271909 Schulbus Check

Bad Waldsee - Baden-Württembergs Schülerinnen und Schüler kommen sicher mit dem Bus in die Schule. Das ist das Er-gebnis des diesjährigen „Schulbus-Checks“. Baden-Württembergs Sozialminister Manfred Lucha machte sich auf dem Betriebshof der Firma Omnibus Müller in Bad Waldsee selbst ein Bild von der landesweiten Aktion, die der Verband Baden-Württembergischer Omnibusunternehmer e.V. (WBO), gemeinsam mit TÜV Süd und DEKRA vor neun Jahren ins Leben gerufen hatte. „Eine tolle Sache“, lobte der Minister, „die Sicherheit hat oberste Priorität“.

 

 

Etwa 200 Busse aus ganz Baden-Württemberg haben die Fachleute von Juni bis September beim „Schulbus-Check 2019“ genau inspiziert. Neben Prüfkriterien wie Haltegriffen und Spiegel wurden in der bis zu 45-minütigen Inspektion Bremsen, Reifen, Reversiereinrichtung (Einklemmsicherung) der Türen und Lichtanla-gen untersucht. Darüber hinaus haben die Fachleute Motorraum, Unterboden der Fahrzeuge sowie Achsen und Lenkung gecheckt. Prüfingenieure von TÜV SÜD und DEKRA demonstrierten an einem im Schülerverkehr eingesetzten Bus und einem im so genannten freigestellten Schülerverkehr eingesetzten Kleinbus die Prüfinhalte des Checks.

Überaus zufrieden mit dem Ergebnis zeigt sich die DEKRA: „Die Busse, die wir im Rahmen der Aktion über-prüft haben, waren auf einem sehr guten Sicherheitsniveau und ohne Mängel. Für Busse im Schülerverkehr sind Themen wie Haltegriffe für die Kinder auf Stehplätzen sowie die Sichtverhältnisse für den Fahrer von besonderer Bedeutung. Auch hier beweisen die Omnibusunternehmen, dass sie das Thema Sicherheit sehr wichtig nehmen. Wir von DEKRA stehen den Unternehmen dazu gerne beratend zur Seite“, erklärt Thomas Acker, Leiter der DEKRA Niederlassung Ravensburg.

Keine Beanstandungen hat auch der TÜV Süd. „Sämtliche von uns geprüften Fahrzeuge sind in einem ein-wandfreien technischen Zustand“, so Marcus Zipperle. Keine Überraschung für den TÜV Süd: Die baden-württembergische Busflotte ist mit 7,2 Jahren im Vergleich zu 8,6 Jahren im Bundesdurchschnitt sehr jung. „Zudem lassen die baden-württembergischen Omnibusunternehmen ihre Fahrzeuge augenscheinlich regel-mäßig warten: Die typischen Mängel wie Verschleißteile, Ölverlust oder Rost an tragenden Teilen kamen praktisch nicht vor“, so Zipperle.

 

 

Der Minister für Soziales und Intergration, Manfred Lucha, Landtagsabgeordneter des Wahlkreises Ravensburg, überzeugte sich in Bad Waldsee selbst vom hohen technischen Standard der im Schülerverkehr eingesetzten Fahrzeuge: „Die Aktion ist eine tolle Sache. Schließlich vertrauen Eltern darauf, dass ihre Kinder sicher mit dem Bus zur Schule kommen.“ Das gelte für alle im Schülerverkehr eingesetzten Fahrzeuge.

Die Sicherheit der Omnibusse hat für Bernd Grabherr, Vorstandsmitglied des WBO, Priorität: „Die große Mehr-heit der 1,1 Millionen Schüler in Baden-Württemberg nutzt den Bus als Verkehrsmittel ‚Nummer 1‘. Und: Der Bus ist das mit Abstand sicherste Straßenverkehrsmittel auf dem Weg zu Schule. Unsere Omnibusunternehmer sorgen dafür – das hat der heutige Schulbus-Check gezeigt – dass das so bleibt.“

 


Wert legt die Firma Omnibus Müller in Bad Waldsee nicht nur auf den einwandfreien technischen Zustand ihrer Fahrzeuge. Das Unternehmen nimmt auch seine soziale Verantwortung sehr ernst und ist unter anderem Kooperationspartner der Gemeinschaftsschule Bergatreute, mit dem Ziel, beim Einstieg in die Berufsausbildung zu unterstützen und oftmals auch unterjährig dabei zu helfen, Jugendlichen in schwierigen Phasen eine Perspektive zu geben. „Seit rund sechs Jahren bilden wir Berufskraftfahrer aus“, erklärt Firmenchefin Elke Müller, „im Augenblick habe ich Lehrlinge im 2. und 3. Lehrjahr und seit diesem Monat eine Einstiegsqualifi-zierung für einen Schulabbrecher.“

 

Ein Aspekt, von dem Minister Lucha besonders angetan war. „Es ist vorbildlich und bemerkenswert, dass sich ein mittelständisches Unternehmen auch für junge Menschen einsetzt, die im Leben nicht immer den direkten Weg einschlagen.“

 

Hintergrund: Zum neunten Mal hat der Verband Baden-Württembergischer Omnibusunternehmer e. V. (WBO) gemeinsam mit den Prüfinstitutionen DEKRA und TÜV SÜD über die Sommerferien den freiwilligen Check der von den Mitgliedsunternehmen im Schülerverkehr eingesetzten Linienbusse angeboten. Zusätzlich zu den gesetzlich vorgeschriebenen Hauptuntersuchungen (HU) und den vierteljährlichen Sicherheitsprüfungen (SP) wurden die rund 200 Fahrzeuge daraufhin untersucht, ob sie für die speziellen Anforderungen des Schülerverkehrs geeignet sind. Hierzu gehören etwa Haltegriffe und Haltewunschtasten in entsprechender Höhe, Rundumsicht des Fahrers durch entsprechende Spiegel, die Schulbusschilder oder auch zusätzliche Blink-leuchten hinten.

Die gute Nachricht: Alle überprüften Busse haben den Check bestanden. Der Aufkleber „Schulbus-Check 2019“ dokumentiert das. Doch auch ohne Aufkleber gilt: Baden-Württembergs Schulbusse sind sicher!

 

Bericht und Bild Verband Baden-Württembergischer Omnibusunternehmer e.V.

 

Submit to FacebookSubmit to Google PlusSubmit to Twitter
Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.