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Bad Waldsee - Am 6.10. im Städtischen Museum Kornhaus in Bad Waldsee. Die erste Bestuhlung reichte bei weitem nicht für die Menge der Kunstinteressierten, die am Sonntagmorgen um 11.00 Uhr zur Vernissage ins Bad Waldseer Heimatmuseum kamen. Flugs wurden mit dem Sackkarren weitere Stühle hereingefahren. Trotzdem musste sich eine ganze Schar Besucher mit Stehplätzen begnügen.

 

Thomas Volkwein ist eben kein Unbekannter in Bad Waldsee. Seit 2009 lebt und arbeitet er am Ort. Als Kunstlehrer am Gymnasium betreut er seit 2017 die jährliche Schüler-Kunstausstellung im Kornhaus. Und jetzt gibt er mit seiner Ausstellung einen Einblick in sein Schaffen.


Johannes Braig vom Showroom Ravensburg, der in das Werk einführte, charakterisierte das Werk so „ Der Bildraum wird zur Bühne. Auf diesen Bühnen begegnet uns ein Wechselspiel zwischen durchgeplanter Komposition und zufälliger Geste. Und diese Bühnen bieten den Raum für den Geschichtenerzähler Thomas Volkwein.

 

Welche Geschichten will er uns mit seiner Malerei erzählen? Und wie kommt er zu diesen Geschichten? Dazu zwei Beispiele aus seinem reichen Fundus literarischer Quellen: Karl May, dieser geniale Schwindler, der sich seine Stoffe erträumt hat und so eine Realität erschuf, die uns teilweise echter erscheint als die Realität. Ihn hat Thomas Volkwein in seiner Jugend verschlungen und seine Geschichten von Indianern und Cowboys oder dem Orient aufgesogen.


Eine weitere literarische Inspirationsquelle für ihn ist Joseph Conrad, jener polnisch-britische Abenteurer aus dem 19. Jahrhundert. Diese literarischen Vorbilder durchdringen seine Kunst. Volkwein malt Abenteuergeschichten, Geschichten von Grenzerfahrungen. Er malt Geschichten wie Karl May oder Joseph Conrad sie erzählt hätten. Aber er malt sie nicht vordergründig illustrierend, sondern thematisch verdichtet.“


Die Vernissage wurde musikalisch begleitet von Markus Hallstein, Gesang, und Holger Renz, Gitarre. Die beiden Musiker bilden die Hälfte der Band Les Braves Cons, die sich auf französische Chansons spezialisiert haben. Thomas Volkwein und Markus Hallstein performten während der Eröffnung eine Pantomime unter Masken, die vom Publikum mit viel Beifall bedacht wurde.


Brigitte Hecht-Lang, die die Vernissage eröffnete, konnte unter den gut einhundert anwesenden Gästen unter anderem Benno Schultes in Vertretung des Bürgermeisters begrüßen. In Ihren Dank an alle, die zum Gelingen der Ausstellung beitrugen, bezog sie ganz besonders die beiden Musiker Renz und Hallstein, den Laudator Johannes Braig, den Beirat Axel Otterbach sowie Klaus Neher, der sich um das Hängen der Bilder besonders verdiente, ein.


Thomas Volkwein beschrieb in seinen Dankesworten den Unterschied zwischen schaffen und ausstellen. „Im Atelier ist man immer allein. Und das ist auch gut so“. Denn so könne man sich auf seine Werk, seine Gedanken konzentieren. Aber eine Ausstellung sei Teamwork. Da müssten viele zusammen arbeiten und helfen. Und bei diesen bedankte er sich besonders.




Bericht und Bilder Erwin Linder



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