buergerrmeister 2020

07bauernBad Waldsee - Bei der Mitgliederversammlung des Bauernverbandes Allgäu-Oberschwaben am Freitag wurde die neue Käsekönigin Fabienne Kerler gekrönt. Die zwanzigjährige Studentin aus Amtzell erhielt die Krone von Erhard Nonnenmacher, ehemaliger Vorsitzender der Emmentaler-Käserei Leupolz überreicht. Damit endete die zweijähre Regentschaft von Yvonne Keck, Gebrazhofen als Käsekönigin.

 

Das Dorfgemeinschaftshaus in Reute-Gaisbeuren war voll besetzt, als die Bauernkapelle Oberschwaben unter dem Dirigat von Eugen Maucher die Bauernversammlung eröffnete. Vorsitzender Waldemar Westermayer konnte neben Bürgermeister-Stellvertreter Benno Schultes und Ortsvorsteher Achim Strobel auch die Bundestagsabgeordneten Axel Müller und Josef Rief sowie Raimund Haser als Mandatsträger im Landtag willkommen heißen. Ein freundlicher Gruß galt auch Landrat Harald Sievers und Norbert Lins als Vorsitzenden des EU Agrarausschusses.


Waldemar Westermayer - nach seinem Bekunden im letzten Jahr seiner Amtszeit - redete Klartext: „Wir Bauern wollen endlich raus aus der Rechtfertigungsecke, es darf nicht sein, dass wir noch länger als ‚Klima-Killer‘ gebrandmarkt werden“. In die gleiche Kerbe hieb auch Landrat Sievers: „Mir ist mehr als genug bekannt, dass derzeit Landwirte über komplizierte Antragsverfahren zu Recht sauer sind. Jedoch sei das Landratsamt in vielen Fällen nur eine Außenstelle der Landesregierung. Die oft überzogene Bürokratisierung macht mich auch nicht so wahnsinnig glücklich, ja gelegentlich ärgere ich mich auch“.


Norbert Lins, Vorsitzender der EU Agrarausschusses, ging in seiner Rede auf die hochaktuelle Düngeverordnung ein. Klare Worte fand er auch zum Thema Klimaschutz: „Unsere Landwirte sind frustriert, weil sie oft unberechtigt an den Pranger gestellt werden. Ich kann es nicht genug wiederholen, ein effektiver Klimaschutz wird nur zusammen mit den Bauern gelingen“. In der anschließenden Aussprache meldeten sich Matthias Eisele, Musbach; Hansjörg Schick, Bad Wurzach; Alois Peter, Urlau und Paul Schmid, Seeden zu Wort.


Von der Arbeit der Kreislandfrauen berichteten Christa Fuchs, Eglofs und Andrea Oberhofer, Heurenbach. Johannes Kieble, Bergatreute stellte in einer kraftvollen Rede die schwierige Situation der Landjugend dar. Großes Lob wurde Wilhelm und Johanna Kessler, Horgenzell zuteil. Im Rahmen der „Gläsernen Produktion“ konnte ihr Betrieb mit Besenwirtschaft und Mosterei besichtigt werden.


Für das leibliche Wohl - mit Weißwurst und Kuchen - gesponsert vom Bauernverband sorgten die Landfrauen aus Reute-Gaisbeuren. Nach der großen Demonstration in Memmingen mit über 3 000 Schleppern stand auch ein PS-starker Traktor vor dem Dorfgemeinschaftshaus. Ernst gemeint war das angebrachte Plakat: „Papa kämpft für unseren Hof, denn auch wir wollen Landwirte werden“.




Bericht und Bilder Rudi Heilig


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