buergerrmeister 2020

11Betreibsbesuch Hagebaumarkt Stadt bearbeitet 1Bad Waldsee (bg) - Die Stadt Bad Waldsee besucht regelmäßig Unternehmen in der Kernstadt und den Ortsteilen, um sich über diese zu informieren, um sich kennenzulernen und den Austausch zu pflegen. Jüngst stand für Bürgermeister Roland Weinschenk, die städtische Wirtschaftsförderin Shqipe Karagja und Pressesprecherin Brigitte Göppel der Besuch bei „hagebaumarkt“ auf dem Programm. Bild: Von links: Roland Weinschenk, Markus Bauer, Gerald Adldinger, Shqipe Karagja. Das Häuschen, in dem sie sich befinden, ist die so genannte „Nikolausbar“ im Gartenbereich des Hagebaumarkts. Hier gibt es an Freitagen und Samstagen im Advent kostenlos heißen Punsch. Spenden werden zugunsten der Hilfsaktion „Drachenkinder“ von Radio 7 gerne entgegen genommen.

 

 

Die städtischen Vertreter wurden von Marktleiter Gerald Adldinger und Verkaufsleiter Markus Bauer am Eingang in Empfang genommen und durch die rund 10.000 Quadratmeter großen Verkaufsflächen geführt. Hier interessierten sich die Stadtvertreter besonders für die in den vergangenen zwei Jahren durchgeführte Sortimentsanpassung, für die eine Änderung des Vorhabenbezogenen Bebauungsplans notwendig gewesen war. Als 2007 der Bebauungsplan beschlossen worden war, beinhaltete er ein festgelegtes Sortiment mit festgelegten Verkaufsflächen. Da der Umsatz beim Möbelsortiment jedoch weit unter den prognostizierten Zahlen lag, wurde 2016 beantragt, dass der 750 Quadratmeter große Bereich für das Möbel-Sortiment entfallen und dafür die Verkaufsfläche für Produkte aus dem Bau- und Heimwerkerbereich von 4.600 auf 5.350 Quadratmeter erhöht werden sollte.


2017 konnte dieser Bereich umgebaut werden. Laut Marktleiter Gerald Adldinger war das die absolut richtige Entscheidung, denn im Bau- und Heimwerkerbereich sei das Unternehmen besonders stark. Sehr erfolgreich sei der Waldseer „hagebaumarkt“ zudem im Gartenbereich. Die hier angestellten Mitarbeiter seien allesamt Fachkräfte aus dem Gartenbau und hätten nicht nur ein Händchen für Pflanzen, sondern erledigten ihre Arbeit auch mit viel Herzblut, freute sich Adldinger. Das erkannte man zum Beispiel mit Blick auf die Weihnachtsdekoration.


Durch die Erweiterung im Heimwerkermarkt könne man nun zum Beispiel auch einzelnen Schrauben kaufen, erklärte der Marktleiter. Das trage zum Ressourcenschutz bei, denn nicht jedes Mal brauche der Kunde gleich eine ganze Schachtel. Somit war die Brücke zum Klimaschutz geschlagen, Bürgermeister Roland Weinschenk informierte über den European Energy Award und die Auszeichnung Bad Waldsees als Klimaschutzstadt in Gold. „In Baden- Württemberg liegen wir auf dem zweiten Platz und bundesweit auf dem fünften Platz“, erklärte Weinschenk. „Somit spielen wir bei den Kommunen im Bereich des Umwelt- und Klimaschutzes in der Bundesliga.“ Verkaufsleiter Markus Bauer erklärte, dass sich der Markt künftig auch den Bienen widmen wolle und ab Ende dieses Jahres den Sektor „Imkerei“ mit ins Sortiment nehmen werde. Weiter wurden die Themen Ausbildung, die Bildungsmesse, Bildungspatenschaften mit den Schulen sowie Fachkräftemangel und -gewinnung angesprochen.


Dem „hagebaumarkt“ in Bad Waldsee gehören 37 Mitarbeiter an, davon zwei in Teilzeit. An qualifizierten Fachkräften aus der Baubranche habe man stets großes Interesse, sagten die Gastgeber. Zudem suche das Unternehmen noch Auszubildende, denn die Ausbildung sei schon immer ein großes und wichtiges Thema gewesen. Wirtschaftsförderin Shqipe Karagja fragte nach dem Einzugsbereich der Kunden. Diese kämen hauptsächlich aus Bad Waldsee, aber auch aus Biberach, Bad Wurzach, Bad Schussenried und sogar aus Bad Saulgau, sagte Gerald Adldinger.


Der Ursprung der mittlerweile mehr als 300 „hagebaumärkte“ liegt in einem Einkaufsverbund von Baustoffhändlern, der 1964 gegründet wurde. Der erste Markt ist 1979 entstanden, jener in Bad Waldsee wurde 2008 eröffnet. Bürgermeister Roland Weinschenk fragte nach, ob es etwas gebe, das den Verantwortlichen im Zusammenhang mit der Stadt auf dem Herzen liege. Dies wurde verneint, die Zusammenarbeit sei sehr gut. Zum Abschied luden Roland Weinschenk und Shqipe Karagja die Unternehmensvertreter zur nächsten Veranstaltung „Wirtschaft im Gespräch“ ein, die am Donnerstag, 23. Januar, im Erwin-Hymer-Center stattfindet.



Bericht und Foto: Brigitte Göppel


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