LandschaftsschuetzerOberschwaben/Allgäu - (Hinweis: Es lohnt sich, die beiden Vorträge der Professoren Gernot Patzelt (Institut für Gletscherforschung, Univ. Innsbruck) und Horst Malberg (Meteorologisches Institut, FU Berlin) auf „You tube" – Verknüpfungen (Links) am Ende dieser Abhandlung – anzusehen!)


1. Der „Weltklimarat" und seine verhängnisvollen Hypothesen
Kennen Sie das Potsdam- Institut für Klimafolgenforschung (PIK)? Dieses Institut arbeitet eng mit dem „Weltklimarat" (Intergovernmental Panel on Climate Change, IPCC) zusammen. Dieser, wie eben auch das Potsdamer Institut, vertreten weltweit die Hypothese des „global warming", d. h. die Hypothese, dass vom Menschen freigesetztes Kohlenstoffdioxidgas die Globaltemperatur laufend erhöht und, wenn wir nicht durch Verminderung der Kohlenstoffdioxidfreisetzung, z. B. durch Windkraftanlagen und Photovoltaikmodule, gegensteuern, der Hitzetod der Erde folgt. Peinlich für den Weltklimarat, dass ihm gefälschte Datensätze nachgewiesen werden konnten.

 

2. Was nicht ins Bild passt, wird ignoriert oder geleugnet
Was der Weltklimarat und die Potsdamer Kollegen gar nicht mögen, sind Vergleiche mit historischen und prähistorischen Ereignissen. So finden in den Potsdamer „Ergebnissen" nach der C 14-Methode bestimmte, ca. 1800 Jahre alte Baumfunde auf Alaskagletschern und noch deutlich ältere Baumfunde im „Ewigen Eis" europäischer Gletscher so wenig schlüssige Erklärung wie die Verschiebung europäischer Getreideanbaugebiete abwechselnd nach Norden und nach Süden während des Mittelalters und der Neuzeit.

Waren nicht Karthago im heutigen Tunesien und Ägypten die Kornkammern des römischen Imperiums? Seit Jahrhunderten ist dort der Getreideanbau nur noch ein Schatten einstiger Bedeutung, bei gleichzeitigem Anwachsen der Trockenwüste. Pflanzenfunde aus früheren Jahrtausenden zeigen, dass es in der Sahara auch feuchte Perioden gab. Prähistorische und paläontologische Funde sprechen dafür, dass die Sahara in einem über Jahrtausende währenden Rhythmus wächst oder auch wieder zurückgeht.

Menschliche Einflüsse, z.B. durch Abholzung, haben da nur untergeordnete Bedeutung.

 

3. Witterungsanomalien sind kein „Klimawandel".
Der Sommer 1238 brachte einem großen Teil der Bevölkerung Schlesiens, Polens und Teilen Russlands Not und Tod durch Hunger und Durst, da die Sonne über Monate hinweg gnadenlos herunterbrannte und die Vegetation vernichtete. Flüsse trockneten aus, selbst die Oder wurde zum stinkenden Rinnsal, fast der gesamte Viehbestand musste notgeschlachtet werden, auf den Feldern kümmerte das Getreide. Heute würden dies die Medien als "eindeutige Folge des CO2-basierten Klimawandels" darstellen und nicht als eine Witterungsanomalie, um die es sich in Wirklichkeit handelte. War der große Mongolensturm, der erst 1241 bei Liegnitz in Schlesien gestoppt werden konnte, nicht nur in der Mordlust und dem Eroberungsdrang dieser Völker begründet, sondern auch Folge weitreichender klimatischer Veränderungen in den Steppen Asiens?

Nach jüngsten Meldungen (Hitzejahr 1540 eingeben) war das Jahr 1540 das heißeste und trockenste Jahr in Mittel- und Südeuropa seit es geschichtliche Aufzeichnungen gibt. In den Ländern südlich der Alpen begann die extreme Trockenheit sogar schon 1539. Dort wie hier mit katastrophalen Folgen für Mensch, Tier und Pflanze. Auch diese Anomalie ist kein Beleg für einen Klimawandel, ebensowenig wie unser "Hitzesommer" von 2003 oder die „Jahrhundertfluten" von Elbe, Donau und Oder. Letztere sind mit Sicherheit auch durch die zunehmenden Flussverbauungen und – Begradigungen verursacht, mit denen man unseren Fließgewässern ihre natürlichen Speicher- und Überschwemmungsflächen genommen hat. Mit dem CO2-Gehalt der Atmosphäre hat dies nichts zu tun. Auch in jüngster Zeit gibt es Perioden mit abfallenden Jahresdurchschnittstemperaturen bei gleichzeitigem Anstieg der Kohlenstoffdioxidkonzentration. Klima ist die langfristige Mittelwertbildung aus einer Vielzahl von Wetterereignissen über mehrere Jahrzehnte, über Jahrhunderte und Jahrtausende. Nachdem bisher alle Versuche, das Wetter zu beeinflussen, kläglich gescheitert sind, ist es erst recht nicht möglich, die Summe dieser Einzelereignisse zu manipulieren.

 

4. Die Ideologie ist wichtiger als die Fakten. – Nicht gefragt: Kritische Wissenschaft.
Offensichtlich gab es den „Klimawandel" schon immer, und zwar ohne nennenswerte anthropogene CO2-Freisetzung. Doch wird die wissenschaftlich höchst umstrittene zur Theorie erhobene These des Klimawandels als Folge anthropogener CO2-Freisetzung vom IPCC und vom Potsdamer Institut wohl niemals in Frage gestellt werden, denn die Mitarbeiter dieser Institutionen leben davon, und das auf recht hohem Niveau. Auch hat der IPCC bei seiner Gründung von der Politik die Aufgabe zugewiesen bekommen, die nachteilige Wirkung anthropogener CO2-Freisetzung zu beweisen und nicht etwa ergebnisoffen zu untersuchen!

 

5. Die neue CO2-Klimahysterie-Pseudoreligion
Reklame mit pseudoreligiösem Hintergrund ist hilfreich, mit der Menschen, die sich den christlichen Werten besonders verbunden fühlen, in fragwürdiger Weise hinter's Licht geführt werden sollen. Da passt es gut ins Bild, wenn ein römisch-katholischer kirchlicher Würdenträger neben einer sonnenbeschienenen Photovoltaikanlage meint, „hier heizt der Chef – bei „hier" meinte er das Dekanat Heilbronn. Und unter „Chef" versteht er Gott". Die Vorteile von Windkraftanlagen werden im gleichen Flyer der Diözese Rottenburg-Stuttgart „Energie vom Himmel" mit Hinweisen über die Wirkungen den des Heiligen Geistes begründet: „Der Wind, der Wind, das himmlische Kind. Pfingsten feiern Christen den Hl. Geist, der mit starkem Wind den Jüngern Jesu begegnete. Die altgriechische Bibel-Sprache nennt das Wort „pneuma" sowohl für Geist als auch Wind. Windrotoren gewinnen Strom, ohne dabei die Luft mit nur einem Gramm des Klimagases Kohlendioxid zu belasten......." (Galt es nicht als ein Merkmal des Christentums, die heidnischen Vorstellungen der Götter Sonne, Wind, Gewitter usw. überwunden zu haben?). Überall angeblich nur Vorteile, aber kein Wort zur Problematik! Landschaftsverbrauch, schwerwiegende Eingriffe in Ökosysteme, Zerstörung menschlicher Lebensräume, Gefährdung von Arten, Gefährdung der funktionierenden Stromversorgung unseres Industrielandes, Ungerechtigkeiten der Lasten-Verteilung, Abwanderung stromintensiver Industriezweige usw., all dies kommt in diesen „frommen" Betrachtungen nicht vor. Also frei nach Bertolt Brecht: „Erst kommt das Geld, dann die Moral".

 

6. Gotteslästerung?
Dies toppt Hermann Albers, Chef des Bundesverbandes Windenergie, in „neue Energie", Mai 2014:

„... Vor über 2000 Jahren wurde Christus über die Via Dolorosa getrieben, von den Römern und seinem eigenen Volk mit Spott überhäuft. Ich möchte nicht so weit gehen und den Sohn Gottes mit den erneuerbaren Energien vergleichen. Doch Christus ist durch die biblische Überlieferung zum Sinnbild geworden – für all jene, die verspottet und verachtet werden. Genau das geschieht derzeit mit uns Energiewende-Akteuren, die vor Jahrzehnten mit viel Idealismus angetreten sind, um für eine nachhaltige Energieerzeugung und damit den Erhalt der Erde zu kämpfen.

Getrieben von Feinden, mit Spott überhäuft: Den Platz der Römer nimmt mehr und mehr die Bundesregierung ein. Ihr Spott ist, die Erneuerbaren für zu teuer zu erklären, für nicht marktfähig, ja sogar für unsozial. Also unchristlich!? So schleppt sich die Branche in Richtung Golgatha. Kann die deutsche Politik das wollen? Die Nägel, mit denen die Energiewende „gekreuzigt" wird, hat die Politik geschmiedet. Es sind fatale Fehler gemacht worden. Aber es ist nicht zu spät, diese Fehler zu korrigieren. ... Noch ist Golgatha, der Berg der Kreuzigung, nicht erreicht. Die Volksvertretung, das Parlament, hat nun die Aufgabe der politischen Gestaltung. Beseitigen Sie, liebe Abgeordnete, die Nägel einer unsäglichen Kreuzigung ...."

 

7. Es geht, wie fast überall, wieder mal um's liebe Geld!
Interessant, wer neben dem Staat alles zur Finanzierung des Potsdamer Instituts beiträgt: s. rubikone - 2014.05.31 Kirchen, Energiewende, Bundesverband..." tinyurl.com/k283cbx".

Auf dieser Liste erscheint auch Misereor. Die katholische Hilfsorganisation, die mit den Spendengeldern der Gläubigen Weizen und Reis in die Hungergebiete dieser Erde sendet, die Brunnen bohren sowie Krankenhäuser und Schulen im Busch errichten lässt, bzw. verspricht, dies zu tun. Eine Organisation, die nur Gutes tut und mit Spendengeldern sorgsam umgeht. Misereor wollte auch dem Potsdamer Institut Gutes antun und hat deshalb die mehrstellige Millionenfinanzierung dieses Institutes in den Jahren 2007 – 2010 mit 520.000,-- € aus Spendengeldern aufgebessert. Doch da ist die Römisch-Katholische Kirche nicht alleine. Sie findet sich in diesem Geflecht von Klimaideologie und finanziellen Interessen bei den „Erneuerbaren" in der honorigen Gesellschaft mit dem BUND, mit Nabu, TÜV Süd, Greenpeace, WWF, Firmen im Bundesverband Windenergie usw., die alle auf dem Gebiet des „Ökostrom"-Verkaufs, teilweise auch der Windkraftprojektierung und als Anlagenbetreiber tätig sind.

 

8. Was würde Martin Luther dazu sagen?
Natürlich lässt sich auch die Evangelische Kirche mit ihren Abzweigungen dieses Geschäftsfeld nicht entgehen. Erst vor einigen Monaten erschien die Meldung, das Evangelische Dekanat München habe bis zu 13 Millionen Euro an Kirchensteuergeldern mit verlustreichen Investitionen bei den „Erneuerbaren" in den Sand gesetzt. (http://www.br.de/nachrichten/oberbayern/evangelisches-dekanat-muenchen-anlagegeschaefte-millionenverlust-100.html).

Wenn man sich daran erinnert, dass diese Kirche (Weltkirchenrat) Ende der Siebziger Jahre die marxistischen Terrororganisationen SWAPO in Süd-West-Afrika (heute Namibia) und PATRIOTISCHE FRONT in Rhodesien (heute Simbabwe) aus fragwürdigen ideologischen Erwägungen mit 800.000 DM für Waffenkäufe unterstützt hat (http://www.zeit.de/1979/03/kirchengelder-fuer-gewaltsame-befreiung), sollten wir uns über das heutige Engagement nicht wundern.

 

9. In trauter Einigkeit – „Die Ehrenwerte Gesellschaft"?
Recht interessant auch folgender Beitrag: 2013.07.06 Mafia und Windenergie, Auswirkungen der Subventionspolitik (EEG).

 

10. Kampf auf verlorenem Posten?
Handeln die Gegner dieser Art von „Klimaschutz und Energiewende", zu denen auch wir uns zählen, so weltfremd, wie uns das die Befürworter vorwerfen? Wir wollen nicht dem Dogma huldigen, wir könnten die in natürlichen Zyklen ablaufenden Klimaveränderungen durch den Betrieb von möglichst vielen Windkraftanlagen oder mittels ähnlicher Maßnahmen nach unseren Vorstellungen lenken. Wir denken, dass die Naturschutzverbände zuvorderst die Natur schützen und sie nicht zerstören sollten (Zitat Enoch zu Guttenberg) und dass es nicht Aufgabe der Kirchen sein kann, sich an der größten Natur- und Umweltzerstörung unserer Geschichte zu beteiligen. Leider ist der „Tanz um's Goldene Kalb" in vollem Gange.

Nicht Klimaschutz, sondern Ressourcenschutz lautet der richtige Ansatz. Dazu gehören Luft, Wasser, fruchtbare Böden, Rohstoffe, möglichst unberührte Natur mit großem Artenreichtum, weitgehend naturbelassene Landschaftsräume, aber auch die Unbeschadetheit einer uns von früheren Generationen übergebenen Kulturlandschaft, die uns nur geliehen, aber nicht zur Ausplünderung übergeben ist. Mit 100.000 Betontürmen in Deutschland werden wir diesem Auftrag nicht gerecht.

H.-J. Schodlok

 

Prof. em. Dr. Gernot Patzelt, Universität Innsbruck - YouTube
http://www.youtube.com/watch?v=kmLAa6JlMLE
7. Mai 2012 ... Gletscher- und Waldentwicklung in alpinen Hochlagen der letzten 10.000 Jahre

Klimawandel und die Gletscher in den österreichischen Alpen als ...
http://www.eike-klima-energie.eu/climategate-anzeige/klimawandel-und-d...
7. Jan. 2010 ... Glasshouse befragte hierzu Universitäts-Professor Dr. Gernot Patzelt vom Institut für Hochgebirgsforschung der Universität Innsbruck.
Hinweise: http://www.youtube.com/watch?v=wCnUUGilH5Y

„Klimawandel seit der Kleinen Eiszeit"
http://wkserv.met.fu-berlin.de/Beilagen/Beilagen.htm
Fakten zum Klimawandel: Univ. Prof. Horst Malberg,
Prof. für Meteorologie und Klimatologie
Herausgegeben vom Verein BERLINER WETTERKARTE e.V.
Beiträge zur Berliner Wetterkarte zur Förderung der meteorologischen Wissenschaft
c/o Institut für Meteorologie der Freien Universität Berlin C.-H.-Becker-Weg, 6-10165 Berlin

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