07wal 578Bad Wurzach - Dass es Spaß machen kann, sich mit der Bibel auseinander zu setzen, erlebten am vergangenen Wochenende 23 Kinder beider Konfessionen in den Räumen der evangelischen Kirchengemeinde Bad Wurzach.

 

Denn die Kinder im Alter von sechs bis neun Jahren unternahmen ab Freitagnachmittag mit der Bibliodramaleiterin Heidi Streubel eine Zeitreise, um mit dem Propheten Jona die bekannte Geschichte rund um den Auftrag Gottes, den Bewohnern von Ninive Gott näher zu bringen, nachzuspielen. Natürlich entsprechend verkleidet. Sie wanderten mit Jona durch seine Heimat Mesopotamien, lernten sie dabei kennen und begleiteten ihn ans Meer, um mit ihm gemeinsam ein Schiff zu suchen, weil Jona sich vor dem Auftrag Gottes drücken wollte.

Und wenn man ein Schiff sucht, kann man auch eines basteln. Mit großer Leidenschaft wurde gehämmert, bemalt und verziert. Und natürlich viel gesungen. Am Samstag folgte dann der zweite Teil der Geschichte. Die Kinder erlebten, wie ein Sturm – Gottes Strafe für Jonas Ungehorsam – das Schiff bedroht und erst abebbt, als Jona über Bord geht; und mit ihm die Kinder – natürlich nur in ihrer Phantasie. Nachdem sie eine Weile im Wasser getrieben waren, rutschten sie über eine Rollentreppe, mit viel Spaß und Lachen, in den Bauch des Walfischs; in diesem Fall ein stockdunkles Zelt.

Nichtsdestotrotz ließ ihre große Vorstellungskraft es riechen wie in einem Walfisch. Als dieser Jona und die Kinder wieder ausspuckte, taten sie es mithilfe eines kleinen Trampolins. Und sie gingen dann mit Jona doch zu den Ninivetern, um ihnen die Botschaft Gottes zu überbringen; und siehe da, diese bereuten ihren Lebensstil und lebten nun gottgefällig. Beeindruckend zu erleben, wie die Kinder ganz in die Geschichte eintauchten – nicht zuletzt aufgrund von Streubels Können, Kreativität und Einfühlungsvermögen. Und dem seit Jahren erfahrenen und kompetenten Team, bestehend aus Birgit Herdrich, Andrea Molnar und Astrid Greshake, das dieses Mal zusätzlich unterstützt wurde von Cristin Bopp und Franka Molnar, die den Schritt von der Teilnehmerin zur Mithelfenden gewagt hat.

Die musikalische Verantwortung lag in den professionellen Händen von Bernadette Vogt, die den katholischen Kinderchor leitet, bei dem auch evangelische Kinder willkommen sind; Vogt zeichnete auch für die Musik während des Familiengottesdienstes am Sonntag verantwortlich, in dem die Kinder zeigten, was sie erlebt und gelernt hatten. Bei allen bedankte sich Pfarrerin Barbara Vollmer mit Blumen und Präsenten; und ganz besonders bei Ingrid Kurth, die es sich seit Jahren nicht nehmen lässt, die hungrige Meute satt zu bekommen, diesmal unterstützt von Elisabeth Sachse.

 


Text und Bild: Barbara Vollmer

 

 

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