwei Bahnen mehr gebaut würden, wäre Schul-/Vereins-/VHS-Betrieb und parallel Öffentlichkeitsbetrieb möglich. Dadurch könnten gleichzeitig Mehreinnahmen generiert und das Angebot zeitlich ausgebaut werden.

2. Kuhrhaus: Mir ist es unbegreiflich, warum der Eigentümer (Stadt Bad Wurzach) einer Gastronomie davon ausgeht, dass ein Pächter, der eine Pacht entrichten muss, diese lukrativ betreiben kann, wenn der Eigentümer das ohne Pacht zu bezahlen, nicht schafft. Ich bin der Meinung, dass die Gastronomieräumlichkeiten grundsätzlich renoviert bzw. anders gestaltet werden müssten und dann das Kurhaus schnellstmöglich unter städtischer Führung (sofern tatsächlich kein Pächter gefunden wird) betrieben werden muss.

Um diese Themen besser beurteilen zu können und auch weil ich einige Dinge anders machen würde, versuche ich in den Gemeinderat zu kommen.

 

 

Mit welchen Stärken und Interessen präsentieren Sie sich  persönlich als Kandidat für die Gemeinderatswahl?

Grundsätzlich bin ich ein ganz normaler Bürger unserer schönen Stadt. Durch meine berufliche Vergangenheit und mein Studium habe ich sehr wertvolle Managementerfahrung rund um das Thema IT sammeln können. Den digitalen Netzausbau sehe ich als sehr große Chance für den ländlichen Raum. Stellen Sie sich vor, das Recht auf einen Heimarbeitsplatz (wie noch nicht vor allzu langer Zeit auf Bundesebene diskutiert) wird umgesetzt. Warum sollen dann nicht Familien in unserer schönen Gegend heimisch werden und zwei oder drei Tage in der Woche in einer der Metropolen Europas und den Rest der Zeit von zu Hause arbeiten. Dies können wir aber nur anbieten, wenn wir ein stabiles und sehr gut ausgebautes Netz haben.

Durch meine Hobbies (Feuerwehr, Musik, Sport) habe ich Einblick in sehr unterschiedliche Bereiche unserer Gemeinde, was eine differenzierte und kontroverse Beurteilung von einzelnen Themen ermöglicht.

 

 

Bei der Kommunalwahl ist das Wahlalter ab 16 Jahre.
Wie wollen Sie die „Next Generation“ für die Wahl
gewinnen und davon überzeugen, dass Sie die richtige Vertretung im Gemeinderat sind.

Viele der Entscheidungen, die wir heute treffen, treffen wir nicht für uns sondern für die Generationen nach uns. Wenn den jungen Menschen dies bewusst gemacht wird, dann denke ich, dass wir eine sehr große Wahlbeteiligung dieser Gruppe haben werden.

Im vergangenen Jahr habe ich einen Gemeinderat gefragt, wann zuletzt Vertreter dessen auf die Jugend unserer Stadt zugegangen sei. Dies konnte mir nicht beantwortet werden. Mich würde interessieren, was erwarten junge Menschen nach der Schule von einer Stadt um sich dort ein Leben aufzubauen - selbstverständlich neben einer beruflichen Zukunft. Wie ich zwischenzeitlich erfahren habe, hat dieses Thema der aktuelle Gemeinderat aufgegriffen und geht an die Schulen um Gespräche zu führen.

 

 

 

Klimaschutz und regenerative Energien sind in aller Munde.
Was würden Sie mit dem Blick auf Bad Wurzach vorantreiben?

Hierzu habe ich keine abschließende Meinung. Es gibt sehr viele interessante Ansätze und Ideen. Meiner Meinung werden sich nur die Lösungen durchsetzen, welche für den Einzelnen auch finanziell interessant sind. Dies ist traurig aber war. Dies hat das Beispiel Photovoltaik gezeigt, so lange es finanziell lukrativ war, wurde sehr viele Anlagen in Betrieb genommen. Aktuell stagniert der Ausbau.
Für Bad Wurzach konkret fällt mir nur das Thema Fernwärme in Verbindung mit der Fa. Verallia oder auf den Dörfern in Kombination mit Bioenergie ein. Dieses Thema wurde bereits mehrfach diskutiert. Das Hintergrundwissen hierzu fehlt mit allerdings.

 

 

 

Wie sieht für Sie das Bad Wurzach von 2030 aus?
Was sollte sich in Bad Wurzach bis dahin verändern?

Bad Wurzach ist auf einem sehr guten Weg klimaneutral zu werden. Die Schulen sind sehr gut besucht und rund um das Kurhaus und den Klosterplatz ist so etwas wie ein Stadtkern, welcher sehr gut belebt ist, endstanden. Im Schloss gehen täglich junge Menschen ein und aus und potentielle Gastronomie- oder Boutiquebetreiber reißen sich die wenigen vorhandenen freien Ladenflächen aus der Hand.

Naja - zugegeben, dieses Bild ist evtl. etwas naiv und vielleicht eher eine Wunschvorstellung. Aber als Vision gefällt es mir sehr gut.

 

 

DieBildschirmzeitung bedankt sich für die Beantwortung der Fragen.

 

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