Naturfilm

Bad Wurzach - Im Rahmen der Kampagne Blühender Landkreis Ravensburg wurde am Samstagabend, der Film als Open-Air Kino auf dem Klosterplatz in Bad Wurzach gezeigt. Zuvor gab der preisgekrönte Regisseur und Filmemacher Jan Haft im Gespräch mit Peter Aulmann von der Elobaustiftung einen Einblick in die Entstehung des Werkes. Bild: Vollbesetzte Plätze gab es bereits beim Podiumsgespräch von Regisseur Jan Haft mit Moderater Peter Aulmann

 

 

Das Riesenpublikumsinteresse zeigte, dass er mit seinem Werk ein Thema visualisierte, das in Zeiten von Klimawandel und Monokulturen sehr viele Menschen anspricht.

Dabei war die Realisierung der Veranstaltung auf dem Klosterplatz fast ein kleines Wunder. Denn als die ersten Vorbereitungen für das Event am Nachmittag begannen, regnete es noch in Strömen. Doch als das eigentliche Programm um 17 Uhr begann, schien bereits seit einiger Zeit die Sonne.

 

Neben Führungen zu den Moorwiesen des Wurzacher Riedes gab es ein buntes Programm rund um die Natur und deren Vielfalt. So konnten Jung und Alt im „rollenden Naturschutzlabor“ des Regierungspräsidiums den Lebensraum Wiese erforschen. Und weil bei einem Filmevent Popcorn natürlich nicht fehlen durfte, sorgte die „Greenbox“ dafür sowie mit regionalen Köstlichkeiten für richtige Gaumenfreuden. Für eine entspannte Atmosphäre sorgte die Livemusik der „LittleBigBand“ aus Tettnang. Als dann das Interview von Peter Aulmann mit dem preisgekrönten Regisseur Jan Haft begann, war für das Orga-Team mit Horst Weisser, Nicole Jüngling und Sabrina Schiller von Moor Extrem, Johanne Gaipl von der BWI , Markus Thiel vom Landkreis Ravensburg und Moritz Ott vom LEV Ravensburg die meiste Arbeit bereits getan.

 

 

Haft berichtete in dem Gespräch mit Aulmann nicht nur über die Entstehung des Filmes, der „einen sechsstelligen Betrag“ gekostet hatte, und von einigen Tricks, wie bestimmte Effekte entstanden. Er erzählte auch von so verrückten Effekten, wie der hohe Stickstoffgehalt der Luft zum Aussterben z.B. einiger empfindlicher Schmetterlingsarten führt, weil sich die Temperatur in Bodennähe um zwei, drei Grad erhöht. Der schärfsten bisher an dem Film geübte Kritik, widersprach er: „Musik ist erforderlich, um Emotionen zu wecken.“ Dass die Kritik daran allerdings durchaus berechtigt ist, bestätigte sich im Verlauf des Filmes, weil die Musik in manchen Szenen die Naturgeräusche zu stark überlagerten. Hier wäre „weniger mehr“ gewesen.

 

Jan Haft hatte auch ganz konkrete Vorschläge, wie der ökologische Kahlschlag für die vielen Arten Lebensraum bietenden Blumenwiesen verhindert werden kann. Unter anderem auch indem, „die perversen Subventionen“ aus Brüssel beendet werden. „Dies ist der Job der Politiker“, bezog er eindeutig Stellung und nahm damit die Landwirte bis zu einem gewissen Grad in Schutz, „weil die ja nur ihren Job machen.“

 

 

Sie ist das Paradies nebenan – die Wiese. Nirgendwo ist es so bunt, so vielfältig und so schön wie in einer blühenden Sommerwiese. Hunderte Arten von Vögeln, Heuschrecken, Zikaden und anderen Tieren leben zwischen (den) Gräsern und farbenprächtig blühenden Kräutern der Wiese. Das Zusammenspiel der Arten, die Abhängigkeit der Tiere und Pflanzen voneinander macht die Blumenwiese zu einem Kosmos, in dem es unendlich viel zu entdecken gibt. Eine faszinierende Welt, in der ein Drittel unserer Pflanzen- und Tierarten zu Hause ist. In nie gesehenen Bildern und mit großem, technischen Aufwand gedreht, stellt der eineinhalbstündige Dokumentarfilm einige der schönsten, liebenswertesten und skurrilsten Bewohner unserer Wiesen vor. Hauptdarsteller des Filmes sind Reh-Zwillinge, die ein Leben zwischen Waldrand und Wiese führen und den Zuschauer an ihren Abenteuer teilhaben lassen.

 

Der Film führte die Zuschauer, unter ihnen auch Bürgermeisterin Alexandra Scherer und die Erste Landesbeamtin Eva Maria Meschenmoser, in eine Welt, die jeder zu kennen glaubt, und die doch voller Wunder und Überraschungen steckt. Der langanhaltende Applaus zeigte nicht nur Jan Haft und den Organisatoren des Abends von Landkreis und Naturschutzzentrum, dass sich die Naturbegeisterten in Bad Wurzach voll hinter das Projekt stellen.

 

Text und Bilder von Uli Gresser 

 

 

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