bild5030vs 560Im Rahmen der Fairen Woche, unterstützt von der Fairtade Steuerungsgruppe, war der international bekannte irische Pater bereits zum wiederholten Male zu Gast an der Eugen-Bolz-Schule und begeisterte dort durch seinen eindrucksvollen Vortrag die geladenen Gäste und Schüler gleichermaßen.

Bild: Shay Cullen und der Direktor der Eugen Bolz Schule,Alexander Dorn

In einer voll besetzen Mensa erleben die Schüler der Klassen 8 – 10, Gäste des Gymnasiums und der Realschule den Bildervortrag und informieren sich über die Lage der Kinder auf den Philippinen.

Shay Cullen, ein irischer Pater, lebt und arbeitet seit den 70- er Jahren auf den Philippinen. Dort gründete er die PREDA-Stiftung, die sich für die Opfer von Folter und Missbrauch bei Kindern und Frauen einsetzt. Die Aufdeckung zahlreicher Menschenrechtsverletzungen, Korruptionsfälle und Kinderhändlerringe ist sein Verdienst. Er war Delegierter bei der Konferenz über den Entwurf der Kinderrechtskonvention 1989 in Helsinki und wurde bereits mehrmals für den Friedensnobelpreis nominiert.

Außerdem gründete er die Organisation Preda Fairtrade, die verschiedene leckere Mangoprodukte in alle Welt exportiert. Über dwp, der Fairhandelsgenossenschaft in Ravensburg, werden diese Produkte u. a. an die Weltläden verkauft.

Thomas Hoyer von dwp begleitet den Pater bei seinem Besuch an der Schule und übersetzt die englischen Ausführungen für die Zuhörer. So erfährt das gespannte Publikum, dass Straßenkinder im Altern von 8 Jahren ohne Grund in die katastrophalen Gefängnisse der Philippinen eingesperrt werden. Dort müssen sie in unmenschlichen Verhältnissen, zusammengepfercht schlimmer als Vieh, monatelang auf ihren Prozess warten.

Außerdem berichtet er von jungen Mädchen, die gegen ihren Willen in Bordellen arbeiten müssen. Hier hilft Pater Shay Cullen und setzt sich für diese traumatisierten Kinder ein. Er bietet ihnen Therapie, Bildung, ein Zuhause und gibt ihnen damit ein Stück Kindheit zurück.

Die anschließenden Fragen der Schüler, die diese in der Muttersprache des Paters stellten, machen die Betroffenheit über die Zustände und den Respekt für seine Arbeit gleichermaßen deutlich.

Immer wieder macht der bescheidene Geistliche darauf aufmerksam, dass die Anwesenden etwas gegen diese Missstände unternehmen können: durch den Einkauf von fair gehandelten Produkten. Fair gehandelte Ware ermöglicht den Menschen vor Ort einen gerechten Preis, von dem sie auch leben und ihre Familien ernähren können. So kann der Teufelskreis der Armut durchbrochen werden.

Jeder, der die leckeren getrockneten Mangos schon probiert hat, weiß dass diese Unterstützung kein großes „Opfer" ist. Der Weltladen in Bad Waldsee bietet drei verschiedene Mangosorten an.

 

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