AffentheaterBad Waldsee - Bad Waldsee bietet an jedem Wochenende  ungemein viel Sehens- und Hörenswertes. Immer wieder überschneiden sich aber auch kulturelle, sportliche und musikalische Angebote. An diesem 1. Oktobersonntag beispielsweise fand eine Stadtführung zu architektonisch und kunsthistorisch interessanten Gebäuden der Altstadt parallel zur Vernissage „Affentheater“ im Kornhaus-Museum statt.

 

 

Etwa hundert interessierte Gäste – vorwiegend Einheimische – schlossen sich der Führung von Stadtarchivar Michael Barczyk an, der mit seinen profunden Kenntnissen und anschaulichen Schilderungen vielen Teilnehmern beim kunsthistorischen Stadtrundgang die Augen im wahrsten Sinne des Wortes für zeitgeschichtliche Bauentwicklungen zu öffnen vermochte und dankbare Zuhörer fand.  „Schade, dass ich nicht zur Vernissage gehen konnte, die hätte mich doch auch interessiert, habe aber der Stadtführung den Vorrang gegeben“, meinte eine Teilnehmerin am Stadtrundgang.

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Übrigens wird Stadtarchvar Michael Barczyk am 17. November seine gefragten Stadtführungen unter einem spezifisch ausgesuchten Thema für 2013 abschließen. Da wird er viel Interessantes über die Heiligen in den Bad Waldseer Kirchen zu berichten haben.

Die aufschlussreiche Einführung zur Ausstellung „Affentheater“ von Werner Meyer ( Direktor der Kunsthalle Göppingen) haben sicher etliche Stadtrundgangteilnehmer wegen der Parallelveranstaltung versäumt.

Museumsdirektor Meyer wusste über das künstlerische Schaffen der gebürtigen Bad Waldseerin Irmela Maier tiefe Einblicke zu vermitteln und interessante Details über deren besondere Gestaltungskunst zu berichten.

Die Möglichkeit diese besondere  Ausstellung mit Irmela Meyers „Affenwelt“ zu besuchen, besteht an den kommenden Wochenenden bis 8. Dezember und zwar zu den Öffnungszeiten des Museums.

Man muss sich schon etwas Zeit nehmen, denn die prachtvollen Affenexemplare laden zum Verweilen und genauen Hinschauen ein. Man staunt über die vielfältige Aussagekraft, der mit ausgesprochen handwerklicher Kunst aus unterschiedlichen Materialien geschaffenen Affengeschöpfe. Viel Bestaunenswertes begegnet einem. Da liegen bequeme Gestalten auf der „faulen Haut, andere zeigen sich raffgierig oder aber auch sportlich. Ernste, neugierige, verschlossene, abweisende, vertrauenserweckende aber auch bedrohlich anmutende  Mienenspiele in den Gesichtern lassen allzu Menschliches gut erkennen und dementsprechend interpretieren. Irmela Meyer hat in Form- und Ausdrucksgebung kunstvolle „Affengeschöpfe“ geschaffen, die bewundert werden können.

 

Alle Fotos (Stadtführung und Museum) von Ursula Martin

 

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