Knoll BirgitBad Waldsee - Am 1. September 2014 wird das neue Bad Waldseer Kinderhaus auf dem Döchtbühl mit dem Betrieb starten. Die neue Leiterin Birgit Knoll (49) aus Bierstetten (Kreis Sigmaringen) trat jetzt am 1. September ihre Stelle bei der Stadt Bad Waldsee an und hat mit den Vorbereitungen begonnen. Während der Vorbereitungsphase arbeitet sie mit einem Umfang von 50 % für das Kinderhaus und zudem mit 20 % in der Sprachförderung des städtischen Kindergartens Eschle. Brigitte Göppel von der Städtischen Pressestelle sprach mit Birgit Knoll.

Frage: Welche Erfahrungen bringen Sie als Leiterin mit?

Birgit Knoll: Nach der Ausbildung zur Erzieherin war ich als Gruppenleitung im Heimbereich und später im Vorschulbereich eines Hörsprachzentrums tätig. Nach der Elternzeit übernahm ich die Leitung einer Mutter-Kind-Gruppe und später einer Spielgruppe. Später arbeitete ich als Erzieherin in der Mutter-Kind-Klinik in Bad Saulgau, hier werden Kinder von 0 bis 6 Jahren betreut. Die letzten 14 Jahre war ich als Leiterin zweier Kindergärten und zuletzt für rund 100 Kinder verantwortlich. Hier wurden sowohl altersgemischte Gruppen von 2 bis 6 Jahren als auch U3-Kinder, allerdings im separaten Krippenbereich, betreut. Während meiner beruflichen Laufbahn konnte ich so sehr viele Erfahrungen in verschiedenen Betreuungsformen sammeln. Und letztendlich habe ich meine eigenen drei Kinder, die heute 22, 20 und 17 Jahre alt sind, erzogen.

Frage: Was ist Ihre derzeitige Aufgabe?

Knoll: Ich arbeite, in enger Absprache mit der Stadtverwaltung, an der Ausarbeitung der Kinderhaus-Döchtbühl-Konzeption. Auch die Suche nach geeigneten Mitarbeitern, die hinter unserem Konzept stehen, sowie die Ausstattung der Räume gehören zu meinen Aufgaben. Ab sofort sind Anmeldungen möglich und es können die ersten Elterngespräche geführt werden.

Frage: Was steckt hinter dem Begriff Kinderhaus Döchtbühl?

Knoll: Das Kinderhaus Döchtbühl ist eine städtische Einrichtung, in der alle Kinder unterschiedlichster Herkunft und Religionen herzlich willkommen sind. In fünf altersgemischten Gruppen können wir bis zu 25 Kinder unter drei Jahren und 50 Kinder im Alter von 3 bis 6 Jahren aufnehmen.

Frage: Wie sieht diese pädagogische Konzeption aus und was sehen Sie hier als Stärke?

Knoll: Die pädagogische Konzeption hat eine sehr wichtige Bedeutung in der Kindergartenarbeit. Sie ist eine schriftliche Ausführung all unserer inhaltlichen Schwerpunkte. Ebenso wichtig bei der Umsetzung der Konzeption ist der persönliche Umgang mit den Kindern und den Eltern. Er sollte geprägt sein durch Respekt, Sensibilität, Wärme und Fürsorge. Wertschätzender Umgang miteinander, fachkompetentes Handeln und Transparenz in der Elternarbeit gehören für mich persönlich zu einer qualitativ guten Arbeit im Kindergarten. Wir wollen die Kinder darin unterstützen, ihre Lebenswelt zu verstehen und selbstbestimmt und kompetent zu gestalten. Kinder lernen aus eigener Motivation und in ihrem eigenen Tempo, so haben sie die Möglichkeit, ganzheitliche Erfahrungen in allen Bildungsbereichen zu machen. Unser Konzept sieht altersgemischten Gruppen im Alter von 1 bis 6 Jahren vor. Das sehe ich als großen Vorteil für die Kinder. Hier lernen die Größeren Rücksicht auf die Kleineren zu nehmen und die kleineren Kinder lernen von den größeren – so wie in Familien mit mehreren Kindern. Gerade die familiäre Atmosphäre ist hier wichtig. Durch den Neubau der Räume kann auch beim Bau und der Ausgestaltung der Räume dieses Konzept mit umgesetzt werden. Das ist ein sehr großer Vorteil. Außerdem wollen wir zur besseren Vereinbarkeit von Erwerbstätigkeit und Kindererziehung beitragen.

Frage: Ab wann können Eltern ihre Kinder im Kinderhaus anmelden?

Knoll: Anmeldungen sind ab sofort möglich beim Kinderhaus Döchtbühl der Stadt Bad Waldsee unter der Anschrift Hauptstraße 29, 88339 Bad Waldsee oder telefonisch unter der Nummer 07524 / 40 11 086; wir sind erreichbar montags, dienstags und mittwochs von 14.00 bis 16.00 Uhr und mittwochs zusätzlich von 9.00 bis 12.00. Unsere Fax-Nummer lautet: 07524 / 40 11 086. Per E-Mail sind wir erreichbar unter kita-doechtbuehl@gmx.de

Frage: Welche Betreuungszeiten werden angeboten?

Knoll: Wir werden uns am Bedarf der Eltern orientieren. Die Verlängerten Öffnungszeiten gehen nach derzeitigem Stand von 7.00 bis 13.00 Uhr. Ganztagesbetreuung soll von 7.00 Uhr bis 16.00 Uhr gehen. Das Kinderhaus bleibt nach derzeitigem Planungsstand zirka 30 Tage im Jahr geschlossen. Diese setzen sich aus den Ferien, Planungs- und Vorbereitungstagen, einrichtungsbezogenen Fortbildungen (Inhouseseminaren) und Putztagen zusammen. Die Ferienzeiten richten sich nach den Schulferien.

Frage: Was kostet die Betreuung?

Knoll: Die Elternbeiträge werden von der Stadt Bad Waldsee jährlich festgelegt und werden für 11 Monate im Jahr erhoben. Sie orientieren sich an den gemeinsamen Empfehlungen der Kirchen und Kommunalen Landesverbände. Sie sind gestaffelt nach der Zahl von Kindern unter 18 Jahren in einer Familie, nach Betreuungszeit und nach dem Alter der Kinder (unter 3 Jahren / über 3 Jahren). Die Beiträge im Kiga-Jahr 2014/15 liegen bei 309 € im Monat für eine 30-stündige Krippenbetreuung und 463 €/Monat bei 45 Stunden. Ein Kindergartenkind ab 3 Jahre kostet bei verlängerten Öffnungszeiten (30 Stunden) 105 € im Monat, bei Ganztagsbetreuung 205 €. In diesen Beiträgen sind Kosten für Essen nicht enthalten; das kann sich auf ca. 70 € pro Monat belaufen. Ganz wichtig: Wenn eine Familie mehrere Kinder unter 18 Jahren hat, ermäßigen sich vorgenannte Beiträge erheblich.

Frage: Was zeichnet das Kinderhaus am Döchtbühl räumlich aus?

Knoll: Die Planungen der Räumlichkeiten haben sich am pädagogischen Konzept orientiert. Die Räume sollen durch viel Platz, Farbe und lichtdurchflutetet Flure eine liebevolle und heimelige Umgebung schaffen. Verschiedenste Funktionsräume geben uns Erzieherinnen zusammen mit den Kindern vielfältige Möglichkeiten zur Ausgestaltung. Es werden genügend Rückzugs- und Ruhemöglichkeiten vorhanden sein und die Gruppenräume sind mit eigenen Teeküchen und Schlafräumen ausgestattet. Das ganze Haus mit seinem Außenbereich bietet viel Platz zum Spielen und genügend Möglichkeiten, um den Kinder in ihren unterschiedlichsten individuellen Entwicklungsstadien optimale Anreize zu schaffen. Bei der Planung wurde zudem auf Barrierefreiheit und zusätzlichen Raumbedarf geachtet, so dass auch Kinder mit Besonderheiten hier bei uns ihren Platz finden. Ich freue mich schon sehr darauf.

 

Knoll Birgit560

 

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